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Beats Weblog


Angefangen am 28 Jan 2015 - 22:12 - Version 1

Über das allmähliche Verschwinden von RSS

Im Rahmen des Weiterbildungskurses Persönliches Wissensmanagment mit digitalen Werkzeugen habe ich auf Wunsch der Teilnehmenden im heutigen Kursblock einen Input unter dem Titel Als Lehrperson digital à jour bleiben gehalten.

Unter anderem habe ich RSS (Biblionetz:w01650) als praktisches Datenformat für das Handling von News-Objekten propagiert.


Die blau hinterlegten Folien des Referats stammen von 2009...

Ich bedaure noch immer, wie stiefmütterlich RSS in letzter Zeit behandelt wird. Den grössten Rückschlag für RSS als allgemeines Newsobjektformat war vermutlich das Einstellen des Google Readers im Juli 2013. Selbstverständlich gibt es Alternativen, aber dafür muss man bereits wissen, was RSS ist und wie man diese Alternativen installiert.

Ich hege den Verdacht, dass alle Social-Media-Unternehmen RSS zu unterdrücken versuchen, weil RSS ihrem Geschäftsmodell widerspricht:
  • RSS ist weitgehend werbefrei (keine Werbebanner etc.)
  • RSS ist meist ohne Anmeldung nutzbar, deshalb lassen sich aus der RSS-Nutzung nur schlecht User-Nutzungsprofile generieren (die sich wiederum monetarisieren lassen)
  • RSS ist ein offenes Format, so dass sich User nicht auf eine Plattform / Firma einlassen müssen und dort gefangen sind (Lock-In-Effekt (Biblionetz:w02373))

Mir ist darum klar, warum Facebook, Twitter und Google+ keine RSS-Feeds ihrer News (mehr) anbieten. Weniger klar ist mir, warum z.B. Web-Browser immer stärker auf die RSS-Unterstützung verzichten. Apple hat vor längerer Zeit die RSS-Unterstützung sang- und klanglos aus seinem Browser entfernt. Heute im Kurs musste ich nun feststellen, dass auch im Firefox das RSS-Icon in der Adresszeile seit Version 4 nicht mehr angezeigt wird (weil weniger als 3% der User es angeklickt haben). Natürlich lässt es sich durch ein Plugin wieder hervorzaubern, aber wer nicht weiss, was RSS ist, wird auch nie auf die Idee kommen, ein entsprechendes Plugin zu installieren...)

Ebenfalls Totengräber von RSS sind Dienste wie Pinterest. Sie bieten auf den ersten Blick eine ähnliche Funktionalität an wie ein RSS-Feed, nämlich eine Aggregation von News-Schnipseln aus unterschiedlichen Quellen. Was mich jedoch aggresiv gegenüber solcher Aggregation macht, ist die Tatsache, dass ich einerseits ein Konto benötige, um bei Pinterest mehr als die ersten paar Schnipsel sehen zu können, ich immer auf deren Seite vorbeigehen muss und ich die News nicht (wie bei RSS) automatisiert weiterverarbeiten kann.

Ich lehne mich jetzt etwas weit zum Fenster hinaus, aber ich behaupte, dass Leute das Potential von RSS besser würdigen könnten, wenn sie über Informatikkenntnisse und computational thinking (Biblionetz:w02206) verfügen würden. Sie sähen dann, dass sich ein RSS-Feed als Bindeglied in einer (auch automatisierten) Informationskette verwenden lässt, während Dienste wie Pinterest ineffiziente Informationssackgassen sind.

