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Beats Weblog


Angefangen am 26 Sep 2014 - 14:26 - Version 3

Wer würde denn was mitbringen?

Wenn ein Lehrer oder eine Lehrerin mit dem Gedanken spielt Bring your own device (BYOD) (Biblionetz:w02286) auszuprobieren, so muss er wissen, wer in der Klasse was mitbringen würde. Schlägt man BYOD einer Schule vor, bekommt man oft als Antwort "Das würde bei uns nicht funktionieren, da würden viel zu wenige etwas mitbringen." - genauere Zahlen haben aber die wenigsten Schulleitungen. Die üblichen Mediennutzungsstudien unter Kindern und Jugendlichen in Deutschland und der Schweiz helfen auch nicht weiter - ihre Resultate, die mit einer Verzögerung von fast zwei Jahren publiziert werden, sind in diesem schnelllebigen Bereich rasch veraltet und berücksichtigen auch die lokalen Unterschiede nicht.

Mit unserem gestern am 5. Workshop Digitale Lerninfrastrukturen in Duisburg in einer Betaversion vorgestellten Umfrage-Tool http://byod-umfrage.de versuchen wir diese Lücke zu schliessen. Eine Lehrperson kann rasch eine Umfrage für ihre Klasse erstellen und durch die Schülerinnen und Schüler ausfüllen lassen, egal ob auf einem Notebook, Tablet oder Smartphone.

img029.jpg

Befragt wird eigentlich folgendes Schema:

img030.jpg

Die Auswertung liefert einerseits eine Aufschlüsselung nach Betriebssystemen, andererseits nach möglichen Nutzungsszenarien:

img031.jpg

Wir hoffen, damit die Planung von BYOD an der Schule fördern zu können und sind gespannt auf Feedback!

http://byod-umfrage.de

Müsste man bei den Note-/Netbooks nicht auch noch nach Windows- und Mac-Geräten unterscheiden?

-- AndiHeutschi - 26 Sep 2014

Und mit einer Erweiterung um 3 Schuljahre wäre das Tool auch auf der Sekundarstufe 1 nutzbar. Aber bereits so sehr hilfreich! Danke!

-- AndiHeutschi - 26 Sep 2014

Ah, die Auswahl 1.-6. Klasse kommt in der Schülerumfrage nur, weil die Testklasse auf "altersdurchmischtes Lernen" gestellt ist/war. Normalerweise gibt die Lehrperson bei der Erstellung einer Umfrage an, in welcher Klasse die Kinder sind und diese müssen/können dann die Klassenstufe nicht mehr auswählen. Und diese Auswahl geht bis zur 13. Klasse.

-- BeatDoebeli - 27 Sep 2014

 
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Angefangen am 02 Feb 2013 - 14:51 - Version 14

Wenn die Wolkenbox den Fritz nicht mag - dann liegts an UPNP-IGD/NAT-PMP (Update)

Disclaimer: Inhalt technisch und kurzlebig. Hilfe erbeten von Leuten, die DHCP erklären und V92 pfeifen können wink

Anfang Jahr hatte ich mir eine grössere Netzwerkfestplatte (eine Lacie Cloudbox 3TB) gekauft, um das übliche Jahresbackup zu machen und das bisherige NAS ausser Haus zu lagern.

cloudbox01.jpg

Laut Anleitung hat die Box zu Beginn bis zu 10 Minuten zum Initialisieren und sollte danach dauerhaft blau leuchten. Dummerweise hat mein Exemplar ca. 20 Minuten blau geblinkt und danach rot geleuchtet. #grummel Also nachschauen, was das bedeutet:

cloudbox02.jpg

Gut, resetten und wieder 20 Minuten warten. Gleiches Resultat. #grummel2

Die Cloudbox kriegt eine IP-Adresse, reagiert auf Pings und reagiert die ersten 20 Minuten sogar auf http-Anfragen, allerdings immer mit der gleichen Antwort: "your device may be powering on."

Am nächsten Tag im Büro an einem anderen Router ohne Internet-Anschluss versucht. Funktioniert, leuchtet brav blau. Nach Hause genommen, angeschlossen, 20 Minuten gewartet. Rot. #grummel3

Support-Ticket bei Lacie eröffnet, Problem geschildert. Antwort von Lacie:

In ihrem Fall liegt wahrscheinlich ein Hardwaredefekt vor, welchen wir ihnen im Rahmen ihrer Garantie beheben werden.

