ProbeSchreibtestMaria

Auftrag #1: Innerer Monolog

21 Sep 2005 - 08:15 | Version 14 |

Irgendwann werden sies eh herausfinden. Verdammt noch mal, ich muss es ihnen endlich sagen! Sonst wird alles nur noch schlimmer und die Kacke in der ich stecke noch tiefer. Aber wie nur?! Nein, ich kanns nicht. Die Klinikkosten müsste ich ja dann bezahlen. Und die Presse. Die würde mich fertig machen. Mich einen Lügner und Betrüger nennen. HIIIILFEEEEEE!! Lieber Gott wo bist du nur?? Hilf mir aus der KLemme! Ich geh dafür bis an mein Lebensende einmal pro Monat ind die Kirche!!!! So ne Demütigung kannst du nicht mal mir antun!

Hätte ich doch nur diesen Film "Shine" nie gesehen. Wie bin ich bloss auf so was gekommen? Der Regisseur ist eh scheisse! Ich klag ihn an. Der hat mich schliesslich auf meine Idee gebracht, einen psychisch Kranken nachzuahmen.

Was für eine bescheuerte Idee von mir. Einen Debilen spielen. Auf so was kommt man halt, wenn die Ferien langweilig sind.

Wieso bin ich bloss ans Meer runtergefahren und habe mich durchnässt in den Sand gelegt? Wieso wollte ich mich bloss einmal wie ein Debiler fühlen? Einen Tag wie sie erleben? Nie hätte ich doch daran gedacht, dass mich meine Finder in eine Klinik einliefern würden. Obwohl, eigentlich war es ja wirklich logisch, dass so was passierten würde. Oh Gott, Oh gott! Mama hatte wirklich recht gehabt! Ich bin zu nichts zu gebrauchen. Ich hätte gleich am Anfang den Ärzten sagen müssen, dass das ein Missverständnis war. Dass ich eigentlich gar nicht in ne KLinik gehöre. Aber nein...dumm wie ich bin, habe ich mitgespielt. Hab mich absichtlich noch dümmer und noch blöder gestellt. Genoss die Aufmerksamkeit. Ich im Fernsehen, im Radio, in den Zeitungen. ich, der Loser, war endlich berühmt!

aber jetzt. der 4.Monat hier. Wie gehts nur weiter? Die Presse berichtet nun nicht mehr über mich. Nur noch über dieses einjährige Kind, das schon Fahrrad fährt. Mama hat doch immer gseagt: wer sät, der ernet. Oh ja, Mama! Nun hab ich echt den totalen Mist gesät.


_Gute Idee mit dem Film SHINE. Der Tonfall ist weniger der eines inneren denn eines äusseren Monologs. D.h. man hat nicht das Gefühl, dass die Person denkt und fühlt, sondern dass Sie spricht und z.B. jemandem von diesem Erlebnis erzählt. Überlegen Sie sich: Wie denkt diese Person?_

Erlebte Rede

Irgendwann werden sie es eh herausfinden, dachte er. Er musste es ihnen endlich sagen. Sonst würde alles noch schlimmer werden und die Kacke, in der er steckte, noch tiefer. Aber wie soll er dies nur fertigbringen? Nein, er kann es nicht. Die Klinikkosten müsste er ja dann auch noch bezahlen. Und erst die Presse. Sie würde ihn fertigmachen. Ihn einen Lüger und Betrüger nennen. In seinem Innern schrie er auf:" HILFEEEE! Lieber Gott! Bitte hilf mir aus der Klemme! Hilf mir, und ich gehe dafür bis an mein Lebensende einmal im Monat in die Kirche! So eine Demütigung kannst du doch nicht einmal mir antun!

Hätte er doch nur diesen Film "Shine" nie gesehen. Wie ist er bloss auf so was gekommen? Der Regisseur gefällt ihm sowieso nicht! Er klagt ihn an. Der hat ihn schliesslich auf seine Idee gebracht, einen psychisch Kranken nachzuahmen.

Was für eine bescheuerte Idee von ihm. Einen Debilen spielen. Auf so was kommt man halt, wenn die Ferien langweilig sind.