(Da die Kursteilnehmenden im ersten Teil von heute Nachmittag etwas über Wikis wissen wollten, wissen die nun auch, dass dieser Blog eigentlich auch ein Wiki ist und sie eigentlich alles ändern könnten wink )

 
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Angefangen am 25 Jan 2015 - 23:13 - Version 1

Call der GMW-Jahrestagung 2015

Vom 1. bis 4.09.2015 findet in München die GMW 2015 statt (zusammen mit der DeLFI 2015. Diese Woche wurde der Call for Contributions publiziert:

Die Fragen des sinnvollen Medieneinsatzes in Hochschullehre und Forschung sind zentral für die Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft e.V. (GMW). Jährlicher Höhepunkt der GMW-Aktivitäten ist die europäische Fachtagung an deutschen, österreichischen und Schweizer Veranstaltungsorten. Die diesjährige 23. Jahrestagung findet zusammen mit der Jahrestagung der Fachgruppe e-Learning der Gesellschaft für Informatik e.V. (DeLFI?) statt. Veranstalter der GMW ist die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), Veranstalter der DeLFI? die Technische Universität München (TUM).

Das Motto der gemeinsamen Tagung lautet *„Digitale Medien und Interdisziplinarität: Herausforderungen, Erfahrungen, Perspektiven“.*

1. Themenbereiche

An der Erforschung und Erprobung der entsprechenden mediengestützten Lern- und Arbeitszenarien sind Spezialistinnen und Spezialisten aus unterschiedlichsten Domänen beteiligt. Damit steht die Aktivität der GMW unter dem Zeichen der Interdisziplinarität. Bereits etabliert sind Fächerkombinationen wie die Mediendidaktik oder Medieninformatik. Im wissenschaftlichen Alltag entstehen jedoch deutlich mehr interdisziplinäre Schnittstellen, die nicht unbedingt einen Namen tragen. Diese sind das Thema der GMWTagung 2015. Dabei werden in den einzureichenden Beiträgen u.a. folgende Fragen angesprochen:
  • Wo liegen die interdisziplinären Impulse?
  • Welche interdisziplinären Bereiche können entstehen oder sind schon entstanden?
  • Mit welchen spezifischen Problemen sind sie verbunden?
  • Welche Lösungen bieten sich dafür an?
  • Welche Medienkompetenzen empfehlen sich vor diesem Hintergrund?
  • Wie können diese gefördert werden?

[...]

6. Termine

  • Einreichungsfrist für alle Formate: 01.3.2015
  • Benachrichtigung über die Zulassung: 17.5.2015
  • Einreichung der finalen Beiträge: 21.6.2015

Den kompletten Call lässt sich hier PDF-Dokument.

 
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Angefangen am 24 Jan 2015 - 15:43 - Version 1

Unterrichtsmaterialquelle EducETH versiegt

Aus der Kategorie "Was ist eigentlich aus X geworden?":

Im Jahr 2006 wurde der Unterrichtsmaterialserver educETH.ch unter damals neuer Leitung neu gelauncht. Ein aktueller Besuch der einzelnen Fachbereiche zeigt jedoch: Seit 2006 ist nicht wirklich viel neues Material dazu gekommen.

Schade.

educeth-biologie.jpg

educeth-chemie.jpg

educeth-geografie.jpg

educeth-informatik.jpg

educeth-mathematik.jpg

educeth-physik.jpg

educeth-sport.jpg

educeth-umweltlehre.jpg

educeth-weiteres.jpg

 
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Angefangen am 19 Jan 2015 - 22:12 - Version 1

Es waren zu viele Argumente vorhanden

Zusammenfassung: Ich ärgere mich über einen bisher nicht behebbaren Fehler in Acrobat 11. Nicht weiter relevant, aber ich schreiben mir den Ärger von der Seele. grbml

Ich digitalisiere ja viel Text (siehe Digitalisieren auf die harte Tour und Digitalisieren auf die weiche Tour). Dazu gehört auch die Texterkennung, sprich neudeutsch OCR. Lief bis vor einiger Zeit problemlos. Ohne erkennbaren Grund fühlt sich aber Acrobat 11 überfordert mit der Aufgabe und meldet nach Beendigung des Vorgangs:

zuvieleargumente-01.png

Im Internet bin ich bisher nicht wirklich fündig geworden, die Tatsache, dass jemand im Jahr 2009 mit Acrobat 9.2 das gleiche Problem zu haben scheint, macht mich auch nicht wirklich glücklich.

