19.08.04

Grundidee:

KurzgeschichteMarius

Die Grundidee für meinen Text ist die folgende: Ich stelle mir vor einen spannenden Krimi zu schreiben, zum Thema Nacht. Die Hauptperson wird wahrscheinlich ein Mann sein.

Textsorte Krimi:

Form:

  • lang

  • lange ausführlich, verschachtelte Sätze

Inhalt:

Mysteriöser Mord, der sich in dunkler Nacht ereignet. Kommissar, der das Verbrechen aufdecken muss.

Mein Text als Gedicht:

Regeln:

  • Reimschema festlegen

  • Kreative Wortwahl

  • Kurze verständliche Sätze

Mein Gedicht:

Es geschah in tiefster Nacht,

im Hintergrund ein Manne lacht,

mit auf der Schulter einem Beil,

zerhackt er Opfer rasch entzwei.

Das Blut klebt fest an seinen Händen,

die vor Erschöpfung almählich hängen.

Er freut sich wie ein Kopfsalat,

der irregewordene Psychopat.

Doch auf dem Hügel wie ein Bär,

steht schon der grosse Kommissär.

Und schnell der Mörder wird gefasst,

für ihn wird das zur grossen Last.

Und die Moral von der Geschicht,

Mörder fasst man oder nicht.

Reflektion

Das Reimen war nicht ganz einfach,

aber mir hat es sehr grossen spass gemacht.

Inserat vom Tierheim Aarau

Tier:

Süsser Kater, stubenrein, kann selbst raus, wenn sie eine Katzentür einbauen.

Alter:

Vier Jahre alt.

Rasse:

Von der Gattung „gattus struzernicus“ abstammend.

Spezielle Tricks:

Der Kater ist dazu erzogen worden, alle möglichen Dinge die er findet, oder „findet“, dem Besitzer zu bringen. (Wir haften nicht für Anklagen aller Art)

Bedürfnisse:

Viel Spielraum, reiche Nachbarn, eine möglichst grosses Katzentor. Nettes Herrchen oder Frauchen, das sich liebevoll um ihn kümmert und ihn jeden Tag mit einem frischen Filet Wellington erfreut.(Als Lohn für die harte Arbeit). Wagen sie nicht ihn zu kastrieren, sonst wird er Aggressiv und wetzt seine Krallen an ihnen.

Hobbies:

Treibt gerne regen Geschlechtsverkehr im Rotlichtmilieu, mit einem kleinen Teil seiner Einnahmen. Wagen sie nicht ihn zu stören. Schläft gerne auf einem Seidenkissen mit eingebauter Vibrationsfunktion. Trägt leidenschaftlich gern Tangas, die er „gefunden“ hat.

* katze.jpg:
katze.jpg

Original

Der Dieb auf leisen Pfoten

Frauchen Alin Daffin kann es nicht fassen, als sie am Samstag morgen nach Unten ins Wohnzimmer kommt und ihr eine sanfte Brise von frischem Leder, neuen Schuhen und Markenkleider in die Nase steigt. Tommy konnte es wieder einmal nicht lassen, er hatte seine nächtlichen Aktionen wieder einmal durchgezogen und kam rabenschwarz getarnt, wie ein Soldat, nach Hause.

Alin, noch verschlafen und ungewaschen, tastet, wie ein Blinder, nach den Besitztümern, die ihr Kater, der es wieder einmal zu gut gemeint hatte, mitgebracht hat.

Sie kann es nicht fassen sie sieht sich in ihrer recht kleinen, mit Diebesgut überfüllten Wohnung um und ertappt ihren Kater, der schon wieder abhauen wollte. Wütend faucht sie ihn an. Darauf dreht er sich verstört um und fragt sich, was los ist.

Überarbeitung von Sophia

Der Dieb auf leisen Pfoten

Frauchen Alin Daffin kann es nicht fassen, als sie am Samstag morgen nach Unten ins Wohnzimmer kommt und ihr eine sanfte Brise von frischem Leder, neuen Schuhen und Markenkleider in die Nase steigt. Tommy konnte es wieder einmal nicht lassen, er hatte seine nächtlichen Aktionen erneut durchgezogen und kam rabenschwarz getarnt, wie ein Soldat, nach Hause. Alin, noch verschlafen und ungewaschen, tastet, wie ein Blinder, nach den Besitztümern, die ihr Kater, der es wieder einmal zu gut gemeint hatte, mitgebracht hat.