Bitte wenden Sie sich zur Überprüfung bzw. Reparatur an Ihren Händler, von dem Sie das Gerät erworben haben.

Cloudbox ins Geschäft zurückgebracht. 14 Tage gewartet. Gerät wieder abgeholt. Antwort Reparaturservice: "Bei uns läuft das Gerät einwandfrei. Es muss an ihrer Konfiguration liegen".

Tatsächlich: Gerät nach Hause genommen, angeschlossen. 20 Minuten gewartet. Rote LED. Gerät an anderen Router (ohne Internet) angeschlossen: Funktioniert. #grummel4

Gegooglet nach lacie cloudbox fritzbox. Resultat:

Hallo,
ich habe mir eine Lacie Cloudbox und an meine Fritzbox angeschlossen aber ich bekomme die zwar in der Fritzbox zu sehen kann aber nicht zugreifen die blinkt immer Blau schon mehrmals die Cloudbox redetet aber nichts. Muss ich was bestimmtes in der Fritzbox einstellen damit die geht ???
Danke schonmal
Gruß
Didi

OK, die Cloudbox scheint die Fritzbox nicht zu mögen. Und jetzt? An meiner Fritzbox hängt bereits seit langem eine älteres Lacie NAS, eine Lacie Space. Die kann es offenbar mit der Fritzbox, nicht aber die neue.

Woran könnte es liegen?
  • Gigabit-Anschluss?
  • Dass es bereits eine Lacie im Netz hat (habe ich allerdings auch mal abgeklemmt)
  • IPV6? (Meine aber, alles derartige auf der Box deaktiviert zu haben).
  • Weitere Vorschläge?

Problem gelöst (bzw. eingegrenzt)

Tja, als Informatiker konnte ich es nicht lassen und habe - nachdem ich rausgefunden hatte, wie ich dran komme - angefangen die Logfiles der Cloudbox zu studieren. Das hat mich dann zur Lösung gebracht:

Die Wolke und der Fritz verstehen sich prächtig, wenn man entweder die IP-Adresse der Cloudbox manuell einstellt (also auf DHCP verzichtet) oder dann die automatische Port-Weiterleitung deaktiviert:

cloudbox03.jpg

Ich erklär mir's so: Die Cloudbox möchte mit Fabrikeinstellungen dem Fritz sagen, er solle doch gewisse Ports automatisch an die Cloud umbiegen, damit die Cloudbox aus dem Internet erreichbar ist. Der Fritz stellt sich aber (berechtigterweise) stur ("da könnte ja jeder kommen und sagen, was ich wohin routen muss! Wer ist da der Router??") und verweigert das. Die Cloudbox gibt sich darüber so beleidigt, dass sie 3 Mal rebootet und danach die rote Fahne - äh LED - rauslässt.

So, liebe LaCie, jetzt fixt das mal mit der nächsten Firmware...

Hier noch etwas technischer:

Aus dem Logfile unicorn_core.log beim Booten an der Fritzbox, beim Versuch Port Forwarding zu aktivieren:
Jan 22 14:58:50 wolke [INFO __init__.upnp_discovering@205] 2 UPnP device(s) detected in 250 ms
Jan 22 14:58:50 wolke [INFO __init__.upnp_discovering@220] UPnP: Internet Gateway Device found: http://192.168.1.1:49000/upnp/control/WANIPConn1
Jan 22 14:58:50 wolke [DEBUG resource.set@484] Setting config value unicorn.network.port_mapping.protocol to [UPnP-IGD]
Jan 22 14:58:51 wolke [INFO __init__.upnp_discovering@205] 2 UPnP device(s) detected in 250 ms
Jan 22 14:58:51 wolke [INFO __init__.upnp_discovering@220] UPnP: Internet Gateway Device found: http://192.168.1.1:49000/upnp/control/WANIPConn1
Jan 22 14:58:51 wolke [INFO __init__.toggle_port_mapping@469] Set up UPnP-IGD rule: port 443
Jan 22 14:58:58 wolke [INFO __init__.init@123] Initializing unicorn...
Exakt nach dem Logfile-Eintrag der versuchten Portweiterleitung via UPnP-IGD startet die Cloudbox neu...

