CorinnesKurzgeschichte

Bericht

30 Aug 2005 - 11:29 | Version 32 |

Platzmangel an der NKSA

Muss eine Vergrösserung der Mensa vorgenommen werden?

Zwischen 12.00 und 13.00 Uhr herrscht in der Mensa Platzmangel. Die Schüler und Schülerinnen der Neuen Kanti müssen sich mit einem Platz auf dem Boden zufrieden geben.

Ch Aarau, 12. Dezember

Das einladende Ambiente und das vielfältige Angebot an Esswaren zeigen deutlich seine Ergebinsse: die Mensa der Neuen Kantonsschule ist bei Schülern und Lehrpersonen heiss begehrt.

Seit sich draussen der Winter bemerkbar macht und wieder warme Plätze bevorzugt werden, hat zur Folge, dass die Wahrscheinlichkeit gering ist über die Mittagszeit noch einen Sitzplatz zu erwischen. „Ein Kolleg hat mir glücklicherweise schon einen Stuhl besetzt“, sagt eine 16 - jährige und strahlt. Leider ist das nicht bei jedem der Fall. Es läutet. 12.00 Uhr. Zahlreiche Schüler strömen in die Mensa hinunter und wollen ihren Hunger bei einer warmen Mahlzeit der Mensa stillen. Nach 15 Minuten mit dem Tablett in den Händen und knurrendem Magen wird Ausschau nach einem freien Platz gehalten – erfolglos. Deshalb müssen sich die Schülerinnen und Schüler vermehrt unfreiwillig mit einem Sitzplatz auf dem kalten Boden in den Gängen des Neubaus ausserhalb der Mensaräumlichkeiten begnügen.

Besorgnisse wachsen

„Sie, können wir nicht schon fünf Minuten früher mit dem Unterricht abschliessen, dass wir nicht im sitzen essen müssen?“, erkundigen sich öfter besorgte Schüler.

Bisher wird, gemäss Rektoratsschreiben, lediglich das Arbeiten von 11.30 bis 13.30 Uhr in der Mensa untersagt. Wird eine solche Massnahme die vorherrschende Situation tatsächlich verbessern?

Meldung

Auszeichnung Joel erhält Ehrentitel

Die Mitglieder der Familie Hasler, Hunzenschwil, haben Joel gestern den umstrittenen Anti-Chaotenorden verliehen. Joel habe sich in den vergangenen Jahren intensiv für eine nachhaltige Ordnung im Hause Hasler, besonders in seinen eigenen vier Wänden, eingesetzt, begründete der Vater die Ehrung. Zudem hat er bemerkenswerte Vorkehrungen zur längerfristigen Beibehaltung dieser Ordnung getroffen. Endlich ist einem nun ein gefahrenloser Gang von Tür zum Fenster ermöglicht worden!

Noch nicht ausgeträumt...

"..Auf jeden Fall würde ich mich für bessere Lebensbedingungen in Drittweltländern einsetzen!", berichtet die aufgestellte Fünfzehnjährige bestimmt auf die Frage, was sie als zukünftige Politikerin zuerst anpacken würde. „Hier in der Schweiz leben wir sehr privilegiert, schnell vergisst man, wie gut es einem eigentlich geht."

Nicole ist ein Mensch, der gerne Luftschlösser baut, aber trotzdem die Realität und ihre Ziele vor Augen behält. In ihrer Freizeit liest der Bon Jovi-Fan gerne Romane und zieht entschieden einen schnulzigen Liebes - und Tanzfilm einem Horrorstreifen vor. Wenn es draussen weisser wird, packt Nicole das Snowboard und gleitet über den frischen Pulverschnee in den Walliser Bergen. „Genial!“, schwärmt sie. Einfühlsam, humorvoll und verträumt – so beschreibt sich Nicole selber spontan mit drei Adjektiven. Um sich fit zu halten, treibt sie gerne Sport (am liebsten mit der jüngeren Schwester). Nebenbei spielt Nicole Klavier und begleitet sich mit der eigenen kraftvollen Stimme. Ihre Kreativität drückt das sympathische Mädel nicht nur durch Musik aus, sondern auch mit Basteln oder Ähnlichem. An einem freien Nachmittag geniesst sie es in den Zug Richtung Zürich zu steigen und dort die Läden unsicher zu machen.