Sie kann es nicht fassen sie sieht sich in ihrer recht kleinen, mit Diebesgut überfüllten Wohnung um und ertappt ihren Kater, der schon wieder abhauen will. Wütend faucht sie ihn an. Doch gleichgültig dreht sich Tommy um, wirft ihr einen niederwürfigen Blick zu und entwischt durch das schon alte, etwas klapprige Katzentürchen. Alins Hand bleibt im Türchen stecken, als sie versucht ihn festzuhalten. Das Gibt bestimmt einen blauen Mond! Ein kalter Schauer durchfährt ihren zerbrechlichen Körper während sie auf dem glatten Marmorboden liegt. Sie rappelt sich wieder zusammen und schlurft durch das pompöse Wohnzimmer. Erschöpft setzt sie sich vor das Cheminée, betrachtet die züngelnden Flammen und horcht dem leisen Knistern des Holzes. Über dem Kamin, in einem goldene Bilderrahmen, hängt ein Gemälde ihres Vaters. Es zeigt ihn thronend auf einem prunkvollen Sessel, aus rotem Samt. Sein Blick, so stolz. Neben ihm liegt eine schwarze Katze auf einem königsblauen Kissen.

Wie konnte sie nur zulassen, dass diese Tradition weiter geführt wurde?! Damals, vor vielen Jahren, gab es da so einen Kater. Der gefürchteste Kater aller zeiten. Ivan der schreckliche, nannten sie ihn! Er setzte viele Kinder in die Welt, die sein Werk weiterführten. Er bescherte Alins Familie viel Reichtum, Macht und Ansehen.

All diese goldenen Objekte, die verschnörkelten Tapeten, die teuren Teppiche, einfach alles hat sie diesem Kater zu verdanken. Ganz unwohl wird ihr, wenn sie daran denkt worüber die Nachbarschaft spricht. Wenn die wüssten, dass sie gar nicht so falsch liegen mit ihrer Vermutung! Na ja, was will man machen! Traditionen müssen eben fortgesetzt werden!

Marius Schlussvolgerung

Der Dieb auf leisen Pfoten

Frauchen Alin Daffin kann es nicht fassen, als sie am Samstag morgen nach Unten ins Wohnzimmer kommt und ihr eine sanfte Brise von frischem Leder, neuen Schuhen und Markenkleider in die Nase steigt. Tommy konnte es wieder einmal nicht lassen, er hatte seine nächtlichen Aktionen erneut durchgezogen und kam rabenschwarz getarnt, wie ein Soldat, nach Hause. Alin, noch verschlafen und ungewaschen, tastet, wie ein Blinder, nach den Besitztümern, die ihr Kater, der es wieder einmal zu gut gemeint hatte, mitgebracht hat.

Sie kann es nicht fassen sie sieht sich in ihrer recht kleinen, mit Diebesgut überfüllten Wohnung um und ertappt ihren Kater, der schon wieder abhauen will. Wütend faucht sie ihn an. Doch gleichgültig dreht sich Tommy um, wirft ihr einen niederwürfigen Blick zu und entwischt durch das schon alte, etwas klapprige Katzentürchen. Alins Hand bleibt im Türchen stecken, als sie versucht ihn festzuhalten. Das Gibt bestimmt einen blauen Mond! Ein kalter Schauer durchfährt ihren zerbrechlichen Körper während sie auf dem glatten Marmorboden liegt. Sie rappelt sich wieder zusammen und schlurft durch das pompöse Wohnzimmer. Erschöpft setzt sie sich vor das Cheminée, betrachtet die züngelnden Flammen und horcht dem leisen Knistern des Holzes. Über dem Kamin, in einem goldene Bilderrahmen, hängt ein Gemälde ihres Vaters. Es zeigt ihn thronend auf einem prunkvollen Sessel, aus rotem Samt. Sein Blick, so stolz. Neben ihm liegt eine schwarze Katze auf einem königsblauen Kissen.

Wie konnte sie nur zulassen, dass diese Tradition weiter geführt wurde?! Damals, vor vielen Jahren, gab es da so einen Kater. Der gefürchteste Kater aller zeiten. Ivan der schreckliche, nannten sie ihn! Er setzte viele Kinder in die Welt, die sein Werk weiterführten. Er bescherte Alins Familie viel Reichtum, Macht und Ansehen.

All diese goldenen Objekte, die verschnörkelten Tapeten, die teuren Teppiche, einfach alles hat sie diesem Kater zu "verdanken". Ganz unwohl wird ihr, wenn sie daran denkt worüber die Nachbarschaft spricht. Wenn die wüssten, dass sie gar nicht so falsch liegen mit ihrer Vermutung! Na ja, was will man machen! Traditionen müssen eben fortgesetzt werden, auch wenn man sie verachtet!