Und so sieht das an einem anderen Router aus:
Jan 22 15:51:18 wolke [INFO __init__.upnp_discovering@205] 1 UPnP device(s) detected in 250 ms
Jan 22 15:51:19 wolke [INFO __init__.upnp_discovering@220] UPnP: Internet Gateway Device found: http://192.168.1.1:80/wpppc_cont
Jan 22 15:51:19 wolke [INFO __init__.upnp_discovering@226] UPnP-IGD: This IGD cannot be used for port forwarding
Jan 22 15:51:19 wolke [ERROR libnatpmp.get_natpmp_server@187] NAT-PMP: failed to get gateway's public address [NATPMP_ERR_NOGATEWAYSUPPORT: the gateway does not support NAT-PMP]
Jan 22 15:51:19 wolke [DEBUG resource.set@484] Setting config value unicorn.network.port_mapping.protocol to []
Jan 22 15:51:19 wolke [INFO __init__.toggle_port_mapping@438] toggle_port_mapping REMOTE_ACCESS
Jan 22 15:51:19 wolke [INFO __init__.toggle_port_mapping@438] toggle_port_mapping TORRENT
Jan 22 15:51:19 wolke [INFO __init__.toggle_port_mapping@438] toggle_port_mapping SFTP
Jan 22 15:51:19 wolke [INFO __init__.toggle_port_mapping@438] toggle_port_mapping FTP
Hier stürzt die Cloudbox nicht ab, sondern kommt im Bootprozess weiter.

Problemlösungen bis zum nächsten Firmwareupdate von LaCie

Wie lässt sich das Problem denn nun kurzfristig lösen?

  • Man lässt in der Fritzbox UPNP zu:
    • Entweder für immer
    • oder bis man in der Cloudbox eine statische IP eingestellt hat
  • Man nutzt temporär einen anderen Router um in der Cloudbox eine statische IP-Adresse einzustellen
  • Man schliesst die Cloudbox direkt mit einem Ethernetkabel an den eigenen Computer, um danach der Cloudbox eine statische IP-Adresse zu geben (ungetestete Lösung)

Das nächste Problem: Bei mir lässt sich SFTP nicht aktivieren. Der Support meint lapidar, bei ihnen im Labor würde es funktionieren, ich solle doch die aktuellste Firmware installieren und die Box frisch aufsetzen. Nein danke, mit der Box-Installation habe ich schon zu viel Zeit verbracht...

-- BeatDoebeli - 09 Feb 2013

genau das war auch mein Problem. danke für die hilfe

-- HugoM - 23 Mar 2013

genau das war auch mein Problem. danke für die hilfe

-- HugoM - 23 Mar 2013

Ich hatte dasselbe Problem und konnte es mit diesem Beitrag lösen. Vielen Dank dafür. Vom LaCie?-Support kam bisher keinerlei sinnvolle Info zu diesem Problem.

Jetzt habe ich noch ein weiteres Problem mit der Cloudbox: die Zeitsynchronisation geht nicht. Hat da vielleicht noch jemand eine Idee dazu? Wäre super, wenn ich das auch noch lösen könnte.

Gruß, Martin

-- MartinThanheimer - 23 Apr 2013

Vielen Dank für diesen hilfreichen Tipp. Ich dachte schon, ich hätte mich verkauft – trotz der positiven Tests in den einschlägigen Magazinen.

-- CarstenSchmittmann? - 14 Jun 2013

Was mich an dieser Sache erstaunt: LaCie scheint die Firmware noch immer nicht angepasst zu haben, wie die vielen Zugriffe auf diesen Blogeintrag hier zeigen.

-- BeatDoebeli - 15 Jun 2013

-- RuttnerC? - 14 Aug 2013

Ich konnte heute exakt das gleiche Verhalten bei einer Lacie-2big-nas nachvollziehen! Gestern initialiseirt - ewig langes Blau Blink, dann Rot - Heute in der Firma initialisiert, alles nach Plan! - zu Hause angesteckt - wieder nur Blau Blink - An der Fritz Box 7390 UPnP? unter "Heimnetz - Netzwerk - Programme" abgestellt - Lacie gebootet - funktioniert. Anmerkung: Für den Internetzugang habe ich eine Cisco ASA die auch DHCP durchführt. Es scheint so, als ob sich die Fritz!Box über UPnP? meldet, und Lacie unbedingt von dort in das Internet möchte.

