Hey, ciao smile

15 Oct 2006 - 18:27 | Version 12 |

schön, dass du uf mini site cho besch...

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Willkomen

ProbeSchreibtestNicolasBrunner?.

Piano-Mann

1. Innerer Monolog

Endlich haben diese Idioten die Sache gefressen und mich auf eine psychiatrische Klinik geschickt! Wenn ich es aushalte mein Scheinbild lange genug vorzugaukeln, bin ich ein gemachter Mann. Wahrscheinlich werden die Regisseure mir nur so nachlaufen, wobei ich mir das bestbezahlte Angebot aussuchen werde. Oh, aufpassen, da kommt jemand! Wieder diese aussagslose Mine aufsetzen und ja nicht aus Versehen ein Wort rauslassen. Die reden ja auf mich ein, als sei ich total von der Rolle. Naja, wahrscheinlich erwecke ich bei ihnen diesen Eindruck, also glauben sie mir ich sei total neben der Rolle. Soll ich mich wieder ans Klavier setzen und irgendein Lied vorspielen? Das würde meine Glaubwürdigkeit wohl noch unterstreichen. Also, wann setzen mir diese dummen Psychiater endlich ein Blatt Papier vor die Nase, damit ich ihnen einen Flügel zeichnen kann? Oh, da liegt ja eine Zeitung... was, ich bin schon auf der Titelseite der „Times“? Trotzdem werde ich wohl aber noch ein zwei Wochen weiter schweigen müssen. (Am Abend im Bett) Ich hoffe nur, ich werde danach nicht noch zu einem Richtigen Fall. Ich habe ja auch Bedenken dabei, ob ich danach eine Busse bekomme. Mache ich wirklich etwas Rentables durch? Ist ja nun auch egal. Ich habe mit dem Ganzen begonnen, also ziehe ich es auch durch! Auf den Tag, an dem ich endlich wieder sprechen kann, freue ich mich schon riesig. Dann werde ich endlich meine Meinung zu allem sagen können. Zum jetzigen Zeitpunkt muss ich immer Schweigend daneben hocken, obwohl ich darauf brenne, meine Gedanken zu äussern. Die Zeit vorher will ich nun einfach beiseite schieben und ein neues Leben beginnen, in Saus und Braus. Endlich mal ein lohnenswertes Leben!

2. Erlebte Rede

Endlich haben diese Idioten die Sache gefressen und ihn auf eine psychiatrische Klinik geschickt! Wenn er es aushält sein Scheinbild lange genug vorzugaukeln, ist er ein gemachter Mann. Wahrscheinlich werden die Regisseure ihm nur so nachlaufen, wobei er sich das bestbezahlte Angebot aussuchen wird. Achtung, aufpassen, da kommt jemand! Wieder diese aussagslose Miene aufsetzen und ja nicht aus Versehen ein Wort rauslassen. Die reden ja auf ihn ein, als sei er total von der Rolle. Naja, wahrscheinlich erweckt er bei ihnen einen total gestörten Eindruck, also glauben sie ihm auch alles. Soll er sich wieder ans Klavier setzen und irgendein Lied vorspielen? Das würde seine Glaubwürdigkeit wohl noch steigern. Also, wann setzen ihm diese dummen Psychiater endlich ein Blatt Papier vor die Nase, damit er ihnen einen Flügel zeichnen kann? Oh, da liegt ja eine Zeitung... was, er ist schon auf der Titelseite der „Times“? Trotzdem wird er wohl noch ein zwei Wochen weiter schweigen müssen. (Am Abend im Bett) Er hofft nur, er werde danach nicht noch zu einem richtigen Fall. Er hat ja auch Bedenken, ob er danach eine Busse bekomme. Macht er eigentlich wirklich etwas Rentables durch? Ist ja nun auch egal. Er hat mit dem Ganzen begonnen, also zieht er es auch durch! Auf den Tag, an dem er endlich wieder sprechen kann, freut er sich schon riesig. Dann wird er endlich seine Meinung zu Allem sagen können. Zum jetzigen Zeitpunkt muss er immer Schweigend daneben hocken, obwohl er darauf brennen würde, seine Gedanken zu äussern. Die Zeit vorher will er nun einfach beiseite schieben und ein neues Leben beginnen, in Saus und Braus. Endlich mal ein lohnenswertes Leben!


