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Wolf Haas, Komm süsser Tod

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Innerer Monolog

Ah, es ist vier Uhr morgens. Mein Schädel brummt. Hab' wohl zu viel getrunken. Na egal, jetzt muss ich aber nach Hause. Sonst wirds morgen nichts mit aufstehen. Ja, hilf mir Nicole, so ist gut, alleine kann ich nämlich nicht mehr gehen. Es ist nicht einfach hier wegzukomen, die Treppe ist so steil. Nun stehen wir da, vor dem Golden Heart, dem Stammlokal der Rettungsbündler. Ich kann nicht gleich nach Hause, bin zu müde, zu betrunken. Noch ein bisschen hier sitzen, das wäre toll. Doch plötzlich ein lautes Geräusch, ein Auto? nein, ein Lastwagen. Wieso hält der genau vor uns? Und jetzt verschwindet auch noch die Nicole. Einfach so lässt sie mich zurück. Die beiden Männer haben sie wohl weggescheucht. Was haben die nur vor? Oh nein, sie kommen auf mich zu, und ich kann mich nicht rühren, bin viel zu schlapp. Was passiert jetzt? Die beiden sehen nicht gut gelaunt aus. Hätte vielleicht doch nicht mit meiner Uniform in ihr Stamm- Bumm...! Das hat weh getan! Was sind das für Sternchen und Vögelchen? Mein Kopf tut fürchterlich weh! Was ist passiert?

Erlebte Rede

Es war vier Uhr morgens. Sein Schädel brummte. Der Brenner hat wohl zu viel getrunken. Jetzt musste er aber nach Hause. Sonst wirds morgen nichts mit aufstehen, dachte er sich. Die Nicole half ihm, das mochte und brauchte er, denn alleine konnte er nämlich nicht mehr gehen. Es war nicht einfach hier wegzukomen, die Treppe war so steil, der Brenner ziemlich durch den Wind. Nun stehen sie da, vor dem Golden Heart, dem Stammlokal der Rettungsbündler. Der Brenner konnte nicht gleich nach Hause, er war zu müde, zu betrunken. Noch ein bisschen da sitzen, dachte er sich, das wäre toll. Doch plötzlich hörte er ein lautes Geräusch. Er fragete sich ob es ein Auto sei, doch dann erkannte er, dass ein Lastwagen vorgefahren war. Er hielt genau vor ihnen? Und dann verschwand auch noch die Nicole. Einfach so liess sie ihn zurück. Der Brenner dachte sich, dass die beiden Männer sie wohl weggescheucht haben müssen. Die beiden Männer hatten etwas vor. Sie kamen auf ihn zu, er konnte sich nicht rühren, war viel zu schlapp. Die beiden sahen nicht gut gelaunt aus. Der Brenner hätte vielleicht doch nicht mit seiner Uniform in ihr Stamm- Bumm...! Das muss weh getan haben! Ein Schlag voll ins Gesicht. Jetzt lag er sowieso flach am Boden. Dann wurde er noch ein bisschen am Boden herumgeschleift. Doch davon bakam er wahrscheindlich eh nichts mehr mit. Er war sofort nach dem Schlag weggetreten.