-- RuttnerC? - 14 Aug 2013

Herzlichen dank für die Informationen. Ich bin nach dieser wie folgt vorgegangen: > Cloudbox direkt an Mac angeschlossen; IP-Adresse zugewiesen; Häkchen bei automatischer Weiterleitung rausgenommen
Somit läuft das Teil gut im Netzwerk als NAS. Soda hatte ich aber schon zuvor mit dem WirelessSPace? von Lacie. Jetzt wollte ich die Wolkenapp auf dem Iphone und ipad nutzen. Beim anmelden der Cloudbox bei MyNAS? gibt's aber eine Fehlermeldung: Der Zugriff auf den Fernzugriffsserver ist nicht möglich. Bitte bestätigen Sie, dass Ihr CloudBox? Zugang zum Internet hat. Überprüfen Sie ggf. die DHCP-, Router- und Proxy-Einstellungen" Welche Freigabe bracuht die CloudBox? und wie kann ich ihr diese in der FritzBox? gewähren? Viele Grüße Jan

-- JanL - 09 Feb 2014

Many thanks for this information - this described my problem exactly - Cloudbox working normally with old gateway, not working with new Fritz 7490.Simply disabling Cloudbox's automatic port forwarding did the trick. Oh and I changed the cloudbox's static IP as well but pretty sure I didn't need to. Wunderbar! Herzlichen Dank!

-- CrimemasterGogo - 25 Sep 2014

 
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Angefangen am 18 Sep 2014 - 17:26 - Version 3

Gelöst: Screen-Mirroring unter iOS8 scheint auf iPads nicht zu funktionieren

Seit ich mein iPad2 auf iOS8 aktualisiert habe, kann ich zwar noch Bilder und Videos auf ein AppleTV übertragen, aber nicht mehr beliebiege Bildschirminhalte (screen mirroring). Erste Foreneinträge bei Apple zeigen, dass ich mit dem Problem nicht alleine bin: Mit dem iPhone scheint es zu funktionieren, mit iPads iPad2, iPad mini retina) wurden bisher Probleme gemeldet.

kein-airsynch.jpg
Unter iOS8 fehlt auf dem iPad2 der Schalter zur Bildschirmsynchronisation

Update des AppleTV bringt keine Besserung.

Ärgerlich. Für Lehrpersonen, die Apps am Beamer zeigen wollen gilt deshalb vorerst: iPads nicht auf iOS8 aktualisieren...

Update: Plötzlich scheint es doch zu funktionieren. Noch keine Ahnung weshalb.

doch-airsynch.jpg
Und ohne dass ich bewusst etwas geändert habe, ist Bildschirmsynchronisation doch möglich

Gelöst: Es handelt sich um ein Usability-Problem! Screen-Mirroring funktioniert auch dem iPad unter iOS 8, aber der entsprechende Schalter wird nicht automatisch eingeblendet, wenn AirPlay gestartet wird. Man muss nach unten Scrollen um den Schalter für Bildschirm-Synchronisation sichtbar zu machen. Kommt man nicht auf die Idee (wie ich z.B. live im Seminar), glaubt man irrigerweise, die Bildschirmsynchronisation stehe nicht zur Verfügung.

 
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Angefangen am 18 Sep 2014 - 16:09 - Version 1

MakeyMakey statt nur TalkyTalky!

Ja, ich könnte mich selbst an der Nase nehmen, dass ich mir das nicht früher überlegt habe. Und trotzdem freut es mich, dass ich es ab jetzt anders machen werde und damit Erfolg habe!

Seit Jahr und Tag erzähle ich den Erstsemestrigen in der ersten Veranstaltung des Moduls Mediendidaktik, was wir im Institut für Medien und Schule (IMS) im Bereich Forschung und Entwicklung so treiben und berichte im Bereich der Informatikdidaktik (Biblionetz:w00461) auch davon, wie wir z.B. in der i-factory versuchen, Informatik konkret be-greifbar zu machen. Die Studierenden hören interessiert, aber passiv zu.

