* KurzkrimiGabrielaBollmann

ProbeSchreibtestGabriela

Innerer Monolog zum Piano-Mann

Wie lange dauert das denn noch? Kommt dieser Eurostar endlich? Da kann ich mich ja gleich vor den Zug werfen. Er hat schon zehn Minuten Verspätung, das gibt es doch nicht! Da möchte man einmal nach England reisen, um etwas wichtiges zu erledigen und dieser Zug kommt nicht.

Na endlich. Zwanzig Minuten und ich dachte noch, dass ich den Zug verpasse. Lang ist er, so viele Leute steigen ein, viele, zu viele, viel zu ärgerlich. Kann man einen Zug für sich alleine mieten, würde das Leben ziemlich erleichtern. Glück gehabt, ein Zugabteil nur für mich. Nein! Jetzt müssen sich diese zwei Rotzbengel noch zu mir setzen. Wie viel Pech kann ein einzelner Mann nur haben? Jetzt lassen sie auch noch ihre laute Musik ab und dieser Text, alles viel zu schnell und viel zu englisch. Und dieses ständige Kaugummi gekaue, die heutige Jugend hat echt keinen Anstand mehr.

Endlich sind sie ausgestiegen, viel zu lange musste ich mir dieses Geschwatze über Joints, Mädchen und ihre nächsten Erlebnisse anhören.

Dieser schöne See, ich frage mich, was die Menschheit hier schon alles verbrochen hat. Sicherlich sind alle Fische, die darin schwimmen, schon tot. Alle Gewässer sind verschmutzt, wir werden untergehen. Will ich das überhaupt noch miterleben? Es wäre einfacher, zu verschwinden und ein besseres Leben zu führen, in einer anderen Welt, an einem anderen Ort, in einer anderen Zeit.

Es wurde aber auch Zeit, das ist also England. Schon wieder zu viele Leute, diese Bahnhöfe, sinnlose menschenüberflutete Orte. Muss dieser Idiot auch noch neben mir eine Zigarette anzünden, die Luft ist schon genug verseucht. Werde ich hier einen Platz finden, an dem ich einfach nur meiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen kann, ohne gestört zu werden? - Wohl kaum. Aber versuchen kann ich es ja.

London, eine Menge an Strassen, Menschen und Autos, deswegen ist es hier einfach zu laut. Wieso bin ich nicht in Paris geblieben? Vielleicht wäre es mir besser ergangen. Aber der Lärm, ist genau derselbe, der Schrei der Welt nach Freiheit. Eine Brücke, die Tower Bridge. Schönes Wasser, verpestetes Wasser. Die Wellen sind so schön und gleichmässig, sie scheinen mich magisch anzuziehen. Ich habe Lust zu baden...

Erlebte Rede

Wie lange dauerte das denn noch? Kam dieser Eurostar denn endlich? Da könnte er sich ja gleich vor den Zug werfen. Der Zug hatte schon zehn Minuten Verspätung, das war ja wieder einmal typisch! Da wollte man einmal nach England reisen, um etwas wichtiges zu erledigen und dieser Zug kam nicht.

Na endlich. Zwanzig Minuten und er hatte noch gedacht, dass er den Zug verpassen würde. Lang war der Zug, so viele Leute stiegen ein, viele, zu viele, viel zu ärgerlich. Könnte man einen Zug für sich alleine mieten, das würde das Leben ziemlich erleichtern. Er hatte Glück gehabt, ein Zugabteil nur für ihn. Nein! Jetzt mussten sich diese zwei Rotzbengel noch zu ihm setzen. Wie viel Pech konnte ein einzelner Mann nur haben? Jetzt liessen sie auch noch ihre laute Musik ab und dieser Text, alles viel zu schnell und viel zu englisch. Und dieses ständige Kaugummi gekaue, die heutige Jugend hatte echt keinen Anstand mehr.

Endlich waren sie ausgestiegen, viel zu lange musste er sich dieses Geschwatze über Joints, Mädchen und ihre nächsten Erlebnisse anhören.

Dieser schöne See, er fragte sich, was die Menschheit hier schon alles verbrochen hatte. Sicherlich waren alle Fische, die darin schwammen, schon tot. Alle Gewässer waren verschmutzt, sie würden untergehen. Wollte er das überhaupt noch miterleben? Es wäre einfacher, zu verschwinden und ein besseres Leben zu führen, in einer anderen Welt, an einem anderen Ort, in einer anderen Zeit.

Es war aber auch Zeit geworden, das war also England. Schon wieder zu viele Leute, diese Bahnhöfe, sinnlose menschenüberflutete Orte. Musste dieser Idiot auch noch neben ihm eine Zigarette anzünden, die Luft war schon genug verseucht. Würde er hier einen Platz finden, an dem er einfach nur seiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen konnte, ohne gestört zu werden? - Wohl kaum. Aber versuchen konnte er es ja.