Auktoriale Erzählweise

Es war schon sehr spät. Vier Uhr früh um genau zu sein. Und immer noch sass er da, der Brenner. Die Nicole neben ihm, nicht sehr angetan von des Brenners Verhalten. Wie eine Schnapsleiche lehnte er sich über sein letztes Glas Wein. Doch er wusste, dass er sich nun wirklich langsam auf den Weg nach Hause machen musste. Sein Kopf brummte. Er trinkt nicht wirklich viel ond oft, doch heute, die zwei Flaschen Rotwein von denen er mindesten einenhalb gehabt hat, die taten ihm sichtlich nicht gut. Jedenfalls stand er nun auf, lallte etwas vor sich hin und wollte von seiner Begleiterin gstützt werden. Obwohl sie de Anschein machte, langsam genug vom Brenner zu haben, half sie ihm und führte ihn aus dem Lokal. Sie wusste nicht, dass in wenigen Momenten schreckhaft das Weite suchen würde. Aber langsam. Immer noch im Stammlokal der Rettungsbündler kam nun ein grosses Hindernis auf sie zu. Die Treppe! Alleine hätte es der Brenner nicht geschafft, das sah man ihm von Weitem schon an. Er torkelte, wankte. DOch mit Nicoles Hilfe gelang es. Was der Brenner nicht wusste, sogar die anderen Übriggebliebenen im Lokal machten sich über ihn lustig. Denen gings zwar auch nicht viel besser, eigentlich klar, wenn man um vier Uhr morgens noch sinnlos in einer Bar ist, doch um einen Kreuzretter auszulachen, sich über sein Benehmen, welches wirklich nicht das eines Gentlemans war, lustig zu machen, reichte die Kraft allemal. Endlich drausen, dachte sich der Brenner. Auch die Nicole. Frische Luft tat ihm gut. So lange in einem verrauchten Lokal zu verbringen, tut keinem gut, und natürlich der Wein. Gleich nach wenigen Metern wollte er sich wieder setzen. Auf den Bürgersteig. Zu betrunken war er, und sein Magen begann langsam sich zu drehen, doch das würde er in wenigen Augenblicken vergessen. Das schlimmste war allerdings sein Kopf. Der tat im meisten weh. Die Nicole wollte weg, sie mochte nicht mehr. Der Brenner wollte sie aber noch kurz bei sich haben. Vielleicht könnte er sie ja noch nach Hause begleiten und ihr dann ein wenig Befriedigung schenken. Doch er war noch so klar, dass er trotzdem noch realistisch denken konnte. In seinem Zustand konnte er jetzt niemanden mehr abschleppen. Im Gegenteil. Er würde wohl eher machtlos von jedem abgschleppt werden. Würde jetzt etwas passieren wäre er ohne Chance. Also, die Nicole setzte sich kurz zu ihm. Eher abgeneigt muss man dazu sagen. Kein Wort, nur sitzen und warten. Die beiden, vor allem der Brenner, warteten allerdings im falschen Moment an der falschen Stelle. Denn sie hörten plötzlich einen Lärm. Zuerst erkannte es der Brenner nicht. Die Nicole sah und hörte den Lastwagen sofort. Er kam näher, zwei Menschen stiegen aus. Sie murmelten und die Nicole war auch plötzlich weg, der Brenner fragte sich noch warum, als er schon die Faust des einen im Gesicht spürte. Sofort war er ohnmächtig.

Am nächsten Morgen wachte er auf, der Schmerz war gross.

Fortsetzung Kapitel 13

Der Brenner war gerade zurückgekehrt vom Gehirn abkratzen. Diese beiden zermanschten Gehirne rührten etwas in seinem eigenen Gehirn. Er dachte sich...Dings. Später dann. Auf jeden Fall sass er mit seinen Kreuzretterkollegen in der Cafeteria und schlürfte Kaffee. Niemand redete viel. Auch der Brenner nicht. Er dachte im Moment nicht wirklich an seinen Fall, an die Morde. Er überlegte sich, was er an diesem Tag noch alles erleben würde, den heute war ja das Donauinselfest. Er freute sich gar nicht auf die vieln Alkoholvergiftungen. Und die Wasserleichen. Es war ruhig, nicht sehr viel war heute los bei den Kreuzrettern. Vielleicht bleiben ale zu Hause, sprich Vorbereitung auf das grosse Besäufnis. Wenn der Brenner frei gehabt hätte, wäre er wohl auch dort hingegangen. Der Pöbel war ihm egal, heute hatte auch er Lust aufs Saufen. Aber nein, so wichtig war es ihm auch wieder nicht. Plötzlich ertönte es durch den Lautsprecher: "Brenner, sofort in mein Büro!" "Zu Befehl...Arschloch." Die Kollegen schon wieder am schmunzeln. "Na, was hast du diesmal angestellt, Herr Oberdetektiv?" ertönte es aus dem Munde des Hansi Munz, der sonst nie gross die Klappe aufmacht. "Sei ruhig!" Der Brenner zog von Dannen.