Erst dieses Jahr habe ich in den gespielten Podiumsdiskussionen der Studierenden zur Bedeutung digitaler Medien in Kindergarten und Primarschule zur Erklärung des Konstruktionismus-Ansatzes (Biblionetz:w00561) von Seymour Papert einige Educational Robots (Biblionetz:w02473) mitgenommen. Bereits beim Anblick der Roboter schienen mir die Studierenden besser zu verstehen, dass man damit in Kindergarten und Primarschule mathematische und geometrische Konzepte unterstützen kann (Biblionetz:a00163).


Das Lego-WeDo-Set von Lego (Biblionetz:w02475)

Eine Studentin hat dann später im Seminar mit einem BeeBot (Biblionetz:w02472) zu spielen begonnen und plötzlich fuhr dieser mit lautem Geräusch auf dem Tisch herum. Auf meine Frage, ob sie gerne solche Roboter programmieren würden, antwortete zu meiner Überraschung die grosse Mehrheit mit ja. Also Seminarprogramm umgestellt und am Ende mit den Studierenden BeeBots programmiert.

Meine erste Erkenntnis: Nicht nur Schülern, auch Studierenden muss man das Abstrakte konkret - be-greifbar - machen! Versuche ich ja sonst im Unterricht auch - wie konnte ich das hier nur übersehen?

Also ab sofort in allen Eröffnungsveranstaltungen alle Informatik-"Spielzeuge" mitnehmen und aufbauen, selbst wenn ich im Unterricht gar keine Zeit habe, detailliert auf sie einzugehen.

Zweite Überraschung heute im Unterricht: Dass viele Studierende in der Pause freiwillig BeeBots programmiert und mit Bananen Musik gemacht haben, hat mich gar nicht mehr gross erstaunt. Als aber ein Student fragte, wo man denn ein MakeyMakey (Biblionetz:w02476) (siehe auch MaKeyMaKey) bestellen könne und ich eine Sammelbestellung anbot, meldeten sich 10 von 20 Studierenden: 50% der Studierenden sind bereit, 50.- Franken für ein Bananenklavier auszugeben!

Cool!

Erkenntnis für mich (einmal mehr): MakeyMakey statt nur TalkyTalky!

(Mehr zu den informatikdidaktischen Überlegungen unter: http://beat.doebe.li/talks/phzh13/)

 
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Angefangen am 21 Jun 2014 - 17:53 - Version 4

Informatikkompetenzen im Übergang Kindergarten - Primarschule

Im Entwurf des Lehrplanteils ICT und Medien (Biblionetz:t15600) vom Juni 2013 steht als Kompetenzstufenbeschreibung im Zyklus 1 (Kindergarten und 1./2. Klasse):

Die Schülerinnen und Schüler erkennen und verstehen formale Anleitungen und können diese befolgen (z.B. Koch- und Backrezept, Tanzchoreografie, Bastelanleitung).

(Ja, auch wenn Medienberichte derzeit einen anderen Eindruck erwecken: Informatikkompetenzen waren auch bereits Bestandteil des im Juni 2013 veröffentlichten Lehrplanentwurfs...)

Da ich in Bezug auf die Stadien der kindlichen Entwicklung nach Piaget (Biblionetz:w01735) schon hören musste, dass diese Kompetenzstufenbeschreibung nicht altersgerecht sei, hier eine unwissenschaftliche n=1-Schilderung aus dem häuslichen Alltag.

Kind (n=1) kommt nach den Sommerferien in die Schule und benötigt deshalb ein Pult. Vater fährt deshalb mit Kind in die Informatik-Kompetenz-Enhancement-Anstalt (kurz: IKEA)* und kauft dort besagtes Pult.

Zu Hause will Kind dieses Pult aufbauen und sucht deshalb im Paket nach der Anleitung. Es erkennt das bedruckte Papier als Anleitung und sagt: "Das müssen wir jetzt der Reihe nach machen." Vater schliesst daraus: Formale Anleitung als solche erkannt.

Kind macht sich enaktiv (Biblionetz:w01892) ans Aufbauen des Pultes und befolgt dabei die formale Anleitung, bis es auf folgende ikonische Repräsentation (Biblionetz:w01893) stösst:

ikea-if-then-goto.jpg

Auf die Frage des Vaters, was es da sehe, meint das Kind: 2 Pulte. Geübt im Spiel "Finde die 10 Unterschiede" sieht es auf Nachfrage auch den Unterschied zwischen den beiden Pulten und meint auf die nächste Frage: "Und, was musst Du denn jetzt tun?" "Wir wollen den Kasten rechts, also müssen wir auf Seite 24 weitermachen!" (Das Suchen der Seite 24 ist dann eine andere, erst im Aufbau begriffene Kompetenzstufe...).