Um 6.35 Uhr klingelt der Wecker und Nicole wird, wie so mancher, aus dem Tiefschlaf gerissen. Sie lässt sich aber nicht aus der Ruhe bringen und klettert gemütlich von ihrem besonderen Hochbett, welches eine Eigenkreation ihrer älteren Schwester ist, herunter. „Das Marmeladenbrot am Morgen darf auf jeden Fall nicht fehlen“, sagt sie und schmunzelt. Zur Schule gelangt Nicole mit dem Tram oder wenn es nicht gerade wie aus Kübeln giesst mit dem Fahrrad. Falls ihr über den Mittag genügend Zeit bleibt, geht sie meistens nach Hause und geniesst die Kochkünste ihrer Mutter. Die Zeit, bei der alle Familienmitglieder zusammen an einem Tisch sitzen, diskutieren und einander motivieren, schätzt Nicole sehr. Sobald sie die Schule abgeschlossen hat, möchte sie die Fähigkeit gut mit Kindern umgehen zu können, zu ihrem Beruf machen und Lehrerin oder Kindergärtnerin werden. Nicole betreut bereits jeweils sonntags in einem Hort Kinder von ein bis vier Jahren. Ihre Begeisterung ist deutlich spürbar. „Einmal eine grosse Familie gründen, das ist einer meiner grossen Träume“, erzählt sie mit strahlenden Augen.

"Die Brücke von mir zu Europa bilden die Ferien." meint Nicole nach kurzem Überlegen. „Da Verwandte in Deutschland, in der ehemaligen BRD, lebten“, berichtet sie, „kann ich mich noch an die Zeit der Berliner Mauer erinnern.“ Neben ihren „klassischen“ Ferienzielen, wie Südfrankreich, Spanien oder Italien, war Nicole vor einem Jahr in Rumänien. Zusammen mit einer Organisation unterstützte sie dort bedürftige Menschen und boten auch Workshops für Strassen oder Waisenkindern an. „Einmal konnten wir Brote verteilten. Es war unglaublich, wie dankbar diese Leute waren“, sagt sie mit einem ernstem Gesichtsausdruck. „Das war eine grosse Erfahrung, die ich machen durfte.“ Die EU-Zugehörigkeit anderer Länder hat Nicole besonders beim Einkaufen gespürt, als sie mit Euro bezahlen musste. Sonst habe jedes Land seine eigenen Traditionen und Sprachen, ob EU–Land oder nicht, betont sie. Nicole könnte sich vorstellen auszuwandern, wenn die Liebe der Grund wäre. „Im Moment am liebsten nach Griechenland“, verrät sie. Dort hat sie nämlich ihre letzten Ferien verbracht. Nicole weiss, dass die Europäische Union ein politischer und wirtschaftlicher Gegenpol beispielsweise zu Amerika oder Asien darstellt und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Völkern Europas fördert. „Ich glaube es gehören im Moment fünfundzwanzig Länder der EU an und die Zahl steigt. Auf mich wirkt es als Gruppendruck!“, äussert sie sich überzeugt. „Im Europa-Dschungel wäre die Schweiz für mich ein keiner, geheimnisvoller Paradiesvogel“, sagt Nicole träumerisch, während ihr Blick abschweift, „Zuerst wird er nicht wirklich wahrgenommen, wirkt unbedeutsam und einzelgängerisch, aber wenn er seine Flügel ausbreitet und zu singen beginnt, versetzt er andere in staunen.“ Ihrer Meinung nach ist es gut, dass die Schweiz der EU noch nicht beigetreten ist. Auf diese Weise könne sie ihre Neutralität, Eigenart und Unabhängigkeit beibehalten. Sie wäre ebenfalls in Kriegssituationen verpflichtet zu helfen und finanziell Unterstützung zu leisten. Wobei Nicole auch zugibt die Grundsätze der EU nicht schlecht zu finden. Für sie kann aber keine Rede von wirtschaftlicher Isolation der Schweiz sein. "Es soll jedes Land für sich selbst entscheiden können, egal was andere denken!" Was meinst du, denken andere Länder von der Schweiz? "Sie ist ein „Rosinenpicker“. Die Schweizer wollen den anderen beweisen, dass sie alles alleine schaffen!" Jedoch treten durch die Nicht-Zugehörigkeit Probleme für junge Leute auf, die später in einem Mitgliedsland studieren oder arbeiten möchten, überlegt Nicole weiter. Wenn du dich in das Jahr 2015 versetzen würdest, glaubst du, dass die Schweiz dann zur EU gehören wird? „Ja das könnte ich mir durchaus vorstellen“, antwortet Nicole ohne zu zögern.