Beispiel Bildbearbeitung

03 Oct 2016 - 09:00 | Version 8 |

Alltagsbezug

Bilder begleiten uns im Alltag in verschiedensten Formen: als Werbung, in der Zeitung, auf Webseiten, in Social Media Kanälen, im Fernsehen und auf Videoplattformen. Bilder lassen sich nach verschiedenen Kriterien kategorisieren, beispielsweise nach der Funktion (informierende, unterhaltende, erklärende Bilder etc.), nach den Motiven oder nach der verwendeten Bildtechnik (Fotografie, Zeichnung, Diagramm, Piktogramm etc.). Eine weitere Kategorisierung stellt die Unterteilung in Abbilder (Fotografie, Produktabbildung etc.), Schematische Bilder (Karte, Organigramm, Piktogramm etc.) und Logische Bilder (Diagramm, Concept-Map etc.) dar. Das Verständnis für die Bildsprache, die Wirkung von Bildern und das Beschaffen und Bearbeiten von Bildern sind ein zentraler Gegenstand einer digitalen Bildung. Dieses Verständnis liefert auch die Grundlage zur Beurteilung des Aussagekraft eines Bildes und zur Erkennung von Bildmanipulationen.

Perspektiven des Dagstuhl-Dreiecks

w02887.png Auf was muss ich beim Fotografieren mit meinem Smartphone achten? Welche Einstellungen zu Auflösung etc. sind zweckmässig? Wie kommt ein Bild vom Smartphone auf den Computer? Wie kann ich Bilder zuschneiden, die Bildgrösse und die Auflösung verändern? Wo finde ich ein kostenloses Bildbearbeitungsprogramm?
w02889.png Was für Bildarten gibt es? Was zeichnet gute Bilder aus? Inwieweit geben Bilder die Wirklichkeit wieder? Nach welchen Kriterien werden die besten Pressefotos eines Jahres ausgewählt? Wie manipulieren uns Bilder in der Werbung? Kann ich Bildmanipulationen erkennen?
w02888.png Für welche Zwecke eignen sich Pixel- bzw. Vektorgrafiken? Wie werden Bilder codiert? Wie können Bilder komprimiert werden? Was versteht man unter Farbmodellen wie RGB und CMYK? Was ist der Zusammenhang zwischen Auflösung, Bildgrösse und Dateigrösse? Was sind die Vor- und Nachteile der verschiedenen Bildformate?

Verwandte Beispiele

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Unterrichtseinheiten

  • Themenbereiche anhand von Bilder-Kollektionen analysieren und interpretieren:
    Die Lernenden sammeln zu einem Thema (z.B. Migration, Idole, Fussball, Mode, Atomkraft, Internet) eigene Bilder (eigene Fotografien, Bilder über Google-Bildersuche, Bilder aus Medien etc.). Die Bilder werden online in einer Collage / auf einem Poster gesammelt. Anschliessend werden ausgehend von den Bildersammlungen verschiedene Fragen diskutiert: Welche Aspekte / Stereotypen des Themas zeigen die Bilder? Welche Aspekte des Themas werden von den Bildern nicht gezeigt? Welche drei Bilder gefallen besonders gut / besonders schlecht? Gibt es unterschiedliche Präferenzen je nach Geschlecht, Herkunft etc.?
  • Bilder selbst manipulieren:
    Der Trend zu einer bebilderten Informationsvermittlung hat in den letzten Jahren dramatisch zugenommen. Diese Entwicklung ist nicht unproblematisch. Immer mehr Menschen informieren sich über (bewegte) Bilder und glauben damit, komplexe Sachverhalte zu verstehen. An die Stelle einer differenzierten Betrachtungsweise tritt oft eine naive Bildergläubigkeit. Bilder fördern so nicht eine kritische Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit, sondern sie verhindern geradezu.
    Weil Bilder heutzutage allgegenwärtig sind und einen grossen Einfluss ausüben, lohnt es sich, dieses Phänomen im Unterricht genauer zu thematisieren. Die Schüler sollen erkennen, dass jedes Bild mit einer gewissen Absicht ausgewählt und in einem bestimmten Kontext gezeigt wird. Diese Darstellung stellt einen selektiven Ausschnitt der Welt dar, ohne Anspruch auf endgültige Wahrheit.
    Über die Macht der Bilder zu sprechen ist sinnvoll, nachhaltiger und spannender ist es, wenn die Schülerinnen und Schüler selber aktiv Bilder verändern können. Die Erfahrung, wie einfach Bilder manipuliert und damit auch die Bildaussagen verändert werden können, schärft das Bewusstsein, dass auch Bilder lügen können.
    Quelle / Informationen: Die Macht der Bilder (Rémy Kauffmann)
  • Selbst ein kleines Bildbearbeitungsprogramm erstellen:
    Bilder im Pixelformat lassen sich einfach als Matrix codieren mit den Farbwerten in den einzelnen Zellen. Diese Matrix lässt sich mittels gängiger Programmiersprachen einfach bearbeiten: Entfernung von roten Augen, Spiegeln von Bildern, Verändern der Auflösung, Lauflängencodierung zur Kompression usw. Die entsprechenden Algorithmen und Programme ermöglichen einen Blick unter die "Motorhaube" eines Bildbearbeitungsprogramms.

Diskussion

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