Wieso ist er bloss ans Meer runtergefahren und hat sich durchnässt in den Sand gelegt? Wieso wollte er sich bloss einmal wie ein Debiler fühlen? Einen Tag wie sie erleben? Nie hätte er doch daran gedacht, dass ihn seine Finder in eine Klinik einliefern würden. Obwohl, eigentlich war es ja wirklich logisch, dass so was passierten würde. "Oh Gott, Oh gott!", dachte er. "Mama hatte wirklich recht gehabt! Ich bin zu nichts zu gebrauchen." Er hätte gleich am Anfang den Ärzten sagen müssen, dass das ein Missverständnis war. Dass er eigentlich gar nicht in eine KLinik gehöre. Aber nein...dumm wie er ist, hat er mitgespielt. Hat sich absichtlich noch dümmer und noch blöder gestellt. Genoss die Aufmerksamkeit. Ich im Fernsehen, im Radio, in den Zeitungen. Er, der Loser, war endlich berühmt!

Aber jetzt. Der 4.Monat hier. Wie gehts nun weiter? Die Presse berichtet nun nicht mehr über ihn. Nur noch über dieses einjährige Kind, das schon Fahrrad fährt. Mama hat doch immer gsagt: wer sät, der ernet. Oh ja, Mama!", dachte er."Nun hab ich echt den totalen Mist gesät."

Auktorialer Text

Von aussen konnte man nichts ungewöhnliches an der psychiatrischen Klinik in der englischen Grafschaft Kent erkennen. Es war ein hübsches, altes Gebäube, das von einem stattlichen, grünen Garten umgeben war. Spitzte man jedoch die Ohren, so hörte man jemand gekonnt auf einem Klavier spielen. Das war auch schon das einzige ungewohnte Anzeichen, das sich Aussenstehenden bot. Zwar blieben alle, welche das Klinikgelände passierten, stehen und lauschten den zarten Klängen. Doch niemand ahnte, was für eine Aufregung im Innern der Klinik im Gange war. Das ganze KLinikpersonal hatte sich im Musizierraum versammelt und lauschten dem Mann am Klavier. Bei diesem Klaviergenie handelte es sich um den misteriösen Mann, der an einem Strand aufgefunden worden war und seit diesem Vorfall vor einem Monat kein Wort gesprochen hatte. Alle hatten die Hoffnung schon aufgegeben, die Identität des Mannes je herauszufinden. Doch dann entdeckt Schwester Ute diese Zeichnung von einem Klavier im Nachttisch des Unbekannten und er wird sofort ans Klavier gesetzt, auf dem er beginnt zu spielen. Die frohe Neuigkeit verbreitete sich sogleich in der ganzen Klinik. Das ganze Personal eilte sofortin den Musikraum, um sich von dem schier unglaublichen zu überzeugen. Da standen sie nun schon seit einer halben Schtunde und lauschten. "Mein Gott, das gibt es soch nicht! Wer hätte das noch gedacht. Da spricht er Wochen lang nichts und auf einmal setzt er sich ans Klavier und spielt Lieder, die selbst Beethoven kaum hätte spielen können. Mein Gott!" der Chefarzt hatte soeben ausgesprochen, was alle im Raum dachten. Wirklich alle? Alle, bis auf die Maus, die soeben in ihr Loch verschwunden war und den spielenden Mann. In Tat und Wahrheit war er der Einzige, der wirklich wusste, was hier vorsichging. Die ganze Aufregung um seine Person hatte er von langer HAnd geplant.

Während seinen Ferien war es ihm nämlich schrecklich langweilig gewesen. Ein Film hatte ihn daraufhin auf die Idee gebracht, einen psychisch Kranken nachzuahmen. Völlig begeistert hatte er sich in einen Zug gesetzt, der ihn in die Nähe einer psychiatrischen Anstalt bringen sollte. Dort, so hoffte er, werde er dann eingeliefert, und würde dann den Rest seiner bis dahin langweiligen Ferien verbringen. Tatsächlich war sein Plan am Anfang aufgegangen. Er wurde an einem Strand, wo er sich zuvor hingêlegt hatte, gefunden, und in die Klinik eingeliefert. Doch aufregend konnte man das alles nicht nennen. Deshalb hatte er sich einen neuen Plan ausgeheckt.... Seit seinem 5.Lebensjahr spielte er nun schon KLavier und er beherrschte es wie nur wenig andere. Sein Plan war nun, ein Klaviergenie vorzutäuschen, um seine Person auch für die Presse interessant zu machen. Und er schien wirklich aufzugehen, wenn er da am Klavier sitzend in die offenen Mäuler seiner Hörrer starrte und sich selbt für die grossartige Leistung auf die Schultern klopfte.