ProbeSchreibtestNoe?

Piano-Mann

1. Innerer Monolog

Hmmmm, wieso will mich mein Chef sprechen? Was könnte er nur von mir wollen? Nun arbeite ich schon fünf Jahre als Kellner in diesem Restaurant und ich habe meinen Vorgesetzten noch nie zu Gesicht bekommen. Irgendwie wird mir schon ein wenig mulmig- oh, moment, da kommt mir in den Sinn, dass der Oberkellner einmal etwas von wegen Kündigung angetönt hatte! Nein, das kann ja wohl nicht wahr sein! Mein Job ist alles, was ich noch habe. Es ist das einzige, an das ich mich noch klammern kann. Meine Freundin hat sich von mir getrennt, eines Tages war sie einfach verschwunden! Ich habe keine Ahnung, wieso! Wir hatten eine so wunderbare Zeit miteinander, bis ich dann angefangen habe, auf diesen Classic-Style abzufahren. Den fand sie voll daneben, ja, daran muss es wohl gelegen haben, dass ich vielleicht ein bisschen zu viel von meiner Zeit neben der Arbeit für das Klavier investiert habe. Na ja, und dann war sie eben weg. Ich fühle mich so alleine auf dieser Welt. Meine Eltern wollen eh nichts mehr von mir wissen, mit ihnen habe ich mich schon lange verkracht. Seit zwei Jahren haben wir keinen Kontakt mehr miteinander. Und da sind auch noch diese verdammten Geldprobleme! In diesem Lokal verdiene ich kaum genug, um zu überleben, und die Mietpreise steigen stetig- wie soll das nur weitergehen? Und überhaupt, ich habe auf all das einfach keinen Bock mehr! Immer dieses Alleinsein, das hab ich auf dem Deckel! Scheisse! Verdammt, wenn mich mein Chef nun wirklich rausschmeisst- dabei war ich doch soooo tüchtig! Puhh, was soll ich jetzt noch zu ihm rein gehen? Die Kündigung liegt sicherlich schon auf seinem Pult bereit. Will er mich denn überhaupt feuern? Ja, ja ganz bestimmt. Irgendwie hat das alles keinen Sinn mehr, die Welt ist einfach ungerecht! Nirgends sehe ich eine Möglichkeit.... keinen Ausweg. Ich werde mich einfach.....

2. Erlebte Rede

Hmmmm, wieso wollte ihn sein Chef sprechen? Was könnte er nur von ihm gewollt haben? Nun arbeitete er schon fünf Jahre als Kellner in diesem Restaurant und er hatte seinen Vorgesetzten noch nie zu Gesicht bekommen. Irgendwie wird ihm schon ein wenig mulmig- oh, moment, da kam ihm in den Sinn, dass der Oberkellner einmal etwas von wegen Kündigung angetönt hatte! Nein, das konnte ja wohl nicht wahr sein! Sein Job war alles, was er noch hatte. Es war das einzige, an das er sich noch klammern konnte. Seine Freundin hatte sich von ihm getrennt, eines Tages war sie einfach verschwunden! Er hatte keine Ahnung, wieso! Sie hatten eine so wunderbare Zeit miteinander, bis er dann angefangen hatte, auf diesen Classic-Style abzufahren. Den fand sie voll daneben, ja, daran musste es wohl gelegen haben, dass er vielleicht ein bisschen zu viel von seiner Zeit neben der Arbeit für das Piano investiert hatte. Na ja, und dann war sie eben weg. Er fühlte sich so alleine auf dieser Welt. Seine Eltern wollten eh nichts mehr von ihm wissen, mit ihnen hatte er sich schon lange verkracht. Seit zwei Jahren hatten sie keinen Kontakt mehr miteinander. Und da waren auch noch diese verdammten Geldprobleme! In diesem Lokal verdiente er kaum genug, um zu überleben, und die Mietpreise stiegen stetig- wie sollte das nur weitergehen? Und überhaupt, er hatte auf all das einfach keinen Bock mehr! Immer dieses Alleinsein, das hatte er auf dem Deckel! Scheisse! Verdammt, wenn ihn sein Chef nun wirklich rausschmiss- dabei war er doch soooo tüchtig! Puhh, was sollte er jetzt noch zu ihm rein gehen? Die Kündigung lag sicherlich schon auf seinem Pult bereit. Moment, vielleicht...... , nein, bestimmt wollte er ihn feuern. Ja, ja ganz bestimmt. Irgendwie hatte das alles keinen Sinn mehr, die Welt war einfach ungerecht! Diese Welt. Nirgends sah er eine Möglichkeit.... , einen Ausweg. Er würde sich einfach..... .