London, eine Menge an Strassen, Menschen und Autos, deswegen war es hier einfach zu laut. Wieso war er nicht in Paris geblieben? Vielleicht wäre es ihm besser ergangen. Aber der Lärm, war genau derselbe, der Schrei der Welt nach Freiheit. Eine Brücke, die Tower Bridge. Schönes Wasser, verpestetes Wasser. Die Wellen waren so schön und gleichmässig, sie schienen ihn magisch anzuziehen. Er hatte Lust zu baden...


_Abwechslungsreiche Handlung mit vielen Details. Gut, wie Sie die Innen- und die Aussenwelt gleicherweise in den Gedankenstrom mit einfliessen lassen. Es fehlt der Kurzgeschichte ein wirklicher Schluss._

Auktoriale Erzählung zum Piano Mann

Stumm

Ein schöner Sommertag, eine wundervolle Grossstadt, mit vielen freundlichen und lebensfrohen Menschen. Ein Meer von Blumen, wunderschön und traumhaft. Kinder spielen auf den Wiesen, Jauchzen und Gelächter.

Doch inmitten dieses wunderschönen Bildes erhebt sich ein riesiger dunkelgrauer Betonklotz. Alle Vorhänge zugezogen, eine typische psychiatrische Klinik. Sauber, steril und total unpersönlich.

Männer mit weissen Kitteln gehen in den Gängen auf und ab. Einer, der Chefpsychiater, tritt in eines der Zimmer ein. Es ist spärlich eingerichtet, er hatte sich noch nie wirklich wohlgefühlt in dieser Umgebung.

Da sitzt er nun, eingeschüchtert und verwirrt. Knabbert nervös auf seiner Unterlippe herum. Schade das so junge Menschen schon in die Psychiatrie eingeliefert werden. "Guten Tag, mein Name ist Doktor Johnson", stellt sich der Arzt vor. "Und ihr Name ist?" - Keine Antwort. Ein schwerer Fall. Durchnässt wurde er in London aufgefunden und von der Polizei direkt hierher in die Klinik Little Brook in Kent gebracht. Der typische nichtgeglückte Selbstmordversuch. "Nun gut, sie sind wohl nicht sehr gesprächig.", bemerkte Johnson und musterte seinen Patienten dabei genau. Vielleicht würde er ja eine Reaktion feststellen, aber diesmal hatte er wohl keinen Erfolg. Johnson war schon lange in diesem Geschäft und seine Methoden einen Menschen zum reden zu bringen waren vielseitig.

Er war eingeschüchter, von dem riesigen Haus und ziemlich verwirrt. Hatte er wirklich versucht sich umzubringen? Die Worte des Arztes nahm er kaum wahr, es interessierte ihn einfach nicht. Der Mann im weissen Kittel versuchte es auf alle Weisen ihm irgendeine Reaktion zu entlocken. Doch er hatte einfach keine Lust etwas preiszugeben. Ihm war es peinlich, dass er es nicht einmal geschafft hatte sich umzubringen. Nun war er wohl am tiefsten Punkt seines Lebens angelangt, psychisch und physisch am Ende, als Verrückter in einer Psychiatrischen Klinik. Zwei Vögel zwitscherten fröhlich ihr Lied in den Sommertag hinein.

Einige Tage später, der Mann hatte noch immer nicht geredet, versuchte Johnson es erneut ihm etwas über seine Herkunft zu entlocken. Zuerst sprach er ihn an - wieder ohne Erfolg. Doch nun zieht er einen Stift aus seinem Mantel und holt ein Blatt Papier. Danach verschwindet er ohne Worte. Der Mann bleibt alleine im Zimmer zurück. Zuerst beachtet er das Blatt kaum, doch dann hört er irgendwo in seinem Hinterkopf eine Melodie, eine klassische Melodie, Beethoven. Er beginnt sich zu erinnern, ein Klavier, ein Piano, er zeichnet. Als Johson zurückkommt blickt er auf die Zeichnung, erfreut nimmt er sie entgegen und erkennnt den Flügel. Dies bringt ihn auf eine neue Idee. Ehe sich der stumme Mann versieht, wird er von einigen Ärzten in einen Saal geleitet. Auch hier wurde nichts geschmückt oder verziert. Weisse Wände, ein kleines Fensterchen und ein Piano! Erstaunt blickt der Mann auf das Klavier. Die Mediziner schauen gespannt zu, wie er sich auf den Stuhl davor setzt und ohne viel zu überlegen, einfach zu spielen beginnt. Wunderschöne Melodien, Bach, Mozart, Händel, Brahms ... und Beethoven.

Nur kurze Zeit später sprach man auf der ganzen Welt vom Piano Mann, nur durch ein einfaches Klavier war er berühmt geworden.


These: Lachen macht glücklich.

Argument: Wenn man herzhaft lacht, wird im Körper Serotonin ausgeschüttet, was einen automatisch glücklicher und gelassener macht.

Beispiel: Hans ist traurig und weint, weil er sich verletzt hat. Tim kommt vorbei und macht einen Witz. Hans lacht und vergisst seinen Schmerz.

Gegenteil: Wenn ein Mensch ohne Lachen durchs Leben geht, ist er unglücklich.

Vergleich: Auch andere Dinge, die Serotonin ausschütten z.B. Schokolade oder Sport, machen glücklich.