Theodor Fontane (Geburtsjahr-Todesjahr): Trost (1878)

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Gedichttext hinauf

Trost

Tröste dich, die Stunden eilen,
Und was all dich drücken mag,
Auch die schlimmste kann nicht weilen,
Und es kommt ein andrer Tag.

In dem ew'gen Kommen, Schwinden,
Wie der Schmerz liegt auch das Glück,
Und auch heitre Bilder finden
Ihren Weg zu dir zurück.

Harre, hoffe. Nicht vergebens
zählest du der Stunden Schlag:
Wechsel ist das Los des Lebens,
Und - es kommt ein andrer Tag.

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Kurzinformation hinauf

Autor/in: Fontane, Theodor
Titel: Trost
Thema: Kummer, Hoffnung, Zeit
Gedichtform: z.B. Sonett
Erscheinungsjahr: 1878
Zeilen: 12
Link: hier
Rezensent/in: Kathrin Tschung
Schwierigkeit: mittelschwer

Interpretation hinauf

Theodor Fontane wurde am 30. Dezember 1819 in Neuruppin geboren. Er arbeitete zuerst als Apotheker, dann als Journalist und schrieb Theaterkritiken und Reisebeschreibungen die auch als Bücher erschienen. Im Einfluss der schottischen Literatur schrieb er Balladen und sentimentale Romanzen und erst im späten Alter Romane wie "Frau Jenny Treibel" (1892) und "Effi Briest" (1895), welche ihn berühmt machten. Theodor Fontane starb am 20. September 1898 in Berlin.

Interpretation

Theodor Fontane verfasste dieses Gedicht „Trost“ um anderen Menschen Mut zu machen, wenn sie in einer schwierigen Zeit sind. Er sagt, dass auch wieder gute Tage kommen werden und der Schmerz vergehen wird.

Das Gedicht teilt sich in drei Strophen mit jeweils vier Zeilen. Diese vier Zeilen bestehen aus vier Trochäen und enden abwechselnd mit einer weibliche Kadenz, dann mit einer männlichen, und gibt dem Gedicht einen Rhythmus. Die drei Strophen sind mit Kreuzreimen versehen. Auf der letzten Zeile gibt der Gedankenstrich eine kleine Pause und betont, das aus er ersten Strophe wiederholte, „es kommt ein andrer Tag“ und zeigt damit, dass es aufwärts geht.

In der ersten Strophe fordert das lyrische Ich auf sich selber zu trösten, denn die Zeit eilt. Die schweren Stunden und die Last der Probleme werden vergehen und es werden auch wieder bessere Zeiten geben. Also muss man nicht lange in den schweren Stunden weilen, sondern loslassen und weitermachen, denn morgen ist wieder ein neuer Tag.

Die zweite Strophe besagt, dass der Schmerz kommt und geht, wie auch das Glück. Mit „heitere Bilder“ meint das lyrische Ich bessere Situationen und schöne Momente im Leben und diese werden aufkommen. In der dritten Strophe gibt das lyrische Ich Hoffnung, indem er sagt, dass man nicht aufgeben soll. Wenn man nicht aufgibt wird das nicht unbelohnt sein, sondern bald wird es wieder besser gehen. Das Leben hat viele Seiten und die Situationen können sich oft verändern, jedoch gehen alle schwere Stunden vorüber und es kommt ein anderer Tag. Nach jedem Sturm scheint die Sonne wieder.

Angaben zu Autor/in und Entstehung
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b) Form
Deutung
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max. 2500 Zeichen inkl. Leerzeichen

Verfasser/in hinauf

Main.Vorname Name, Neue Kantonsschule Aarau (Abteilung), hat drei weitere Favoriten:

Quellen & Links hinauf

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