3. Auktoriale Erzählung

Gerade fuhr der Schnellzug im riesigen Bahnhof von London ein. Die Zeiger des legendären Big Ben standen genau übereinander, exakt zwölf Uhr. Die Wagentüren öffneten sich und eine Menge Leute strömten in Scharen auf die Perrons heraus, alle glücklich, dass diese lange Zugfahrt endlich ein Ende genommen hatte. Der Tag war ein sehr schöner; der Himmel Blau, kein Wölklein zu sehen und natürlich war es brütend heiss, noch heisser in dieser Bahnhofshalle. Ein völlig schweissgebadeter Mann Mitte 20ig in einem dunklen Anzug stieg aus dem Zug aus, sah sich um und eilte dann in eine Ecke der besagten Halle. Unruhig ging er auf und ab, immer wieder blickte er auf seine Uhr. Er erwartete jemanden. Da näherte sich ihm plötzlich ein grosser, schlanker Engländer, der zielstrebig in seine Richtung steuerte. Er war es. Das Gesicht des schweissgebadeten Mannes spannte sich an, trotzdem versuchte er ruhig und gefasst auszusehen. Das gelang ihm aber nicht, denn der Engländer hatte schon von weitem gesehen, dass er völlig ängstlich und hypernervös war. Ja, er hatte ja auch allen Grund zu der Annahme, dass er den heutigen Tag nicht überleben würde! Doch alles lag in seinen Händen, er konnte seine Meinung noch ändern, noch war es nicht zu spät. eine Viertelstunde war seit seiner Ankunft erst vergangen. Zusammen gingen die beiden Männer aus der hitzigen Bahnhofshalle hinaus und stiegen in ein Taxi ein, das sie an das Ufer der Themse bringen sollte. Unterwegs wurde kein einziges Wort gesprochen, es war ja auch nicht die Aufgabe des Engländers mit seinem Klienten zu sprechen, er sollte ihm nur seine Angst und Schmerzen nehmen, mehr nicht. Dong.... Dong.... ertönte es aus dem Glockenturm des Big Ben und mit jeder Sekunde die verstrich wuchs die Angst und die Unsicherheit des 20ig jährigen Mannes. Die Unsicherheit ganz besonders. Ob es wirklich die richtige Entscheidung war, er glaubte es kaum mehr. Mit zitternden Fingern tippte er den Engländer neben sich an und wollte ihm sagen, dass er die Sache abblasen wolle, doch die Worte blieben ihm im Hals stecken und schon erreichten sie das Ufer der Themse mit dem dritten Dong.... Sie stiegen aus, der Engländer reichte ihm ein kleines Fläschchen mit einer merkwürdigen Flüssigkeit darin. Er sagte nur “ Drink it and everything will be all right!” Der Mann wusste nicht, was er tun sollte. Seine Hand mit dem Fläschchen darin zitterte wie Espenlaub und plötzlich erschien ihm sein ganzes Leben vor seinen Augen, er sah Bild um Bild, Szene um Szene, es wurde Schwarz, alles schien in Schwärze zu ersticken, dann fiel er. Er fiel und fiel, bis ihn eine kühle Nässe umschlang.


_Interessanter Ausschnitt gewählt, diesen aber nicht wirklich zu Ende gebracht. Rückblicke auf die Vergangenheit sind überzeugend._