These-Argumentation

04 Mar 2009 - 11:29 | Version 13 |

Fettleibigkeit schränkt das Sozialleben ein.

Sportliche Aktivitäten können aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausgeübt werden.

Skifahren sollte wegen Gefahr für die Knie vermieden werden.

Normalgewichtig zu sein bereichert das Sozialleben.

Auch sonstige physiche Behinderungen schränken die Zeilnahme am Sozialleben ein.

ProbeSchreibtestIsabelle?

Piano-Mann

Innerer Monolog

Uff, endlich in England. Oh Mann, und jetzt? Was mach ich denn hier? Ich wäre besser zu Hause geblieben. Aber jetz kann ich es nicht mehr ändern, also ziehe ich es auch durch und suche mir eine Brücke.

Ich mache mich auf den Weg Richtung Vorstadt. Laufe an Menschenmengen, Autoschlangen und imposanten Gebäuden vorbei. Doch realisiere ich nichts davon richtig. Meine Gedanken kreisen um mein Vorhaben.

Ne, dass kann es ja jetzt nicht sein! Was ist denn nur mit mir los? Ich kann das doch nicht ernsthaft machen. Susi, Mark ich vermisse euch schon jetzt. Arrg, ich denke jetzt nicht darüber nach, sondern gehe einfach weiter. Einfach weiter...

Langsam steigt Angst in mir hoch. Meine Finger beginnen zu zittern und mein Mund trocknet aus. Ich nehme alles nur noch durch einen Nebelschleier wahr und in meinem Kopf dröhnt ein unglaublicher Lärm. All meine Gedanken, Erinnerungen und Ängste scheinen gleichzeitig durch meinen Kopf zu rasen. Plötzlich höre ich die Stimme meines Chefs und habe das Gefühl, er stehe vor mir. Wieder kehren die Erinnerungen an meine Entlassung zurück.

Nee, also jetzt reicht es mir. Dass ich jetzt unbedingt an den denken muss, gibt mir den Rest. So schlecht, wie der mich behandelt hat, sollte ich keinen Gedanken mehr an ihn verschwenden. Und überhaupt, was soll es? Es bringt nichts und wieder nichts. Der Typ schreib ich mir jetz endgültig aus dem Kopf!

Mittlerweile stehe ich auf einer Brücke und schaue in die Tiefe. Ich bin mir sicher, dass ich mein Leben beenden will und steige auf das Geländer. Plötzlich spricht mich ein Mädchen an. "Was machst du denn da? Meine Mutter hat mir gesagt, dass man nicht aufs Geländer steigen darf, weil es zu gefährlich ist!"

Oh mann, was will die denn jetzt von mir? So eine hat mir gerade noch gefehlt. Eine, die mir sagen will, was ich zu tun habe. Ich bin alt genug, um auf mich selbst aufzupassen! Ich weiss schliesslich was ich tue. Sie soll verschwinden! Ich habe keinen Bock auf dieses Kindergartengequatsche!

Ich schliesse die Augen und hoffe, dass das Mädchen verschwunden ist, wenn ich sie wieder öffne. Doch leider, fehl Alarm! Sie steht hiner mir, zupft an meinem Anzug und quatscht mich weiter zu.

Ich kann nicht mehr. So was hat mir echt noch gefehlt. Dieses Mundwerk, blablabla. Mann sei still! Wie bringe ich sie nur los? Ich antworte einfach nicht mehr oder schreie sie an, dann wird sie es schon kappieren. Arrg... jetzt hab ich echt die Schnauze voll, schnallt sie nicht, dass ich alleine sein will? Ich habe was zu erledigen, oder doch nicht?

Ich schaue noch einmal in die Tiefe und sauge den Anblick des klaren, kalten Wassers tief in mich ein. Dann klettere ich vom Geländer und laufe davon.

Erlebte Rede

Uff, endlich in England. Und jetzt wohin? Mann, er hätte sich einen Stadtplan besorgen müssen. Naja, eine Brücke wird er auch ohne finden.

Er machte sich auf den Weg Richtung Vorstadt. Lief an Menschenmengen, Autoschlangen und imposanten Gebäuden vorbei. Doch realisierte er nichts davon richtig. Seine Gedanken kreisten um sein Vorhaben.

Sollte er das jetzt echt durchziehen? Irgendwie graute es ihm davor und doch wäre er froh gewesen, wenn schon alles vorbei gewesen wäre.

Langsam stieg Angst in ihm hoch. Seine Finger begannen zu zittern und sein Mund trocknete aus. Er nahm alles nur noch durch einen Nebelschleier wahr und in seinem Kopf dröhnte ein unglaublicher Lärm. All seine Gedanken, Erinnerungen und Ängste schienen gleichzeitig durch seinen Kopf zu rasen. Plötzlich hörte er die Stimme seines Chefs und hatte das Gefühl, er stünde vor ihm. Wieder kehrten die Erinnerungen an seine Entlassung zurück.