Heute habe ich Acrobat 11.0.10 vollständig deinstalliert, alle übrig gebliebenen Verzeichnisse von Acrobat gelöscht und alles frisch installiert. Das hatte immerhin den Vorteil, dass Acrobat nun nicht mehr über 9 GB Platz auf meiner SSD belegt (weil alle Installationsbackups von 11.0.00 bis V11.0.10 nun wenigstens weg sind). Aber das Problem habe ich weiterhin.

Sachdienliche Hinweise, die nicht auf einen Wechsel des Betriebssystems oder der Software hinauslaufen, nehme ich gerne entgegen.

Windows 7 SP1 64bit, 16 GB RAM, mehr als 60GB freier Platz auf der SSD, Acrobat 11.0.10, frisch installiert.

 
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Angefangen am 16 Jan 2015 - 10:51 - Version 1

Welche Präsentationstechnik für Sek-II-Schulzimmer?

Ich wurde kürzlich gefragt, welche (digitale) Präsentationstechnik ich denn für Schulzimmer auf der Sekundarstufe II (Gymnasium/Berufsschule) empfehlen würde. Eine schwierige Frage. In meinem Referat CDs abspielen mit dem interaktiven Whiteboard habe ich mich kritisch mit interaktiven Whiteboards auseinandergesetzt, Auswirkungen der Digitalisierung auf Präsentationswerkzeuge analysiert (ab Folie 35) und Alternativen präsentiert.

dig-praes01.png

Meine Kriterien für IWB-Alternativen waren damals konvergent, offen, einfach:

dig-praes02.png

Als Erläuterung dazu meine aktuellen Überlegungen:

  • Geräte der Schülerinnen und Schüler bei der Planung mit einbeziehen
    In den nächsten Jahren werden an Sek-II-Schulen die Schülerinnen und Schüler persönliche digitale Geräte (Notebooks, Tablets, Smartphones) im Unterricht nutzen. Das kommt so, auch wenn sich das gewisse Schulen noch nicht vorstellen können und hat zwei Konsequenzen:
    • Schülergeräte reduzieren einerseits die Bedeutung einer grossen zentralen Anzeigemöglichkeit (Beamer oder Grossbildschirm), denn alle haben ja auch einen eigenen Bildschirm. (bitte nicht reduzieren als ersetzen lesen, danke.)
    • Durch persönliche Schülergeräte wächst das Bedürfnis, auch deren Bildschirminhalte auf einer Grossanzeige darstellen zu können. Hier existieren (leider mehrere) Standards, die dies unkompliziert per WLAN ermöglichen (AirPlay, Miracast, Chromecast) (siehe DemokratisierungDesBeamers). Bei einer Neuinstallation sollte diese Möglichkeit mitgedacht werden.

  • Langlebigkeit des Mobiliars versus rasche technologische Veränderungen
    Zum Stichwort offen: Ich würde derzeit keine Präsentationstechnik einbauen, die als abgeschlossenes Gesamtsystem den heutigen technischen Möglichkeiten und Standards entspricht und somit eindrücklich wirkt. Stattdessen stelle ich mir eher eine modulare Installation vor, deren einzelne Komponenten auch mit zukünftigen Entwicklungen Schritt halten oder dann einzeln ersetzt werden können (also z.B. Beamer an der Decke, die nicht auf bestimmte Software oder andere Hardware ausgerichtet, sondern allgemein nutzbar sind).

