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30 Aug 2005 - 11:19 | Version 20 |


MariasKurzgeschichte

BERICHT:


  • Titel
  • Untertitel
  • Lead (einführender Text, das Wesentliche in Kürze zusammengefasst, auf einen Punkt gebracht)
  • Verfasser/in und ev. Datum
  • Meistens (oder häufig) Zusammenfassung (noch einmal, aber mit Zitaten) (ähnlich wie Lead)
  • Vom Wichtigen zum Unwichtigen chronologisiert (wie bei einer Nachricht/Meldung)

Verkürzter Busverkehr und Änderung des Fahrplanes
Schöne Bescherung zu Weihnachten?

Sollten die Machthaber der Stadt Aarau wirklich den Busverkehr kürzen? Nach Angaben einiger Schüler sind Gerüchte im Umlauf, dass der Bus mit der Nummer sieben nur noch bis zum Inkrafttreten der neuen Fahrpläne am 12. Dezember dieses Jahres seine Tour fährt. Dies soll aufgrund der Fahrplanänderungen der SBB geschehen und wäre eine wirkliche Katastrophe für alle auswärtigen Schülerinnen und Schüler der Neuen Kantonsschule Aarau (NKSA).

M.B. Aarau, 30.November
Zurzeit ist der Bus mit der Nummer 7 der am meisten gebrauchte der ganzen Busgesellschaft. Doch auch der am wenigsten zusätzlich bezahlte. Jeden Morgen ist der Bus regelrecht überfüllt, so dass alle Sitz- und Stehplätze besetzt sind. Manchmal sogar noch mehr als das. Keine anderen Busfahrer könnten einen freien Platz ergattern, so sehr sie das auch wollten. Die Schülerinnen und Schüler der NKSA stürmen allmorgendlich den Bus mit der Nummer 7. Alle diese Fakten bereiten dem vorstehenden Hauptvertreter der regionalen Busgesellschaft AAR Markus Schmid Sorgen. Die Schüler, welche sowieso schon mit dem Zug zur Schule kommen, haben ein Busbillet einbegriffen im Preis des Abonnements. So wird also nur sehr selten für den „Schulbus“ bezahlt. Es sind aber wegen der bevorstehenden Änderungen des Fahrplans schon etliche Klagen in das offizielle Büro der Busgesellschaft eingegangen.
Die Schulleitung, so der Rektor der NKSA Daniel Siegenthaler im Rektoratsbrief 3/2004, habe die Entstehung des neuen SBB-Fahrplanes zusammen mit der zuständigen Stelle im Kanton eng verfolgt. Die Schülerschaft werde von vielen Veränderungen profitieren können. In einzelnen Fällen würden sich durch den Fahrplanwechsel aber auch massive Verschlechterungen ergeben. Dies betreffe aber nur ganz wenige Schülerinnen und Schüler.
Doch genau diese Ungewissheit, welche Personen es treffen wird, löste heftige Diskussionen aus unter den Schülern. „Es wird sicher mich treffen“, so die pessimistische Stimme einer jungen Studentin, die den Unterricht erst seit einem halben Jahr mitverfolgt hat.
Wäre eine Umstrukturierung der Schulzeiten eine mögliche Lösung? Dazu meinte der Rektor, dass eine Veränderung des Stundenrasters zwar die Situation in den wenigen diskutierten und bereits angesprochenen Fällen entschärfen würde, aber insgesamt weit mehr Probleme schaffen als lösen würde. Unter anderem spielt die Vernetzung mit der Alten Kantonsschule Aarau (AKSA) eine grosse Rolle. Da diese direkt neben dem Bahnhof liegt, haben die erwähnten Probleme der SBB-Fahrplanänderung für diese Schülerschaft aber keine Bedeutung.
Die Schulleitung der NKSA hat beschlossen, dass der Fahrplanwechsel und seine Auswirkungen nun einmal beobachtet werden und konkrete Problemfälle individuell behandelt werden sollen.


