These: Naturwissenschaft ist an der NKSA untervertreten.

Argument: In der Maturaprüfung werden mehr sprachliche Fächer geprüft als naturwissenschaftliche Fächer.

Beispiel: In Englisch, Französisch und Deutsch muss von allen eine Maturaprüfung abgelegt werden, jedoch nur in einem naturwissenschaftlichen Fach (Mathematik).

Gegenteil: Werden gleichviele naturwissenschaftliche Fächer wie sprachliche Fächer an der Matura geprüft, so ist Naturwissenschaft nicht untervertreten.

Vergleich: Informatik war auch untervertreten und durch die Einführung von Infcom wird Informatik bereits gefördert.


Christine Holch: Die Kleinen vorneweg

Der Text „Die Kleinen vorneweg“ von Christine Holch handelt von kurdischen Kinder- und Jugendstraftätern und um die Frage, ob eine Haftstrafe für diese angemessen ist. Der Bericht wurde veröffentlicht in „Die Zeit“ am 4.3.1994.

Christine Holch erklärt, dass in Bremen seit einiger Zeit junge Kurden Probleme bereiten. Ein Beispiel stellt Achmed dar: der fünfzehnjährige und seine Bande wurden schon öfters bei Überfällen erwischt. Normalerweise schickt die Gang die Kleinen unter vierzehn vor, da diese noch nicht strafmündig sind. Die Frage ist jedoch: sind diese Gruppen wirklich ein Problem oder übertreiben die Leute? Und wie soll man solche Jugendlichen bestrafen?

Im Text wird klar dargestellt dass solche Straftäter tatsächlich ein Problem darstellen. Es wurde sogar eine „Ermittlungsgruppe Intensivtäter“ eingerichtet, welche eine Liste von besonders häufig verdächtigten Jugendlichen zusammenstellt. Es gibt jedoch auch Leute, welche deutlich der Meinung sind „Kinder- und Jugendbanden hat es immer gegeben.“ Doch die Frage die sicht stellt: was soll man gegen diese Straftäter machen? Ein Jugendrichter klagt: „Die Staatsanwaltschaft steht unter politischem Druck, die Sache mit den Kurden zu beenden.“ Doch wegen Geldmangels musste die ambulante Jugendhilfe reduziert werden. Häufig landen jugendliche Übeltäter in Untersuchungshaft, wobei zweifelhaft ist, ob dies eine gute Lösung darstellt, denn da kommen sie in den Kontakt mit schweren Jungs und Drogen. Auch wenn in Betracht gezogen wird, welchen Schaden z.B. der Geschäftsführer von coop angerichtet hat und dafür zwei Jahre auf Bewährung bekommen hat, so ist doch klar: kurdische Kinder kann man nicht einfach einsperren. Zudem wären Haft und Heimunterbringungen sehr teuer und gelten nur als letzten Ausweg.

Im gesamten Text wird das Jugendstraftäterproblem von Bremen gut nachvollziehbar erläutert. Ebenfalls in der Schweiz haben solche Straftaten, vor allem Gewalttaten und Brutalität, zugenommen, wie man in der Internetseite www.schweizerzeit.ch nachlesen kann. Und ausserdem, wenn die Übeltäter kein Problem sind, weshalb wurde dann eine „Ermittlungsgruppen Intensivtäter“ eingerichtet? Früher brauchte es dies nicht, deshalb lässt sich sagen: Kinder- und Jugendbanden hat es zwar immer gegeben, doch nun sind es mehr und schlimmere, gegen welche man eingreifen muss. Doch wie soll man eingreifen? Wie im Text erläutert kann man nicht einfach Kinder und Jugendliche einsperren, egal ob Kurden, andere Ausländer oder Einheimische. Durch eine Haft oder einen Heimaufenthalt wäre ihr Leben sozusagen schon gelaufen und sie sind für immer „Straftäter“. Ausserdem würden sie nicht die schweren Jungs und die Drogen, welche in der Haft präsent sind, kennen lernen und vielleicht nicht in Schlimmeres geraten. Doch wer hört auf mit Diebstahl, wenn ihn niemand aufhält? Durch eine Haft hätten sie eine wirkliche Bestrafung und einen Ansporn nicht wieder ins alte Muster zurückzufallen.

Eine Lösung für dieses Problem könnten Sozialarbeiten sein: die Täter würden bestraft werden und dabei erst noch etwas Gutes tun. Sie gelangen so auch in andere Milieus und kommen vielleicht ein wenig weg von ihren Gangs und haben eine Chance auf ein neues Leben ohne Raubüberfälle und Flucht vor der Polizei.

Doch es bleibt dabei: Kinder- und Jugendstraftäter stellen ein Problem dar, welches nicht einfach zu lösen ist. Auch wenn man den Kindern Sozialarbeit aufbrummt gibt es immer welche, die niemals aus ihrem alten Leben rauskommen und die man vielleicht besser früher hätte einsperren sollen, bevor sie etwas wirklich Schlimmes angestellt haben.

ProbeSchreibtestJenny

Plot vom Krimi

Der Piano-Mann

04 Mar 2009 - 11:09 | Version 13 |

Auktorial:

Platzangst?

