HoerspielIvan

Ivan Indraccolo

09 Nov 2005 - 06:03 | Version 23 |


_Kommentar bk: Ich konnte keine neue Version finden._

fett sein oder nicht fett sein

das ist hier die Frage

  • Grammatik
  • Texte

Grundidee: Das Nachtleben auf Schlössern kann sehr spannend sein, wenn man weiss, was in der Nacht dort geschieht!

Mms: ciao! wie gots? geschter beni am obe met kollege es scloss ide nacht go bsechtige. Am afang eschs no easy gsi! Mer die ganzi ziit dom to ond mer send huere luut gsi! Zom glöck wohnt döt i de nöchi niemmert! Wärendem desi am schlegle gsi send hani es komischs gfühl gha! Han zom sübi gseit, das i s gfühl heig das üs öper wörd beobachtet! Er het mi eifach usglachet! Jo ond denn beni gange! Höt am morge hani versuecht eine vo ehne z ereiche ond niemert nemmt ab ond niemert antwortet uf d sms! I glaub i muess höt nacht nomol is schloss! Chonsch au? gglg

Gedicht:

Eine Gruppe von jungen Männern,

die machen einen grossen Renner!

Sie gehen in ein Schloss bei Nacht,

das auf dem Hügel steht voller Pracht.

Der Krach ist überall hörbar,

Nun verschwindet die Ruhe unübersehbar.

Reflexion: Ich glaub, dass ich bei Gedichten nicht so gut bin, weil ich kein grosser Wortschatz besitze! Aus diesem Grund fällt mir eher ein MMS, weil man dort nicht auf dies so achtet.

Interview:

Knuddeliges Kätzchen entpuppt sich als Gauner!

Es gibt vieles an dem man nie geglaubt hätte, wie z.B. ein Kater, der in fremden Häuser stehlen geht!

Was sagen sie zu diesen Anschuldigungen?

Ein gewisser Kater: miaou, miaou, miaou,...

Übersetzung: Also, ich weiss gar nicht, was diese sogenannten Bestohlene von mir wollen!

Und sie?

Frauchen: Ich versteh es auch nicht! Er ist doch so ein kleines süsses Schmusekätzchen!

Und was ist mit den Gerüchten, die die Nachbarn von ihnen Erzählen?

K: miaou, miaou, miaou, rrrrrrhh!

Ü: Die erzählen doch nur Blödsinn! Die müssen aufpassen, sonst (nicht übersetzbar).

Was sonst?

F: Er wollte nur sagen, dass er sie sonst vor Gericht sehen wird!

Es ist aber schon komisch wenn die meisten Nachbarn behaupten, dass sie den Kater jedes mal mit einem Gegenstand durch das Katzentor gehen, sehen!

K: miaou, miaou,…

Ü: Ich habe genug, die werden es bereuen! Was möchtest du lieber eine Porzellankette oder neue Ohrringe, Frauchen?

F: Nein! Wieso hast du uns verraten!

Original von Ivan:

Tommy der Kater

Alin fühlte sich müde und begab sich zu Bett. Sie war gerade eingeschlafen, als sie von katzenartige Geräusche aus dem Schlaf gerissen wurde. Wer könnte das wohl sein? Tommy natürlich! Wer sonst? Es roch nach neuem ungebrauchtem Stoff. Alin wusste was es war und zwar wieder einmal seine Beute aus den nächtlichen Raubzügen. Sie stand vom Bett auf und schlenderte blind durch die Wohnung, sie tastete sich durch den Korridor und wandelte Richtung Wohnzimmer. Sie hörte Tommy schnurren und fühlte mit den nackten Füssen, ein aus Samt bestehendes Kleidungsstück.Wie bei einem Vulkanausbruch schoss ihr das Blut in den Kopf. Anscheinend bemerkte Tommy, dass Alin wütend war und machte sich aus dem Staub! Aus dem Magen Alins quoll Flüssigkeit, die sehr bitter und noch dazu in der Speisenröhre brannte, in den Mund. Dies war das letzte Mal, dass Alin Tommy "sah"!

