-- SharonBerger - 08 Dec 2005

Eveline Hasler: Anna Göldin, letzte Hexe

Analyse des Romananfangs:

"Anna, traurige Berühmtheit."

Dieser erste Satz sagt voraus, dass die Geschichte von einem dramatischen Frauenschicksal handelt!

  • Erzaehlsituation: auktoriale Erzaehlperspektive, in Er-form verfasst,

  • Einfuehrung der Protagonistin: Man kennt ihre Geschichte schon ziemlich genau (Herkunft/ Kindheit), obwohl man eigentlich noch gar nicht weiss worum es sich handelt.

  • Schauplatz: genaue Beschreibung der Landschaft und der umgebung des Glarnerlandes.

  • Zeitgestaltung: Zeitraffende Erzaehlung mit vielen Rückblenden.

  • Sprachliche Auffaelligkeiten: Die Zeit ist sehr vermischt (Praesens, Perfekt, Plusquamperfekt...), Rückblenden

Interpretationsthesen

Anna ist freiheitsliebend.

Die gehobene Gesellschaft fühlt sich durch Annas auftreten bedroht.

Herr Tschudi kann tun und lassen was er will.

Die gehobene Gesellschaft fühlt sich durch Annas auftreten bedroht.

Auf Seite 27 merkt man schon deutlich, dass Anna den noblen Damen nicht passt. Sie finden, dass sie nicht richtig gekleidet ist, wie es sich für eine Magd gehört. Im Gegenteil: ihre Kleidung ist viel zu modisch. Sie fürchten, dass man denn Unterschied zwischen Magd und Herrin nicht mehr sehen kann. Als Anna die Tasse zerbricht (Seite 30/31) will sie sie zahlen. Dies wiederum pass Frau Tschudi nicht, denn es ist nicht normal für eine Magd, dass sie Geld hat. Es ist auch ein Aspekt der die Distanz zwischen Magd und Herrin verkleinert. Frau Tschudi fühlt sich auch als Frau von Anna bedroht, da diese ihre Stellung als Mutter (Seite 47) und Ehefrau gefährdet (Seite 74).