_Kommentar bk: Sehr originell finde ich den Schluss, wo die Geschichte eine überraschende Wendung erfährt. Das gibt der Geschichte ein ganz anderes Gesicht. Dieser Schluss müsste allerdings - ich hab es bereits mündlich gesagt - in irgendeiner Form vorbereitet werden. Ist die Hausherrin nun gegen diese Tradition, gegen diesen Kater? Oder befürwortet Sie das Ganze? Ihre Wortwahl lässt beide Schlüsse zu. Versuchen Sie sich für eine der beiden Möglichkeiten zu entscheiden - am Ende stehen nur Ihre Worte auf dem Papier, mehr nicht. D.h. der Text muss selbsterklärend sein._


Erzählung:

Seenot (Tagesanzeiger, 08.01.00)

Du glaubst nicht, was ich gestern wieder in der Zeitung gelesen habe.

Da hat doch so ein verrückter Däne in Kopenhagen, von seiner Badewanne aus einen nächtlichen Rettungseinsatz der Küstenwache ausgelöst. Das Hochsee-Rettungskommando angerufen hat er und rate mal, der verrückte, der übrigens betrunken gewesen sei, hat doch tatsächlich noch mehrere Notrufe durchgegeben und erzählt er sei mit seiner zwölfteiligen Mannschaft westlich der Ostseeinsel Bornholm in Seenot geraten. Während er mit seinem Spielzeugboot hantierte, hat der 52-Jährige doch, so etwas verrücktes, tatsächlich behauptet sein Frachter hätte sich geneigt und ein Besatzungsmitglied sei über Bord gespült worden. Es kommt noch besser, die Küstenwache, die darauf in Alarmbereitschaft war, hat zwei Rettungsschiffe ins besagte Gebiet geschickt, die nach eineinhalb stündiger Suche die Hoffnung aufgeben mussten und zum Stützpunkt zurückkehrten. Zum Schluss konnten sie die Notrufe des Irren glücklicherweise zurückverfolgen und ihn entlarven.

Du glaubst nicht was man heutzutage für komische Geschichten zu Gesicht bekommt!


_Kommentar bk: Sie wählen einen mündlichen Erzählstil, der mich v.a. zu Beginn und am Ende überzeugt. Da sprechen Sie den Zuhörenden bzw. die Leser/innen direkt an. In der Mitte vergessen Sie das ein wenig, d.h. dort erzählen Sie einfach die Geschichte in wenig abgewandelter Form. Gut sind Elemente wie "rate mal" oder "so etwas Verrücktes" oder "Es kommt noch besser". Versuchen Sie diese Teile noch zu verstärken, denn im Mündlichen geschieht es ja immer wieder, dass man sich korrigiert, dass man abschweift, nicht mehr weiter weiss usw. Und denken Sie sich: Ich als Leser muss mir die Person vorstellen können, die da erzählt, ganz konkret. Ich muss die Stimme hören, mir ein Gesicht vorstellen können._


23.09.04: Probe-Probe 2: Wegen Kälte im Gefängnis

Es war der 1. Oktober, Giovanni musste seine Hütte, in der er den letzten Sommer verbracht hatte, aufgrund seiner gefrässigen Mitbewohner und nicht bezahlter Miete verlassen. Die Ratten hatten ihm sämtliche Vorräte weggefressen und seine Kleider angenagt.

Hörspiel Knöpfe: Interpretation

Erste Leseerfahrung:

Beim Lesen zu beginn wirkt das Hörspiel bizarr auf mich. Ich frage mich, was das Hörspiel soll, was dahinter steckt, was die Autorin versucht mir mitzuteilen. Während dem Lesen beginnt das Hörspiel mir zu gefallen, es fesselt mich, ich möchte unbedingt wissen, was das für ein Geräusch hinter der Wand ist. Ich frage mich, warum diese Knöpfe Namen haben, ich frage mich, was hinter diesen Namen steckt, warum sie so heissen. Sind sie nach jemandem benannt, demjenigen der sie erfunden hat? Ich frage mich am Ende, was genau geschehen ist. Werden Menschen zu Knöpfen verarbeitet, wie geht das, ist das möglich? Will die Autorin, dass man am Ende das glaubt oder habe ich das Hörspiel nicht verstanden? Am Ende hat mir das Hörspiel gut gefallen. Ich finde die Dialoge zwischen den Personen spannend, mir Gefällt das Geräusch hinter den Wänden, es erzeugt Spannung, der eigentlich langweilige Arbeitsplatz wird gruselig dargestellt. Mir gefällt, das am Ende eigentlich alle verrückt werden. Ich frage mich was in Zukunft noch für Knöpfe erscheinen werden. Werden noch viele Menschen dort arbeiten, oder wird alles aufgedeckt?