1. Überarbeitung von Maria:

Tommy der Kater

Alin fühlte sich todmüde und begab sich zu Bett. Sie war gerade eingeschlafen, als sie von merkwürdigen Geräuschen aus dem Schlaf gerissen wurde. Wer könnte das wohl sein? Da es so sehr nach Katze roch, schloss Alin auf ihren Kater Tommy. Sie ahnte, dass er wieder einmal seine Beute aus den nächtlichen Raubzügen nach Hause brachte. Sie stand auf und schlenderte schlaftrunken durch die Wohnung, sie tastete sich durch den Korridor und wandelte Richtung Wohnzimmer. Sie hörte Tommy schnurren und fühlte mit den nackten Füssen ein samtenes Kleidungsstück. Alin wurde so wütend, dass ihr das Blut wie bei einem Vulkanausbruch in den Kopf schoss. Anscheinend bemerkte Tommy dies und machte sich aus dem Staub. Doch Alin hatte keine Zeit mehr, ihre Katze zu suchen, denn aus ihrem Magen quoll eine Flüssigkeit, die sehr übelschmeckend war und dazu noch in der Speisenröhre brannte. Dies war das letzte Mal, dass Tommy Alin "sah".

2. Überarbeitung von Ivan:

Tommy der Kater

Alin fühlte sich todmüde und begab sich zu Bett. Sie war gerade eingeschlafen, als sie von merkwürdigen Geräuschen aus dem Schlaf gerissen wurde. Wer könnte das wohl sein? Da es so sehr nach Katze roch, schloss Alin auf ihren Kater Tommy. Sie ahnte, dass er wieder einmal seine Beute aus den nächtlichen Raubzügen nach Hause brachte. Sie stand auf und schlenderte schlaftrunken durch die Wohnung, sie tastete sich durch den Korridor und wandelte Richtung Wohnzimmer. Sie hörte Tommy schnurren und fühlte mit den nackten Füssen ein samtenes Kleidungsstück. Wie bei einem Vulkanausbruch schoss ihr das Blut in den Kopf, denn sie war so wütend. Anscheinend bemerkte Tommy dies und machte sich aus dem Staub. Doch Alin hatte keine Zeit mehr, ihre Katze zu suchen, denn aus ihrem Magen quoll eine Flüssigkeit, die sehr bitter war und dazu noch in der Speisenröhre brannte, in den Mund. Dies war das letzte Mal, dass Tommy Alin "sah".

_Kommentar bk: Mir gefällt die Idee für den Schluss, das rundet den Text schön ab. Doch was geschieht genau? Warum sieht er sie zum letzten Mal? Warum die Galle? Wie könnten Sie die Antworten auf diese Fragen andeuten, ohne dass der Text platt wird? Auch zuvor müsste die Schilderung von Alins Situation intensiver, anschaulicher sein. Auch von der Spannung der Situation ist zu wenig zu spüren._

Negativitäten

Seenot

Es war weder in Caracas noch in Ouagadougou, sondern in Kopenhagen. Es war weder im noch in der Küche, sondern in der Badewanne. Es war weder am Mittag noch am Nachmittag, sondern in der Nacht. Es war weder Monopoly noch das Labyrinth, sondern ein Schiffchenspiel. Es war kein Feuerwehreinsatz, sondern ein Rettungseinsatz der Küstenwache. Es war weder ein MMS noch ein SMS, sondern ein Notruf.

_Kommentar bk: Den Zeitungsartikel muss man kennen, um Ihren Text zu verstehen. Versuchen Sie Q.s Vorlage so zu adaptieren, dass der Text selbsterklärend ist. Experimentieren Sie mit anderen, eigenen Stilen._

Wegen Kälte ins Gefängnis

Die Sonne reichte kaum über den Horizont, die Temperatur weit unter dem Gefrierpunkt. Die Strassen waren mit weichem Schnee, der mit jedem Schritt quietschte, bedeckt. Ein Mann stampfte mühsam durch den Schnee. Er sah sehr unterkühlt aus. Wahrscheinlich war er obdachlos? Er sah sehr abgemagert, schlecht bekleidet

Interpretation Hörspiel „Knöpfe“ von Ilse Aichinger

Dieser Text zieht einem gleich mit sich. Man fragt sich sofort, was Ilse Aichinger mit diesem Geräusch meint und man liest gerne weiter. Mit der Zeit merkt man, dass dieses Hörspiel trümmerliterarische Prägungen hat, obwohl es erst 1953 entstanden ist. Da ja die Epoche der Trümmerliteratur von 1945 bis 1950 dauert. Das ist für mich ein weiterer Grund um weiter zu lesen, da ich mich für diese Texte aus dieser Zeit sehr interessiere.