_Guter Gegensatz: Schweigen jetzt - Sprechen später. Mit interessanten Details (Titelseite der Times). Weniger gelungen der Übergang zwischen dem 1. und dem 2. Teil (Am Abend im Bett) - diese Information müssen Sie implizit vermitteln. - Bei der Umwandlung von i.M. in e.R. sollte das Präsens in das für Erzählungen gängige Präteritum umgewandelt werden._

3. Auktoriales Erzählverhalten

„Erzähl mir was von dir!“ forderte ihn sein Gegenüber auf. Er überlegte sich kurz ob er ihr seine unglaubwürdirge Vergangenheit erzählen sollte, oder ob er ihr ein irgendein stinknormales Leben vorgaukeln sollte und entschied sich dann für die Wahrheit. Sie legte ihre Hände auf seine und er öffnete seinen Mund schweren Herzens.

„Weißt du“, begann er, „als ich noch jung war, sehnte ich mich nach einem anderen Leben. Ein Leben wie es die Reichen führen. Ohne Sorgen und mit viel Geld.“ Sie runzelte die Augenbrauen und verdrehte ihre Augen, was ihn nur noch unsicherer machte. „Ich wollte auf mich aufmerksam machen, um meine Chance zu bekommen. Deshalb entschied ich mich, einen schweren psychischen Fall vorzutäuschen, also reiste ich nach London, wo mich niemand kannte und begann zu schweigen. Kurz darauf wurde ich ihn eine Klinik für besonders schwere Fälle verordnet.“ Er unterbrach kurz. Währenddessen überfielen sie tausende von Gedanken. Dann fuhr er, in ihren Augen wirklich jemand mysteriöses, fort: „Dort verliess ich mich ganz auf meine musikalischen Stärken. Ich schwieg immer noch, versuchte mich jedoch nicht ganz von der Aussenwelt abzukoppeln. Dies gelang mir dadurch, dass ich mich Stundenlang ans Klavier setzen konnte und meinen Gefühlen freien Lauf liess. Nach einigen Wochen kam mir eine Zeitung unter die Finger, auf dessen Titelseite ein grosses Foto von mir war. Das war eine riesige Erleichterung für mich, denn es war mir endlich gelungen die Aufmerksamkeit der Massen auf mich zu richten.

Es überkam sie ein leichter Schauer. War sie wirklich mit einem Spinner ausgegangen? Sie zog ihre Hände ein klein wenig zurück, aber doch ausreichend, dass er es merkte. Es beängstigte ihn.

Dies unterstrich nur noch deutlicher, dass er anders ist als die anderen. Genauer gesagt ein ängstlicher, zurückhaltender aber doch ehrgeiziger Mensch.

Er versank ihn Gedanken, aus welchen er auch gleich wieder herausgezerrt wurde. „Bitte fahr doch fort!“ forderte sie ihn mit ihrem ganzen Charme auf. „Nun“ erzählte er weiter, „Trotzdem schwiegt ich noch immer. Einerseits wollte ich absolut sicher sein, dass ich im Mittelpunkt stehe und andererseits fiel es mir immer schwerer mich wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Also verdrängte ich soweit möglich meine Bedenken. Eines Tages hielt ich es dann nicht mehr aus. Meine Kehle war ausgetrocknet und ich sehnte mich danach meine Stimmbänder spielen zu lassen. Ich erhoffte mir, ein Filmangebot zu bekommen, ein gut bezahltes versteht sich. Leider drehte sich die ganze Geschichte in die entgegengesetzte Seite und ich musste noch länger in dieser „Irrenanstalt“ verweilen. Man stufte mich als stark depressiv ein.

Sie starrte ihn nur noch mit offenem Mund an und riss ihre Hände, die sie wären dem ganzen Gespräch einigermassen unauffällig zurückgezogen hatte, ruckartig zurück. Rein instinktiv stürmte sie aus dem Restaurant und wollte nur noch eines. Möglichst weit weg von diesem Irren.