Michael König




Heinrich Heine - Orpheisch



Interpretation von Ilse Aichingers Hörspiel Knöpfe

-> Erste Lese- bzw. Hörerfahrungen

Die Einleitung des Hörspiels beginnt sehr gut, ich bin schon im ersten Abschnitt
"mittendrin". Ich frage mich dann auch sofort, warum denn diese Knöpfe so kostbar sind
und was das Geräusch hinter der Wand darstellen soll.
Nach den ersten paar Seiten verliert der Text aber an Spannung. Trotzdem lese ich
weiter, in der Hoffnung, die Auflösung des geheimnisvollen Geräusches zu erhalten.


-> Verstehenshorizont

Dass das Stück in der Nachkriegszeit spielt und damit zur Trümmerliteratur gehört, merke ich
relativ rasch [Seite 15: Der Wochenlohn, den sie in der Fabrik erhalten, ist gerade mal soviel wert wie ein Knopf.]
Historisch gesehen habe ich Wissenslücken was diese Epoche betrifft. Ich kann mir die
Lebensbedingungen nicht so gut vorstellen und wusste auch nicht, dass Frauen in dieser
Zeit weniger Rechte hatten.


-> kurze Beschreibung

Es besteht ein kontinuierlicher Wechsel der Szenen zwischen der Knopffabrik und draussen.
Ausserdem gibt es mehrere Rückblenden, zum Beispiel auf Seite 16/17: Das Einführungsgespräck
von Bill mit Jean spielt eigentlich viel früher (Einschub zum besseren Verständnis).


-> Deutung

Das Stück zeigt mir wie die Lebensbedingungen in dieser Zeit waren. Man musste in dieser
Zeit sehr lange arbeiten, ausserdem gab es wenig Wochenlohn und wenn man unzufrieden war, gab
es genug andere, die nur auf eine freie Arbeitstelle warteten.
Deshalb wurden viele von ihren Arbeitgebern ausgenutzt und konnten nichts dagegen tun,
weil sie sonst ihren Job verloren hätten.

Den Text ordne ich ganz klar in die Trümmerliteratur ein, da es offensichtlich in der
Nachkriegszeit spielt.


-> Wertung

Mir persönlich gefällt der Text sehr gut. Vor allem die unheimlichen Geräusche hinter
der Wand motivieren mich zum weiterlesen (-hören).
Der Schluss hingegen überrascht mich, ich hätte nie gedacht, dass Ann kündigt, sondern
auch ein Knopf wird.



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