  • Zum Stichwort einfach:
    Ich rate von Lösungen ab, deren Nutzung eine halbtägige Schulung erfordert. Theoretisch klappt das wunderbar bei Lehrpersonen, die 100% an einer Schule unterrichten und diese Systeme täglich benutzen. Praktisch ist es sehr mühsam als Lehrperson mit Teilpensum an einer oder mehreren Schulen mit unterschiedlich zu nutzender Präsentationstechnik konfrontiert zu sein.
    • Wenn komplexe Präsentationstechnik, dann im Besitz der Lehrperson. Eine Lehrperson soll ihr bevorzugtes Präsentationsgerät mit ihrer bevorzugten Software nutzen können (Stichwort offen). Freaks können damit die wildesten Dinge tun, für weniger Interessierte tut es dann auch eine simple Präsentationssoftware.
    • Eine Kreidewandtafel hat weiterhin unschlagbare Vorteile. Auch hier gilt der Grundsatz sowohl-als-auch statt entweder-oder. Nur weil digitale Geräte Einzug im Schulzimmer halten, muss nicht zwingend die analoge Technik verschwinden. Die meisten von mir befragten Lehrpersonen wünschen sich moderne digitale Präsentationswerkzeuge und daneben eine traditionelle Kreidewandtafel (nein: kein Whiteboard, der Kontrast ist einfach schlechter).
    • Eine Dokumentenkamera zum Beamer ist für gewisse Fächer und Unterrichtsszenarien bedenkenswert, lassen sich doch damit im Gegensatz zum Hellraumprojektor normale Blätter und sogar Gegenstände (Experimente etc.) projizieren. Bei fehlendem Budget lässt sich das auch mit einem an einem Ständer festgeklemmten digitalen Lehrergerät erreichen, aber Dokumentenkameras sind einfacher in der Bedienung und verfügen meist noch über eine integrierte Beleuchtung.

Gibt es weitere Empfehlungen?


 
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Angefangen am 15 Jan 2015 - 15:20 - Version 1

Geht das Modul "Medien und Informatik" vergessen?

Im Herbst 2014 wurde der Lehrplan 21 (Biblionetz:w02172) von der D-EDK verabschiedet. Im Kurzvideo von SRF mySchool wird erklärt, dass die Harmonisierung ein Ziel des Lehrplans 21 sei: Ein Lehrplan statt 21 unterschiedliche Lehrpläne.

"Medien und Informatik" ist im Lehrplan 21 ein verbindliches Modul (Biblionetz:t17000), die geforderte Verbindlichkeit für digitale Kompetenzen ist somit gegeben.

Somit alles bestens?

Volksschulbildung ist jedoch weiterhin Kantonssache, nichts von schweizweiter Einheitlichkeit. Und wenn ich die aktuellen Zeitungsberichte lese, mache ich mir gewisse Sorgen, wie es um die Verbindlichkeit des Moduls "Medien und Informatik" steht.

Anfang dieser Woche gab der Kanton Luzern bekannt, wie er die Stundentafeln aufgrund des Lehrplans 21 neu zu gestalten gedenkt. Unter anderem berichtet die Neue Luzerner Zeitung in ihrer Ausgabe vom 13.01.2015 über die geplanten Veränderungen (Biblionetz:t17385, meines Wissens nicht online verfügbar):

t17385.jpg

Im Lead des Artikels steht:

So will der Kanton Luzern den neuen Lehrplan umsetzen: Während auf Sekundarstufe Lektionen abgebaut werden, müssen Primarschüler stärker ran: mehr Französisch, Deutsch, Mathematik, Mensch und Umwelt sowie Musik.

Hmm, Medien und Informatik wird nicht prominent erwähnt. Genauer gesagt: Medien und Informatik wird im Artikel gar nicht erwähnt, auch wenn sonst detailliert aufgeführt wird, was sich alles ändert:

Kurzfristig wird die Einführung des neuen Lehrplanes zu Mehrkosten führen, denn auf Stufe Primar wird ordentlich ausgebaut:
  • Mehr Deutsch: In der 1. und 2. Klasse wird pro Woche eine Lektion mehr Deutsch unterrichtet (6 statt 5).
  • Mehr Französisch: In der 5. und 6. Klasse pro Woche eine Lektion mehr Französisch (3 statt 2).
  • Mehr Mathematik: In der 3. und 4. Klasse pro Woche eine Lektion mehr Mathematik (5 statt 4).
  • Mehr Mensch und Umwelt: (neu Natur, Mensch, Gesellschaft): Von der 3. bis zur 6. Klasse pro Woche eine Lektion mehr (6 statt 5).
  • Mehr Musik: In der 5. und 6. Klasse pro Woche eine Lektion mehr Musik (2 statt 1).
  • Weniger textiles und technisches Gestalten: Insgesamt fallen sechs Lehrerlektionen weg. In der 5. und 6. Klasse wird je eine Lektion weniger unterrichtet (2 statt 3). In der 1. und 2. Klasse wird je eine Halbklassenunterrichtsstunde gestrichen.

Woran liegt das? Primär daran, dass der Kanton Luzern das Modul Medien und Informatik in der Primarschule nicht in der Stundentafel aufführt, wie dem Foliensatz der entsprechenden Medienkonferenz PDF-Dokument zu entnehmen ist:

luzern-lp21.jpg

Medien und Informatik ist im Kanton Luzern erst auf der Sekundarstufe I (neu: Zyklus 3) mit zwei Jahreslektionen vorgesehen:

luzern-lp21-2.jpg

Was mir grad mehr Sorgen macht, als dass Luzern das Modul auf der Primarschulestufe integriert unterrichten will, ist die damit einhergehende Gefahr, dass das Thema vergessen geht - der oben zitierte Artikel ist ein Beispiel dafür. Dass Medien und Informatik auch auf der Primarschule eine Neuerung darstellt, die einiges an Weiterbildungsaufwand generieren wird, geht unter.

Ähnliche Sorgen kann man sich auch machen, wenn man die Aussagen des Zuger Bildungsdirektors vom vergangenen Dezember anschaut. Unter dem Titel "In Zug ist schon vieles umgesetzt" (Biblionetz:t17357, meines Wissens nicht online verfügbar) lässt sich der Zuger Bildungsdirektor Schleiss folgendermassen zitieren:

t17357.jpg

Die Einführung des Lehrplans 21 ist sicher nicht gratis. Im Kanton Zug ist aber Sparen angesagt. Wie schaffen Sie diesen Spagat?
Schleiss: Die Regierung hat im Vorfeld die Leitlinien festgelegt. Darin wird festgehalten, dass die Umsetzung keine Mehrkosten verursachen darf.
Das heisst: Es braucht auch keine zusätzlichen Weiterbildungen für die Lehrer?
Schleiss: Nein, braucht es nicht. Sie unterrichten schon jetzt weitgehend kompetenzorientiert. Lücken können wir im Rahmen unserer jährlichen Weiterbildungsbudgets schliessen.

Natürlich ist der Platz in Zeitungsartikeln und -interviews beschränkt.

Ich frage mich aber trotzdem, ob mich diese Nichterwähnung des Teillehrplans "Medien und Informatik" nicht beunruhigen soll. Fliesst dieses Thema nämlich nicht in die Aus- und Weiterbildung der Lehrpersonen ein, so bleibt die Verbindlichkeit toter Buchstabe.

 
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Angefangen am 15 Jan 2015 - 11:32 - Version 1

Kürzere URLs für meine Vorträge

Bei den meisten meiner Vorträge sind die Folien bereits zu Vortragsbeginn online. Oft verweise ich auch auf die entsprechende URL, damit Interessierte direkt auf die Folien und die dort hinterlegten Links zugreifen können, statt sich Notizen oder ein Foto machen zu müssen.

Ordentlich wie ich bin ;-), sind alle meine Vorträge unter http://doebe.li/talks abgelegt. Das bedeutet aber, dass alle Vortrags-URL bisher auch damit begannen:

Zum Aufschreiben aber eigentlich immer noch zu lang. Endlich habe ich mir die Viertelstunde Zeit genommen, um dieses aus Usability-Sicht unnötige talks aus der kommunizierten URL zu entfernen.