Verkürzter Busverkehr
Sollten die Machthaber der Stadt Aarau wirklich den Busverkehr kürzen? Nach Angaben einiger Schüler sind Gerüchte im Umlauf, dass der Bus mit der Nummer sieben nur noch bis zum Inkrafttreten der neuen Fahrpläne am 12. Dezember dieses Jahres seine Tour fährt. Dies wäre eine wirkliche Katastrophe und gar keine erfreuliche Bescherung zu Weihnachten für alle auswärtigen Schüler der Neuen Kantonsschule Aarau (NKSA).

M.B. Aarau, 30.November
Zurzeit ist der Bus mit der Nummer 7 der am meisten gebrauchte der ganzen Busgesellschaft. Doch auch der am wenigsten zusätzlich bezahlte. Dies bereitet dem vorstehenden Hauptvertreter der regionalen Busgesellschaft AAR Markus Schmid Sorgen. Die Schüler, welche sowieso schon mit dem Zug zur Schule kommen, haben ein Busbillet einbegriffen im Preis des Abonnements.


Märchen: Schneewittchen

Vergiftung, was wird folgen?
Schlaraffenland, 12. November. (kk, mb) Der noch unbekannte Massenmörder hat wieder zugeschlagen. Am Freitagmorgen haben sieben kleine Männer die Leiche einer jungen Frau entdeckt. Diese wurde mit einem sehr gefährlichen Gift umgebracht, welches sich nach neuesten Forschungen in einem Apfel befand. Sieben Augenzeugen berichten, dass der Mörder alt und weiblich sei. Die Polizei ermittelt seit 3 Monaten in diesem Fall. Dieser Mord war bis jetzt einer der aufschlussreichsten, da die Polizei nun 90% der Bevölkerung als Täter ausschliessen kann. Das Motiv des Mörders bleibt aber weiterhin unbekannt.


Meldung, Nachricht

_Studentin zu sein hat viele Vorteile..._
Nach langer Unschlüssigkeit, zeigte sich Jackson Njue, Mister Kenia 1977 im Bodybuilding, bereitwillig , ein Interview zu geben. Zum Erstaunen vieler, gelang es zwei Schülerinnen den 55-Jährigen umzustimmen und ihm am Sonntagnachmittag in Zürich einige Antworten zu entlocken. Was genau den Anstoss zur plötzlichen Bereitwilligkeit Njues war, wussten selbst die Studentinnen nicht.
Der Fitnesscenterinhaber wohnt mit seiner Familie in Wallisellen (Schweiz) und sein grösster Erfolg war der 5. Platz an den Weltmeisterschaften 1982.


Interview "Zur Zeit"

Wie eine Doppelbürgerin zur EU steht

(Julie Moreau)


