-- NoelleReimann - 17 Mar 2005

Was bedeutet Verantwortung gegenüber der Umwelt?

Industrieabgase führen zu enormer Luftverschmutzung, so dass es sogar zu einer globalen Klimaerwärmung kommt. Der steigende Energiebedarf erhöht den Verbrauch von nicht erneuerbaren Ressourcen. Umweltstandards werden aus Profitgier nicht eingehalten. …

Der Einfluss des Menschen auf seine Umwelt hat mit Beginn der Industrialisierung bis heute ein erschreckendes Ausmass angenommen. Im Moment ist menschliches Leben auf der Erde noch möglich, doch wie sieht es in der Zukunft aus? Wie lange ist der Fortbestand des Menschen gewährleistet? Tragen wir eine Verantwortung?

Mit diesem Thema haben sich auch die Philosophen Hans Jonas (1903-1993) und Dieter Birnbacher (*1946) auseinandergesetzt.

1. Text: Auszug aus „Das Prinzip Verantwortung. Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation“ (1979), Hans Jonas

2. Text: Technizität, Globalität, Zerstörungspotenzial, Dieter Birnbacher

Begriffe

Verantwortung

„(…) Als soziale Beziehungsstruktur beinhaltet Verantwortung einen Träger, eine Bezugspunkt (Verantwortung für Personen oder Sachen) und eine Legitimationsinstanz (Verantwortung vor Personen, Institutionen oder Transzendentem wie z.B. vor Gott). Verantwortung setzt Mündigkeit voraus, d.h. die Fähigkeit, das eigene Handeln frei zu bestimmen und dessen Folgen abzusehen. In der praktischen Philosophie wird Verantwortung als vom Handelnden zu übernehmende Verpflichtung betrachtet, die Folgen des eigenen Handelns einer moralischen Beurteilung zu unterwerfen, diese Beurteilung zur Beurteilung seines Handelns zu machen und sich den mit der Beurteilung verbundenen Sanktionen zu unterwerfen.(…)“ (Schülerduden Philosophie, Mannheim 2002, S. 405/406)

Umwelt

Im kulturell-zivilisatorischen Sinn versteht man unter Umwelt „den vom Menschen existenziell and seine Lebensbedürfnisse angepassten und v.a. durch Technik und wirtschaftliche Unternehmungen künstlich veränderten Lebensraum,, wodurch eine Art künstliches Ökosystem geschaffen wurde (mit den heute zu er Krisensituation angewachsenen lebensbedrohenden Gefahren).“ (vgl. Schülerduden Philosophie, Mannheim 2002, S.399)