Ich möchte die Gefühle, die Ilse Aichinger beim Verfassen dieses Hörspiels gespürt hat, deuten. Da solche Texte meistens verfasst wurden, um Kriegserlebnisse zu verarbeiten. Nun glaube ich, dass es sehr schwierig ist. Nicht nur weil es in einer anderen Zeit geschrieben wurde, sondern auch weil ich keine Ahnung habe wie man sich nach solch einem Erlebnis fühlt. Ich weiss auch nicht, was sie genau alles erlebt hat und das macht es auch noch komplizierter. Dieser Text hat mir zu verstehen gegeben, dass Frauen es nicht so einfach wie heute hatten und dass sie meist schlecht bezahlt waren. Indirekt hat dies auch zur Erweiterung meines Verstehenshorizont in Beziehung auf die Nachkriegszeit beigetragen.

Ilse Aichinger hat eine eher einfache und verständnisvolle Sprache. Ich würde sagen, dass sie auch mit einer Art von Umgangssprache gearbeitet hat. Meistens folgt auf einer Szene, die in der Fabrik oder sonst in einem Raum abläuft, eine Szene, die draussen spielt. Es kommt aber auch manchmal vor, dass sich eine weitere Szene in einem Raum abspielt. Es kommen eigentlich hauptsächlich nur Dialoge vor. Selten spricht eine einzige Person sehr lange, nur als Ann erzählt, wie sie Bill verfolgt, kommen längere Abschnitte vor, wo sie nur spricht. Zwischendurch wird sie aber von John unterbrochen.

Der Text zeigt vor allem, dass zu dieser Zeit die Frauen unterdrückt wurden. Sie arbeiteten sehr lange und für einen kleinen Lohn. Die Männer waren meist die Arbeitgeber und sahen sich als Besitzer der Frauen, um ihnen alles verbieten zu können, was ihnen nicht passte. Aichinger zeigt dies anhand des Beispiels, dass Bill der Arbeitgeber Ann das Denken und indirekt das Fragenstellen über dieses Geräusch verbietet. Aichinger will damit sagen, dass Frauen ihre Meinung äussern, eigenständig denken und hinterfragen sollten. Wahrscheinlich hat sie versucht diese Dinge auch auf sich selber zu beziehen, denn sie war 33 Jahre alt, als sie dieses Hörspiel geschrieben und hat so auch ihre Erfahrungen mit der Unterwürfigkeit der Frauen in dieses Hörspiel eingebaut. Ich glaube sie hat auch versucht uns deutlich zu machen, dass ein Klassenunterschied zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer herrschte. Die Arbeitnehmer konnten sich zum Beispiel nur einer diese Knöpfe leisten wenn sie einen ganzen Wochenlohn hinblätterten. Für den Arbeitgeber hingegen wäre dies sehr wahrscheinlich kein grosses Problem gewesen. Freundschaft ist für Aichinger auch ein wichtiges Thema. Die Freundschaft zwischen Ann, Jean und Rosie ist wichtig für die Drei, weil sie sich gegenseitig helfen können. Nur zeigt sie uns auch, dass es auch falsche Freundschaften gibt mit dem Beispiel als Jean nicht mehr zur Arbeit kommt. Ann macht sich Sorgen und findet schlussendlich heraus, dass aus Jean Knöpfe gemacht wurden und will sie retten. Aber Rosie hingegen kratzt es nicht das geringste, dass Jean nicht mehr zur Arbeit kommt. Vielleicht hat Aichinger damit auch Erfahrungen gesammelt und hat eine gute und eine schlechte Freundschaft in das Hörspiel genommen.

Obwohl dieser Text vor rund fünfzig Jahren verfasst wurde, ist immer noch aktuell. Auch wenn es hier in Europa fast kein Land betrifft, herrscht auf der Welt immer noch eine sehr grosse Unterdrückung der Frauen. So hat mich Ilse Aichinger auch dazu gebracht ein bisschen darüber nach zu denken, wieso oder warum Frauen nicht überall auf der Welt gleich gerecht behandelt werden. Etwas weiteres ist auch das eigenständige Denken ein Punkt, der mich zum Nachdenken angeregt hat. Sie meint wahrscheinlich, dass sich jeder und nicht Frauen wehren soll und sich eine eigene Meinung verschaffen soll. Das gilt nach wie vor auch heute, denn es gibt viele Leute, die das Gefühl haben, sie könnten den anderen vorschreiben, was sie denken, glauben und meinen sollten. Weiter hat sie auch versucht zu zeigen, dass Freundschaft wichtig ist. Nur sollte man sich trotzdem von Freunden nie zu etwas zwingen lassen, das man nicht tun möchte. Wichtig ist vor allem, dass nicht alle wahre Freunde sind.

KurzgeschichteIvan