Verstehenshorizont:

Zwischen der heutigen Zeit und der Nachkriegszeit, in der das Hörspiel stattfindet, herscht eine historische recht grosse historische Distanz, immerhin hat Ilse Eichinger das Hörspiel 1953 geschrieben. Man muss die damalige Nachkriegszeit verstehen, man muss den Hintergrund kennen. Ich habe durch dieses Hörspiel mehr über die Nachkriegszeit erfahen, mir war nicht klar, dass Frauen in dieser Zeit weniger Rechte hatten, dass sie meist schlecht bezahlt waren. Mir war auch nicht klar, wie schwierig es war eine Arbeit zu finden und dann diese auch behalten zu können. Dieses Hörspiel hat dazu beigetragen meinen Verstehenshorizont über die Nachkriegszeit zu erweitern.

Beschreibung:

Über die Szenenabfolge lässt sich eigentlich nur sagen, das auf eine Szene in einem Raum, meistens wieder eine Szene draussen folgt. Am Anfang zum Beispiel spielt sich eine Szene in der Knopffabrik ab. Die nächste Szene folgt dann draussen auf der Strasse. Das ganze Hörspiel besteht eigentlich hauptsächlich nur aus Dialögen, es kommt fast nie vor, dass eine Person lange allein unterwegs ist, ausser in der Szene, als Ann Bill verfolgt.

Deutung:

Das Hörspiel wurde zwar erst 1953 geschrieben, trotzdem würde ich es zur Trümmerliteratur zählen, weil es genau die Zeit nach dem Krieg beschreibt, es geht zwar nicht um Kriegsheimkehrende, aber dafür um die Nachwirkungen des Kriegs. Das Ausbezahlen von Wochenlöhnen deutet darauf hin, dass man keine gesicherte Arbeit hat, man kann ohne weiteres am Ende der Woche ohne Arbeit dastehen, es gibt keine Entlassungsfrist, trotzdem muss man schwer arbeiten, manchmal sogar am Sonntag. Man hat es schwer überhaupt eine Arbeit zu finden (John zum Beispiel, der immer wieder aufs neue von der Lagerverwaltung enttäuscht wird und dann ohne Arbeit dasteht) und wenn man erst eine gefunden hat, dann kann man sie ohne weiteres wieder verlieren. Ilse Eichinger will dem Leser mitteilen, dass die Frauen in dieser Zeit häufig schlechter behandelt wurden, als die Männer. Im Hörspiel wird ihnen in der Knopffabrik das Fragenstellen und das "selber denken" untersagt. Sie dürfen nicht hinterfragen, obwohl sie sich vor dem Geräusch hinter der Wand fürchten. Ich denke, dass Ilse Eichinger auch in dieser Situation war, dass sie diese Diskriminierung am eigenen Leib erlebt hatte und dadurch inspieriert wurde dieses Hörspiel zu schreiben.

Wertung:

Ich denke, dass die Unterdrückung der Frauen, wie sie in Ilse Eichingers Hösrspiel vorkommt auch heute noch ein Thema ist, es gibt auch heute noch Länder in denen die Frauen bei weitem nicht so viele Rechte haben, wie die Männer. Ilse Eichingers Standpunkt ist also bis heute noch wichtig/interessant. Mich selbst hat das Hörspiel dazu angeregt, darüber nachzudenken, wie es heute in anderen Ländern um die Rechte der Frauen steht.

Hörspiel:

Idee: Sieben Todsünden

Personen: Mädchen, Todsünden, Puppe

Leitmotive: Gewissen, Puppe

Ziel: Kritik an Todsünden

Rohfassung:

9-10-jähriges Mädchen, das nacheinander die Todsünden trifft, nicht alle, sonst geht es zu lang. Bei einer steht vielleicht ein Schild: Bin bei MC Donalds, wie wir schon gesagt haben. In den Geschprächen zwischen Todsünden und Mädchen versuchen die Todsünden das Mädchen zu verführen. Puppe redet dem Mädchen immer wieder ein, es soll nichts davon tun, was die Todsünden sagen. Puppe ist das Gewissen des Mädchens. Gegen Ende erkennt das Mädchen das die Todsünden nicht nur negativ sind sondern auch ihre guten Seiten haben. Zum Beispiel kann das sammeln von Dingen auch gut sein, solange man nicht damit übertreibt, ohne das man gleich von Habgier spricht.

HörspielMarius