JakobArjouni, Happy birthday, Türke!, Diogenes-Verlag 1987

Inhalt

Seit drei Jahren übt KemalKayankaya den Beruf als Detektiv in Frankfurt aus. Als Waisenkind von türkischen Eltern wurde er von einem deutschen Paar adoptiert und spricht kein Wort Türkisch. Ilter Hamul, eine kleine Türkin, die im Trauergewand unangemeldet im Büro von Kayankaya auftaucht, beauftragt Ihn zur Untersuchung am Mord Ihres Mannes. Ahmed Hamul wurde vor ein paar Tagen mit einem Messer im Rücken in der Nähe des Bahnhofs tot aufgefunden.

Kemal Kayankaya entdeckt schnell, dass das Mordopfer, wie auch sein Vater, der bei einem Unfall ums Leben gekommen ist, ihre Finger im Drogengeschäft hatten.

So stürzt sich der Privatdetektiv in die Frankfurter Bordell- und Drogenszene. Als seine Ermittlungen langsam an Form gewinnen wird Kayankaya von Fremden bedroht, denen seine Nachforschungen nicht zu gefallen scheinen. Durch eine Bekanntschaft zu Theobald Löff, einem Polizist in Rente, erhält er Einsicht in Polizeiakten über den Todesfall von Ahmed Hamuls Vater. Die Unvollständigkeit dieser Rapporte lassen Kayankaya an der Richtigkeit zweifeln. Durch Zufälle und brisante Aktionen kommt der Privatdetektiv schlussendlich hinter die Wahrheit und löst den Fall.

Wertung

Am Anfang des Buches verliert man sich in die häufigen Beschreibungen und wartet geduldig auf aufregende Aktionen. Diese Geduld wird aber schon einige Seiten später belohnt. Die Geschichte fesselt einen dann sofort. Die Handlung ist nicht durchschaubar, man hat keine Ahnung wer den Mord an Ahmed Hamul begangen haben könnte. Mit viel Humor und Spannung sind die Erlebnisse des vergammelten, versoffenen und rauchenden Privatdetektivs im Rotlichtbezirk geschildert. Man merkt wie engagiert Kayankaya an den Fall herangeht und mit aussergewöhnlichen Vorgehensweisen der Wahrheit auf die Schliche kommt.

Wir empfanden den Kriminalroman von Jakob Arjouni als "Gesellschaftskritisch Unterhaltend".