Es war ein sommerlicher Tag, die Kinder spielten im Park, allen Menschen schien es gut zu gehen. Doch inmitten in Kent, in der psychiatrischen Klinik Little Brook, trat das genaue Gegenteil auf. Alles war düster, viele Räume hatten keine Fenster. In einem dieser Räume war ein Mann, ein angeblicher Bauernsohn, der sich immer nervös umsah. Die enge dieses Raumes störte ihn, auch die Tatsache, dass er kein Fenster besass. Dann öffnete sich die Tür und eine der Hilfsschwestern kam herein. Nun wirkte der Raum noch enger. „Wie geht es Ihnen heute?“, fragte sie. Der Mann antwortete nur knapp: „gut“. „Wie heissen Sie?“, fragte sie abermals. Im Raum wurde es heiss. Der Mann verzog das Gesicht, seine Art nachzudenken. „ Müller, heisse ich, Hans Müller.“ Es klang nicht sehr glaubwürdig, doch sie fragte weiter: „ Wie alt sind Sie?“ „42“ „Woher kommen Sie?“ „Ich komme von, äh, Bayern. Ich bin ein Bauernsohn.“ „Sie werden bald aus diesem Raum rauskommen, in einen anderen, mit Fenstern. Ich muss wieder gehen. Sie wissen ja, dass sie uns jederzeit rufen können wenn sie etwas brauchen.“ Die Tür schloss sich mit einem „klack“. Er holte tief nach Luft, der Raum wurde wieder grösser und kühler. Bald war Abend. In der Dunkelheit unterschied sich der Fensterlose Raum nicht gross von den anderen Räumen in der Klinik. Alles sah gleich aus. Und draussen gab es nur das Licht des Mondes, dass sich gegen die ausdehnende Dunkelheit wehrte.

Der Piano-Mann

Weiterhin Rätsel um den „Piano-Mann“

1. Wie konnte ich nur so blöd sein, mich von der Polizei festzunehmen. Jetzt sitze ich in dieser Scheisse, wie nennen sie es gleich? Little Brook oder so was. Ist ja eigentlich egal. Ich muss verdammt noch mal endlich raus hier. Ich gehöre nicht hierher. Diese verfluchten engen Räume. Ist mir heiss. Hat es hier ein Fenster? Nein.. war ja klar, kein Fenster. Sicher denken sie, ich könnte ja fliehen. Wenn ich so darüber nachdenke, ich würde wirklich gerne fliehen, nur raus hier. Die Tür. Was ist das? Kommt jemand? Sicher eine der Hilfsschwestern. Ich habe keine Lust zu sprechen. Egal, vielleicht ist das meine Chance zu entkommen. Warum noch mal bin ich hier? Ich habe es vergessen. – Was hat die Schwester jetzt gleich gefragt? Wie ich heisse? Wie heisse ich denn? Ich weiss es nicht. Bin ich deshalb hier? Ich kann es ja mal versuchen. Welchen Namen soll ich aussuchen? Müller? Ja, so heissen viele, das kann man nicht nachprüfen. Und Hans. Von solchen gibt es sicher Millionen. So könnte es klappen. Ich lüge einfach. 42 Jahre? Woher bin ich ??? Genau. Bayern. Ich bin eins von diesen Bauernsöhnchen. Hoffentlich glauben sie es mir. Ich will endlich aus dieser Scheisse raus.

2. Wie konnte er nur so blöd sein, sich von der Polizei festzunehmen. Jetzt sass er in dieser Scheisse, wie nannten sie es gleich? Little Brook oder so was. War ja eigentlich egal. Er musste verdammt noch mal endlich raus hier. Er gehörte nicht hierher. Diese verfluchten engen Räume. War ihm heiss! Hatte es hier ein Fenster? Nein.. war ja klar, kein Fenster. Sicher dachten sie, er würde ja fliehen. Wenn er so darüber nachdachte, er würde wirklich gerne fliehen, nur raus hier. Die Tür. Was war das? Kam da jemand? Sicher eine der Hilfsschwestern. Er hatte keine Lust zu sprechen. Egal, vielleicht war das seine Chance zu entkommen. Warum noch mal war er hier? Er hatte es vergessen. – Was hatte die Schwester jetzt gleich gefragt? Wie er hiess? Wie hiess er denn? Er wusste es nicht. War er deshalb hier? Er konnte es ja mal versuchen. Welchen Namen sollte er aussuchen? Müller? Ja, so hiessen viele, das konnte man nicht nachprüfen. Und Hans. Von solchen gab es sicher Millionen. So könnte es klappen. Er log einfach. 42 Jahre? Woher war er? Genau. Bayern. Er war eins von diesen Bauernsöhnchen. Hoffentlich glaubten sie es ihm. Er wollte endlich aus dieser Scheisse raus und er glaubte er hätte seine Entlassungschancen wesentlich erhöht.


_Guter Rhythmus mit den sich wiederholenden Fragen und Antworten - das wirkt eindrücklich auf die Leser/innen. Präzise Wiedergabe der Gedankenbewegung, dabei fehlt einem etwas der Kontext: Worum gehts? Ausschnitt ist gut gewählt, es fehtl jedoch ein Schluss._