Auch wenn das Programmieren mit Sprüngen unter echten Informatikern verpönt ist ("Go To Statement Considered Harmful") (Biblionetz:p00243), kann doch konstatiert werden, dass Kind (n=1) fähig war, eine if ... then goto ... Anweisung vom Ikonischen ins Orale und schliesslich ins Enaktive zu übersetzen.

QED.

* Wer nicht glaubt, dass für die IKEA Informatikkompetenzen notwendig sind, möge einmal versuchen, eine IKEA ohne Backtracking zu verlassen:

ikea-labyrinth.jpg

Braucht es Backtracking, wenn es nur einen möglichen Weg gibt? wink

-- NandoStoecklin - 23 Jun 2014

 
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Angefangen am 05 Sep 2014 - 15:23 - Version 2

Desktop-Twitter-Client

Ich wurde gestern an der #gmw14 gefragt, mit welchem Client ich denn auf dem Desktop twittern (Biblionetz:w02116) würde. Aktuell bin ich bei Janetter, einem kostenlosen Programm für Windows und Mac (das es auch als App für iOS und Android gibt).

Da ich niemandem followe, aber viele Hashtags verfolge, sind für mich Spalten sehr wichtig. In Janetter bringe ich 6 Spalten lesbar auf 1200 Pixeln unter:

janetter.jpg

Eigentlich perfekt, doch gerade heute musste ich feststellen, dass das Programm seit über einem Jahr nicht mehr aktualisiert worden ist und mit den neuen Twitter-Tokens nicht klarkommt. Dadurch kann man keine neuen Accounts hinzufügen, womit das Programm als Empfehlung wegfällt frown

Alternative wäre Tweetdeck, das unterdessen von Twitter selbst vertrieben wird und damit vermutlich lange leben und mit Twitter kompatibel sein wird. Aber: Da bringe ich auf 1200 Pixeln nur vier (!) Spalten unter:

tweetdeck.jpg

grummel

Update:

Bei der Twitter-App für Chrome lässt sich mit Control-Minus die Schrift beliebig klein machen, so dass wieder 6 Spalten Platz finden:

chrometweet.jpg

Und wenn man einen App-Shortcut speichert (in der Startleiste, Menu oder Desktop), dann verschwinden auch alle Browser-Elemente wie URL-Zeile etc. Maximale Platzausnutzung wink

 
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Angefangen am 05 Sep 2014 - 23:07 - Version 1

Tagungsbände als Diskussionsräume?

Es begann 2006. Nach der GMW-Jahrestagung beschlich mich ein ungutes Gefühl. Mir schien, dass die GMW-Jahrestagung zwar über innovative Ansätze im eLearning sprach, sie aber selbst nicht lebte. Aus diesem Grund formulierte ich einige Wünsche für die GMW 2007:

  • Alle Paper vor der Konferenz in elektronischer Form
    • Ich möchte mich auf die Konferenz vorbereiten können. Erhalte ich die Paper erst an der Konferenz, so fehlt mir dafür die Zeit.
    • Ich möchte, dass die Präsentierenden nicht einfach ihr schriftliches Paper vorlesen, denn lesen kann ich selbst. Wissen die Referierenden, dass ich ihr Paper bereits kenne, werden sie hoffentlich ihre Präsentation anders gestalten.
  • Virtuelle Konferenz-Plattform vor, während und nach der Konferenz (Wiki?)
    • Ich möchte vor, während und nach der Konferenz zu den Präsentationen und Themen der Konferenz diskutieren und Fragen stellen können.
  • Funknetzwerk im Konferenzbereich
    • Ich möchte auch während der Konferenz das Internet als Werkzeug und Medium nutzen können, ohne in einen speziellen Raum gehen zu müssen.
  • Nahe beieinanderliegende Konferenzräume
    • Ich möchte dadurch das Gefühl einer Conferenz-Community erleben, statt alleine durch Gänge und Gebäude eilen zu müssen
    • Ich möchte rasch zwischen den Parallelsessions hin- und her wechseln können
  • Zentrale Coffee-Lounge mit bequemen Sitz- und Diskussionsmöglichkeiten
    • Ich möchte zwischen und nach Präsentationen rasch einen Ort finden, wo ich mit anderen bequem diskutieren kann.
  • Zeitliche Strukturen für Open Space, BoF-Sessions usw.
    • Ich möchte mich austauschen können, statt nur passiver Konsument von vorbereiteten Konferenz-Konservern zu sein.

