Sind Naturwissenschaften an der Kantonsschule untervertreten? Ja, schon alleine in den Stundenzahlen und der Gewichtung. Beispiels weise zählt Zeichnen drei mal so viel wie ein einzelnes naturwissenschaftliches Fach. Wenn man von den Schwerpunktfächern absieht, werden viele Chancen verschenkt, interessierte Schüler besser auf ein breites Spektrum an Studiengängen vorzubereiten. An der AKSA wurde dieses Problem erkannt und mit der Einführung des Akzentfaches Nawimat angegangen.

Erörterung:

Christine Holchs Text „Die Kleinen vorneweg“ behandelt das Auftreten krimineller Jugendbanden, hier im Beispiel bestehend aus Migrantenkindern, ihre soziale Lage und die öffentliche Reaktion auf diese. Die zentrale Frage im Text ist, welche Massnahmen man treffen sollte um das Problem in den Griff zu bekommen. Die Antworten auf diese Frage fallen meist polarisiert aus und haben den Charakter einer gegenseitigen Schuldzuweisung, wobei ihm Text dargestellt wird, dass auf staatlicher Seite nicht gehandelt wird. Auf der einen Seite wird eine möglichst harte Strafe gefordert, hier Haftstrafe, was vor allem auf bürgerlicher Seite passiert. Auf der anderen, vor allem der sozial-demokratischen, Seite schlägt man Prävention und Jugendhilfe vor. Trotz oder gerade wegen der Polarisierung der gibt es auch die Ansicht, dass das Thema in der Öffentlichkeit übertrieben dargestellt und zur Stimmungsmache ausgenutzt würde.

Meiner Meinung nach sollte man das Problem ernst nehmen und auch etwas konkretes dagegen unternehmen. Es mag stimmen, dass es schon immer Kriminalität gab, genauso wie es auch immer Verbrechen geben wird. Diese Erkenntnis ist eher im Bereich der Binsenwahrheiten anzusiedeln, kann also auf jede Situation angewendet werden und zeugt nicht von einer tieferen Betrachtung der Vorfälle und deren Ursachen, die immer wieder anders sind genau wie die Konsequenzen der Kriminalität. Jugendkriminalität ist in vielen Punkten von „erwachsener“ Kriminalität abzugrenzen, vor allem aber darin, dass Jugendliche noch einfacher zu beeinflussen sind, sowohl zu als auch weg vom Gesetz. Und das ist der springende Punkt: Schon kleine Massnahmen können sehr grosse Wirkung zeigen und einen rechten Teil der kriminellen Jugendliche wieder auf die richtige Bahn führen, während Zögern sich doppelt rächt, in dem die Jugendlichen erstens ihre kriminellen Machenschaften fortführen und zweitens sinkt die Hemmschwelle Verbrechen im grösseren Stil auszuführen als nur vereinzelte Ladendiebstähle und Vandalismus.

Die Frage der Strafe ist für die meisten Menschen weniger eine Frage, ob sie stattfinden sollte als mehr wie genau. Um mich wieder in den Bereich der Binsenwahrheiten zu begeben, sage ich, dass Menschen einen Hang dazu haben, vorschnell und emotional zu handeln, hier Strafen zu fordern, die über das Ziel hinausschiessen und die ich als eine drakonische Symptombekämpfung ansehe. Wie jeder Sachverhalt hat auch dieser eine Ursache, die man für eine langfristige Problemlösung analysieren sollte.

Ein grosser Teil der heutigen Jugendkriminalität hängt mit Perspektivenlosigkeit und anderen sozialen Faktoren, die vor allem, milde ausgedrückt, bildungsferne und/oder schlecht integrierte Bevölkerungsschichten betreffen. In Deutschland sind diese mit grösserer Wahrscheinlichkeit bei türkischen und kurdischen Einwanderern, in der spricht man vor allem von Jugendlichen mit Herkunft Ex-Jugoslawien, wobei die beiden zahlenmässig grösseren Gruppen tendenziell weniger gebildete Schichten waren, die einwanderten und auch öfter beide Elternteile arbeiteten. Eine Disziplinierung sollte vor allem in der Schule erfolgen. Als überzeugende Massnahme bietet sich Strafe an, sollte jedoch nicht im Vordergrund stehen, wenn es nicht darum geht eine generelle Gesellschaftsfeindlichkeit in den Jugendlichen zu festigen. Andererseits sollten auch Anreize geboten, sich in der Schule zu bemühen, ganz im Stil von Zuckerbrot und Peitsche.

ProbeSchreibtestAndi

1.Innerer Monolog. Stelle verloren, was soll ich soll jetzt tun? Hier am Bahnhof gibt es ja nicht viel anderes als Züge. Züge, Eurostar... genug Geld sollte ich haben, nur was will ich in England tun? Bekannt zu werden, das würde jetzt helfen. Die Idee ist sehr riskant, aber es funktioniert, dann bin ich berühmt. Schnell, ich muss noch rechtzeitig auf den Zug. So, noch rechtzeitig geschafft. Vielleicht sollte ich alles, was auf meine Identität oder Herkunft schliessen lässt, verschwinden lassen. Die Ausweise müssen weg, die Etiketten auch. Was passiert, wenn sie mich doch zu früh identifizieren könnten? Was könnte mich verraten? Langsam komme ich immer näher zu England, an die Küste oder an ein sonstiges Gewässer muss ich. Jet z bin ich in England, aber wie nahe zur Küste? Hoffentlich weiss das jemand hier und ich kann ihn mit meinen begrenzten Englischkenntnissen fragen. Tatsächlich bin ich nahe an der Küste, nur einige wenige Kilometer davon entfernt. Ich kann das Meer sehen, soll ich das jetzt wirklich durchziehen? Ja, sonst wäre die ganze Reise sinnlos.

Schnell ins Wasser springen, ohne dass es jemand sieht. Es ist kalt. Ich muss mich irgendwo aus dem Wasser ziehen. Wo nur? Langsam bin ich erschöpft.

Da, endlich, geschafft. 50 Meter weiter ein englischer Polizist. Er kommt auf mich zu, was will er. Er redet, aber was will er mir sagen? Besser nichts sagen, wie geplant. Er nimmt mich mit, ich stelle mich weiterhin stumm.


_Beginn intensiv, danach allzu grosse Zeitsprünge. Innere und äussere Handlung besser miteinander verbinden. Ende fehlt._


Der Piano-Mann sass in einem spärlich eingerichteten Raum mit vielen Leuten, alle, ausser dem Piano-Mann, sprachen, sie stellten ihm Fragen. Er antwortete nicht, zum einen, weil er die Sprache schlecht verstand, zum andern, weil er nicht sprechen wollte. Mehr und mehr Fragen wurden gestellt, keine beantwortete er. Nach einiger Zeit deute er eine Schreibbewegung an. Er erhielt Papier und einen Stift, zeichnete einen Flügel und gab das Blatt zurück. Die restlichen Personen rätselten lange, berieten, fragten weiter. Abermals erhielten sie keine Antwort, wiederum berieten sie. Sie wiesen ihn an, durch Sprechen und Gestik, ihnen zu folgen. Sie brachten ihn in einen kleineren Raum mit einem Klavier.

Er setzte sich nach einer Weile ans Klavier und fing an zu spielen. Zur Überraschung der anwesenden Personen, spielte er gut.