„Pips-Pips-Pips!“ So wird die 16-Jährige am Morgen um 5 Uhr 15 von ihrem Wecker aus dem Schlaf gerissen. Alsbald geht sie nach unten, trinkt einen Kaffee und eilt zum Schulbus. Ein ganz normaler Schultag hat begonnen. Mittags isst sie eine Kleinigkeit und sitzt nach einer Stunde wieder im Klassenzimmer. Wenn endlich auch die letzte Schulstunde vorüber ist, begibt sich die blauäugige Brünette auf den Heimweg. Wenn sie um 17.30 oder 18.30 Uhr zu Hause ankommt, hat sie ihre Hausaufgaben bereits im Bus erledigt. Sie setzt sich vor ihren Computer. Später geht sie zu Bett. Vielleicht wird sie sich, nachdem sie Musik gehört hat, vor dem Einschlafen noch eine DVD (sie hat eine Schwäche für Horrorfilme) anschauen.
Doch das grösste Glück in Julies Leben sind ihre Kollegen, mit denen sie viel Zeit verbringt. Sie geben ihr alles, was sie braucht. Oft haben sie es lustig zusammen und lachen viel. „Ich könnte mir nicht vorstellen, ohne meine Kollegen zu leben“, meint Julie. Mit ihren Freunden geht sie häufig nach Basel, Zürich, Aarau oder Baden: einkaufen, ins Kino gehen und jede Menge Spass haben. Weitere Freizeitbeschäftigungen sind Klavier spielen, malen, Sport treiben (Volleyball) und im Internet surfen. Und was sie wirklich in jeder freien Minute mag, ist das Musikhören. Sie hört nur Heavy Metal und bevorzugt dabei ihre Lieblingsgruppen Slipknot, Korn und Mudvayne.
Aufgewachsen in einer 5-köpfigen Familie, hat Julie eine ältere und eine jüngere Schwester (Sabrina, 18 und Lisa, 5). Die beiden spielen in Julies Leben eine grosse Rolle. Sie hat auch ein gutes Verhältnis zu ihren Eltern. Da der Vater aber viel fort ist und häufig arbeitet, führt sie zu ihrer Mutter eine engere Beziehung. Sie selbst sagt: „Ich habe alles, was ich zum Leben brauche. Ich bin eher ein bisschen verwöhnt.“
Später, also nach der Schule, will die Doppelbürgerin (FR/CH) etwas mit Sprachen oder Richtung Grafik machen. Früher wollte sie immer die Schweiz verlassen, wobei sie sich heute nicht mehr so sicher ist....
Bis heute hat Julie nur gute Erfahrungen gemacht mit Europa. „Mir gefällt die Atmosphäre in Frankreich und Deutschland sehr“. Dort wohnen auch viele ihrer Verwandten und bei denen war sie schon oft in den Ferien.
Julie hat verschiedene Lieblingsländer. Spanien und Frankreich gefallen ihr aber am besten. "Mein bester Kollege, mit dem ich drei Wochen in Spanien war, ist Spanier. Ich lernte in diesen Ferien die spanische Sprache und Kultur kennen. Und an Frankreich mag ich, dass es alle Arten von Natur gibt. Im Süden liebe ich den Strand und im Norden die Bretagne mit ihren Steinen und Felsen. Natürlich interessiere ich mich auch für die französische Sprache und Küche."
"Von der EU weiss ich eigentlich nicht so viel, nur, dass die Schweiz nicht dazu gehört." Da Julie sehr sprachinteressiert ist, könnte sie sich gut vorstellen, in einem Land zu wohnen und in einem anderen zu arbeiten. Unter diesen Umständen wäre es von Vorteil, wenn beide dieser Länder in der EU wären. Allein schon wegen dem Geld, das man andernfalls immer wechseln muss (der Euro ist überall gültig). Was Julie nicht gutheisst an der EU, ist das Verschmelzen der Kulturen, welches ihrer Ansicht nach unweigerlich bevorsteht. Man würde an den Traditionen und Sitten nicht mehr erkennen können, in welchem Land man sich befindet.
Die 16-jährige Julie Moreau ist klar der Meinung, dass ein EU-Beitritt der Schweiz fast nur positive Auswirkungen hätte. Nicht allein wegen der Währung und den offenen Grenzen, sondern auch für die Wirtschaft und Industrie der Schweiz würden sich neue Türen öffnen. Ein möglicher Nachteil könnte unter Umständen sein, dass die Schweiz keine Ausnahme mehr wäre und stark an Eigenart verlieren würde. Julie ist da aber anderer Ansicht: "Jedes Land ist auf seine Art speziell." Sie denkt, dass die Schweiz eher an Identität und Eigenart gewinnen würde durch einen EU-Beitritt. Dann hätte sie sich endlich dazu überwunden, sich jemandem "unterzuordnen" und einen Schritt in Richtung Zusammenarbeit mit anderen Ländern zu wagen. Die Nicht-Zugehörigkeit der Schweiz wird ihr, so glaubt Julie, keine Nachteile bringen, ist aber sicherlich für die Ausländer ein Problem. Das Einwandern oder Arbeiten in der Schweiz würde durch einen Beitritt in die EU sehr erleichtert. "Die Schweiz steht sowieso nicht in einem besonders guten Licht da. Die anderen Länder Europas sehen sie als Sonderstaat und denken, dass sie ihren eigenen Weg gehen will, um sich vor den anderen zu beweisen. Und die Kleinen, die können doch sowieso nicht auf sich selbst aufpassen."
Julie findet es nicht tragisch, dass die Schweiz zwar unabhängig ist, sich jedoch gleiche Sonderrechte und -vereinbarungen zukommen lässt wie sie die Mitgliedsstaaten der EU haben. Die Schweizer-Haltung zur EU wird, so denkt Julie, bei den Ausländern abgelehnt, von den patriotischen Schweizern begrüsst und dann gibt es noch viele, denen das ganz egal ist.