Funknetzwerke wurden stabiler, die Räumlichkeiten wurden besser, aber die Idee des Tagungsbandes vor der Tagung und eine Plattform zur Tagung blieben unerfüllt, so dass ich sie 2008 wiederholte:

img003.jpg

Als es 2011 noch immer nicht geklappt hatte, startete ich während der Tagung eine Unterschriftensammlung mit der Drohung, nicht mehr zur Tagung zu kommen, wenn der Tagungsband nicht vorher online verfügbar sein würde.

Es kamen immerhin 41 Unterschriften zusammen, zumeist von an der Tagung Anwesenden:

img005.jpg

Das hatte einerseits zur Folge, dass ich in den Vorstand der GMW vorgeschlagen wurde, da man so kritische Stimmen ja ruhigstellen einbinden sollte. Zum anderen führte das dazu, dass der Tagungsband 2012 während und 2013 bereits vier Wochen vor der Tagung online verfügbar gemacht wurde.

Ein PDF zum Download anbieten? Das kann doch 2013 nicht die Speerspitze des eLearnings sein, oder? Es müsste doch möglich sein, den Tagungsband auch zu kommentieren. Damit war das Ziel gesetzt, für 2014 den Tagungsband auch kommentierbar verfügbar zu machen.

Zusammen mit Michael Hielscher (Biblionetz:p07668) ist uns das auch gelungen. Unter http://2014.gmw-online.de stehen seit August 2014 alle Tagungsbeiträge absatzweise kommentierbar zur Verfügung:

(Wer sich für die technischen Aspekte interessiert: Wordpress und Commentpress, ein Parser und ca. 2 Tage Handarbeit)

Die Website wurde zu unserer Freude genutzt. Bis zur Tagung ca. 5000 Views und etwa 110 Kommentare.

img015.jpg

An der Tagung selbst haben wir nicht unseren Tagungsbeitrag (Biblionetz:t16954) vorgelesen vorgestellt, sondern mit den Anwesenden über Erfahrungen und zukünftige Erwartungen diskutiert (siehe u.a. http://edupad.ch/tagungsbaende).

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Echo auf den Online-Tagungsband an der gesamten Tagung positiv war. Des öftern habe ich den Satz gehört: "Auch wenn ich nicht selbst kommentiert habe, so habe ich die Möglichkeit doch sehr geschätzt. Ich werde mich bemühen, nächstes Jahr zu kommentieren." Damit ist auch schon klar, dass eine Fortsetzung des Experiments nächstes Jahr erwartet wird...

In unserer Veranstaltung kam auch der Vorschlag auf, den Tagungsband gar nicht mehr zur Tagung zu drucken, sondern den Autorinnen und Autoren die Möglichkeit zu bieten, nach der Tagung ihren Beitrag nochmals zu überarbeiten. Eine bedenkenswerte Idee.

Es gab und gibt aber auch die anderen Stimmen, die vor dem zusätzlichen Aufwand für Autorinnen und Autoren warnen. Auch die Frage, wer warum (nicht) kommentiert und ob anonymes Kommentieren daran etwas ändern würde, ist noch nicht systematisch durchgedacht oder gar untersucht.

Diese neue Kommentarmöglichkeit ist ein kitzekleines Beispiel der überschüssigen Kommunikationsmöglichkeiten, von denen Dirk Baecker (Biblionetz:p00570) spricht:

Jedes neue Verbreitungsmedium konfrontiert die Gesellschaft mit neuen und überschüssigen Möglichkeiten der Kommunikation, für deren selektive Handhabung die bisherige Struktur und Kultur der Gesellschaft nicht ausreichen.
Quelle: Studien zur nächsten Gesellschaft (2007) (Biblionetz:b04152)

Mit der technischen Möglichkeit, Tagungsbände online bereits vor (oder ohne?) Tagung zu kommentieren, stellt sich die Frage erneut, welche Rolle denn die Präsenztagung im digitalen Zeitalter noch hat. Wozu nehmen die Leute zum Teil weite Reisen in Kauf, um an einer Tagung präsent zu sein? Wie lassen sich die Potenziale des physischen Zusammentreffens in einer digitalisierten Welt maximal nutzen? Die technische Innovation ist Anlass, didaktische Fragen zu stellen (sorry für den abgehobenen blah...).