Nee, also jetzt reichte es ihm. Dass er jetzt unbedingt an den denken musste, gab ihm den Rest. So schlecht, wie der ihn behandelt hattte, sollte er keinen Gedanken mehr an ihn verschwenden. Und überhaupt, was sollte es? Bald war Schluss und seine Sorgen waren Vergangenheit.

Mittlerweile stand er auf einer Brücke und schaute in die Tiefe. Er war sich sicher, dass er sein Leben beenden wollte und stieg auf das Geländer. Plötzlich sprach ihn ein Mädchen an. Was er denn da machte? Ihre Mutter hatte ihr gesagt, dass man nicht aufs Geländer steigen dürfe, weil es zu gefährlich sei, meinte sie.

Oh mann, was wollte die denn jetzt von ihm? So eine hatte ihm gerade noch gefehlt. Eine, die ihm sagen wollte, was er zu tun hatte. Er war alt genug, um auf sich selbst aufzupassen! Sie sollte verschwinden! Er hatte keinen Bock auf dieses Kindergartengequatsche!

Er schloss die Augen und hoffte, dass das Mädchen verschwunden wäre, wenn er sie wieder öffnete. Doch leider, fehl Alarm! Sie standt hinter ihm, zupfte an seinem Anzug und quatscht ihn weiter zu.

Er konnte nicht mehr. So was hatte ihm echt noch gefehlt. Noch nie hatte er ein so junges Mädchen getroffen, das ein solches Mundwerk hatte. Wie brachte er sie nur los? Einfach nicht antworten, oder sie anschreien, dass sie gefälligst still sein soll? Arrg... jetzt reichte es ihm dann echt langsam, kappierte sie nicht, dass er alleine sein wollte? Er hatte was zu erledigen, oder doch nicht?

Er schaute noch einmal in die Tiefe und saugte den Anblick des klaren, kalten Wassers tief in sich ein. Dann klettere er vom Geländer und lief davon.

_Sehr witzige Episode mit dem wortreichen Mädchen, das den Protagonisten stört. Gut auch, wie Sie dem Text ein überraschendes Ende geben. - Achten Sie beim i.M. darauf, dass Sie die wirkliche Gedankenbewegung wiedergeben und nicht eine verkappte Aussensicht als Innensicht verkaufen. Für die Umformung in e.R. eignet sich der Text ausgezeichnet - für einen i.M. jedoch ist der Stil des 1. Textes zu gehoben und zu sehr äusserlich dominiert._

Auktoriales Erzählverhalten

Die Heimreise

An einem regnerischen Tag in London rief ein Mann mit ausgestreckter Hand nach einem Taxi. Es hielt eins an, er stieg ein. Schon als der Fahrer den in einen Mantel gehüllte Mann sah, beschlich ihn ein komisches Gefühl. Schon bald wusste er auch wieso. Der Mann, der in seinem Taxi sass, war niemand anders als der berühmt-berüchtigte Piano-Mann. Am Morgen noch hatte er in der Zeitung von seinem Geständnis gelesen. Er hatte sich mit seiner Frau darüber unterhalten und den Mann als nicht zurechnungsfähig abgestempelt. Zu dieser Zeit hatte er sich nicht träumen lassen, dass er diese Person jemals chaufieren würde. Und jetzt sass er in seinem Taxi. Die komische Stimmung im Auto war zu spüren und auch dem Piano-Mann deutlich anzusehen. Er sass angespannt in seinem Sitzt und hoffte, dass diese Fahrt schweigsam verlaufen würde. Er hatte überhaupt keine Lust über sein Verhalten ausgefragt zu werden. Wie er fand, war das auch verständlich, nachdem was er heute schon alles durchgemacht hatte. Denn auf dem Weg von der Klinik bis zur Taxihaltestelle waren ihm x-Leute gefolgt. Sie begutachtet ihn, rissen Witze und stellten dumme Fragen.

Plötzlich schwenkte der Wagen nach rechts und blieb stehen. Was war passiert? Ach so, ein Polizeibeamter hatte das Taxi zu sich gewunken. Er schaute zum Fenster hinein und sein Mund klappte herunter. Er sah aus, als sähe er einen Ausserirdischen. Er erinnerte sich an die Schlagzeilen in der Zeitung, die sich um den Insassen dieses Autos handelte. Blitz schnell öffnete er die Autotüre und zerrte den Piano-Mann nach draussen. Dem schoss das Blut in die Adern, seine Knie begannen zu zittern und er wünschte sich zum Hundertsten Mal er hätte sich nie in diese Situation gebracht. Er wollte nur weg von hier, einfach weg!

Knock, knock und die Handschellen schlossen sich um seine Handgelenke. Der Polizist lächelte hämisch und freute sich schon auf die anerkennenden Blicke seiner Mitarbeiter. Im Gegensatz zum Polizist hatte der Piano-Mann nichts zu lachen. Er sah sich schon als däumchendrehender alter, griessgrämmiger Mann in der Ecke einer Zelle sitzen.