90% meiner Vorträge sind in einem Verzeichnis, dessen Bezeichnung aus einer Anzahl Kleinbuchstaben gefolgt von einer zweistelligen Jahreszahl besteht (siehe oben). Somit kann ich den Webserver anweisen, bei einer entsprechenden Anfrage nachzuschauen, ob es ein solches Verzeichnis im Unterverzeichnis talks gibt und gegebenenfalls die Anfrage dorthin umzuleiten:

RewriteCond %{DOCUMENT_ROOT}/talks/$1 -d
RewriteRule ^/([a-z]+[0-9]{2}) /talks/$1 [R=301]

Nun lassen sich obige Vorträge mit noch weniger Tippen erreichen:

(das funktioniert nun mit ca. 120 meiner Vorträge...)

http://doebe.li/test23 wird jedoch nicht nach /talks umgeleitet, da es bisher kein Verzeichnis test23 dort gibt.

Reguläre Ausdrücke machen Spass smile

Und ceterum censeo: Publizierte Webadressen dürfen nicht sterben (Biblionetz:a00150)

Und als ich das von .htaccess ins .conf-File übernehmen wollte, dauerte es dann doch noch weitere 30 Min. bis alles klappte...

 
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Angefangen am 29 Dec 2014 - 23:17 - Version 1

Im Turicum durch die Stadt

Gestern Sonntagabend hat das Twike-Fahren (Biblionetz:w02093) wieder mal besonders Spass gemacht. Heftiges Schneetreiben in der Stadt, Schneematsch auf den Strassen. In der Schlyfi blieb der 34er-Bus im Schnee stecken, bzw. konnte die Steigung nicht mehr bewältigen. In solchen Situationen ist es dann eine Freude, den Blinker rauszutun und mit dem Elektromobil am stehen gebliebenen Bus vorbeizufahren (Bei der Heimfahrt habe ich gar ein SUV überholt - mache ich ja sonst nicht oft, aber 19km/h auf gerader Strecke war mir dann doch zu langsam...)

w02093.jpg

Heute habe ich nun im Tages anzeiger über die Pionierzeit der Zürcher Automobilindustrie gelesen (Biblionetz:t17371), insbesondere über die dreirädrigen Elektromobile (Biblionetz:w02092) der Tribelhorn AG :

tribelhorn.jpg

Eine besondere Stellung unter den Zürcher Autofabriken nimmt Tribelhorn ein. Der Elektrotechniker Johann Albert Tribelhorn beginnt 1902 mit dem Bau elektrisch betriebener Personenwagen und Nutzfahrzeuge. Das Problem der geringen Reichweite von Akkumulatoren-versorgten Elektrofahrzeugen versucht der gebürtige Zürcher mit einem Netz von Aufladestationen zu lösen. 1912 stehen 24 Stationen in der Deutschschweiz zur Verfügung, eine davon befindet sich direkt beim Elektrizitätswerk Selnau.

[...]

Neben den sehr populären zweiplätzigen Ärzteautos, die rund 9500 Franken kosten, stellt Tribelhorn auch Luxuswagen her. Vor allem Vertreter des Grossbürgertums, wie Sprüngli in Kilchberg oder Sulzer-Seifert in Winterthur, fahren diese Karossen. Je nach Typ sind die Autos für Selbstfahrer oder Chauffeure gebaut. Letztere sind Gefährte, die Kutschen ähneln. Für die Chauffeure offeriert Tribelhorn drei- bis viertägige kostenlose Fahrkurse. Die Chauffeure müssen sich auch mit der Technik des Fahrzeugs vertraut machen. Sind die Leistungen der angehenden Berufsfahrer genügend, erhalten sie ein Zeugnis als «Elektromobilführer» ausgestellt.