Nach der Tagung muss ich erstmal ein paar Tage im stillen Kämmerlein (Tagungsmotto, ich hör dich trapsen...) brüten. Aber die Geschichte ist hier sicher noch nicht zu Ende...

(Ach und übrigens lauten die aktuellen Buzzwords zu diesen Überlegungen flipped classroom (Biblionetz:w02336) und social reading (Biblionetz:w02366).

 
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Angefangen am 05 Sep 2014 - 15:29 - Version 1

OER-Konferenz 2014, Berlin

Wo ich gerne wäre, aber nicht sein kann: An der OER-Konferenz 2014 am 12. & 13. September 2014 in Berlin:

Ein spannendes Programm und einige interessante Leute!

 
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Angefangen am 05 Sep 2014 - 14:34 - Version 1

Tagungsankündigung GMW 2015 und DeLFI 2015

Vom 1. bis 4. SEptember 2015 werden die beiden Jahrestagungen der GMW und der DeLFI gemeinsam in München unter dem Motto Interdisziplinarität - Digitale Medien an der Schnittstelle zwischen Informatik, Natur- und Geisteswissenschaften stattfinden:

gmw15.jpg
http://www.interdis2015.de/

 
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Angefangen am 11 Aug 2013 - 10:19 - Version 2

Wie kam man eigentlich ins Internet bevor es Computer gab?

"Papa, wie kam man eigentlich ins Internet, bevor es Computer gab?" (Biblionetz:f00155) ist eine schöne Anektote der modernen Zeit, illustriert sie doch wunderbar, wie sich heutige Kinder die Zeit vor dem Internet gar nicht mehr vorstellen können.

Auch ich erzähle diese Anektote ab und zu, was mindestens in einem Fall dazu geführt hat, dass eine Journalistin meinte, mein Sohn habe mich das gefragt. Hat er aber nicht, wie die seriöse Journalistin dank Rückfrage vor Publikation erfahren hat. Ich habe mich auf die Suche nach der Quelle dieser Geschichte gemacht und erfahren, dass die Geschichte mindestens drei Väter (und eine Tochter) hat wink

Die Geschichte scheint so gut zu sein, dass sie bereits als urban legend (Biblionetz:w01156) oder Internet-Meme (Biblionetz:w01161) im Netz kursiert.

Update:

Vielleicht nicht gerade diese Frage, aber grundsätzlich eignen sich Kinderfragen als Ausgangslage für den Primarschulunterricht- auch in der Informatik. Dazu wird Christian Borowski am 10.09.2014 an der PH Bern berichten:

5. BERNER KOLLOQUIUM "ICT UND UNTERRICHT" 2014.
Mittwoch 10. September 2014, 17.45-19.00 Uhr:

Wie funktioniert das? Fragen von Schülerinnen und Schülern der Primarschule als Ausgangspunkt des Unterrichts

Christian Borowski (Grundschule in Oldenburg sowie Uni Oldenburg)

Wie funktioniert das Internet? Wie heisst der grösste Roboter der Welt? Ist das Internet überall gleich? Wozu gibt es eigentlich Handys? Wie viel MB hat eine Playstation? Diese und andere Fragen sind Ausgangspunkte der hier entwickelten Unterrichtsideen zur Informations- und Kommunikationstechnologie. Die Kinderfragen lassen sich in verschiedenen Kategorien einteilen. Es werden Verweise gegeben, die den Lehrerinnen und Lehrern helfen sollen Unterrichtsmaterialien zu finden und den Themenbereich spannend für Schülerinnen und Schüler zu gestalten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Beantwortung technischer Fragen.

Ort: PHBern, Institut für Medienbildung, Helvetiaplatz 2, CH-3005 Bern
Kosten: Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht nötig.

Siehe auch http://doebe.li/t12263

 
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Topic revision: r31 - 13 Feb 2013 - 08:39:07 - BeatDoebeli
 
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