 
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Angefangen am 16 Dec 2014 - 10:03 - Version 1

Kurs: Persönliches Wissensmanagement mit digitalen Werkzeugen

Seit einigen Jahren leite ich jeweils im Januar einen Weiterbildungskurs an der PHSZ:

Persönliches Wissensmanagement mit digitalen Werkzeugen

Kursziel
Lehrpersonen sind Knowledge-Worker. Sie benötigen Strategien und Werkzeuge, um die zunehmende Informationsfülle bewältigen und sich selbst à jour halten zu können. Der Kurs bietet Gelegenheit, die eigenen Wissensmanagementstrategien zu überdenken sowie digitale Werkzeuge für das eigene Wissensmanagement kennen und besser nutzen zu lernen.

Kursinhalt
So wenig Theorie wie nötig, dafür Erfahrungsaustausch und praktische Arbeit am eigenen Computer sollen den Kurs prägen, der aber auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden eingehen möchte.

Mögliche Themen:

  • Wenn ich wüsste, was ich weiss!
  • Dokumentenmanagement auf den eigenen digitalen Geräten (Notebook, Tablet, Smartphone).
  • Mit der Mailflut umgehen.
  • Suchen und Recherchieren im Internet.
  • Präzis informiert bleiben mit RSS & Co.
  • Visualisieren und strukturieren mit Papier und Notebook (Mind Maps/Concept Maps)

Der Kurs lässt sich schlecht vorbereiten, denn ich will auf die Bedürfnisse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingehen und diese ändern sich auf der konkret technischen Ebene praktisch jedes Jahr. War es vor wenigen Jahren noch ein Thema, den USB-Stick durch einen Cloudspeicher abzulösen, so war letztes Jahr unter anderem das Thema der Datensynchronisation im eigenen Gerätezoo relevant. Der Kurs liefert somit nicht primär vorbereitete Inputs, sondern Zeit um sich mit der eigenen Arbeitsweise zu beschäftigen und neue (digitale) Werkezuge zu diskutieren und auszuprobieren.

Ich lerne bei diesen Kursdurchführungen selbst auch relativ viel, z.B. wie unterschiedlich persönliche Arbeitsweisen und schulische Vorgaben und Ausstattungen bei Lehrpersonen sind. Weder im Kurs noch in einem Schulhaus lässt sich eine Lösung für alle verordnen - Persönliches Wissensmanagement ist eben persönlich wink

Alle Kursnotizen sind - welch Überraschung - in einem Wiki öffentlich zugänglich.

pwmdw2.jpg

Was ich auch lerne: Die Nachfrage nach diesem Kurs schwankt von Jahr zu Jahr. Während der Kurs manchmal doppelt geführt werden muss, fehlen in anderen Jahren die Anmeldungen. Dieses Jahr z.B. hat es noch freie Plätze (2x3h am 14. und 28. Januar 2015 in Goldau)...

 
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Angefangen am 16 Dec 2014 - 08:55 - Version 1

Projektschule für einmal auf Französisch

Normalerweise freuen sich nichtschweizerische Besucherinnen und Besucher dieses Blogs, wenn ich wiedermal einen Radio- oder Fernsehbeitrag aus der Schweiz vermelde, in welchem Schweizerdeutsch gesprochen wird. Heute kann ich etwas anderes bieten:

Gestern Abend hat das Westschweizer Fernsehen in der Tagesschau einen Bericht zum Thema "Smartphones in der Schule" (Biblionetz:w01971) ausgestrahlt und dabei das Gymnase intercantonal de la Broye und die Projektschule Goldau (Biblionetz:w02462) besucht sowie den Leiter der Fachstelle http://www.fri-tic.ch, Nicolas Martignoni interviewt. Der Bericht ist selbstverständlich auf Französisch:

Fazit: Lieber das Gerät auf als unter dem Tisch!

 
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Topic revision: r31 - 13 Feb 2013 - 08:39:07 - BeatDoebeli
 
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