-- SarahCapodanno - 16 Nov 2005

Anonyma: EineFrau in Berlin (Rezension)

27 Nov 2005 - 10:02 | Version 7 |

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Bibliographische Angaben

Autor/in: Anonyma
Titel: Eine Frau in Berlin
Thema: Das leben einer Frau im 2. Weltkrieg
Genre: Tagebuch
Erscheinungsjahr: 2005
Seitenzahl: 277
ISBN ISBN:3453211944
Rezensent/in: SarahCapodanno
Rating: 4.5

Erste Leseerfahrung

Das Buch ist am Anfang sehr langweilig und ich musste mich richtig überwinden weiterzulesen, vielleicht auch weil die Spannung erst in der Mitte beginnt. Man merkt gut, dass das Buch kein "übliches Buch" ist, sondern ein Tagebuch an das man sich zuerst gewöhnen muss. Mir hat diese Art von Buch nicht besonders gefallen. Trotzdem muss ich sagen, war es eine gute Erfahrung, auch mal ein solches Buch gelesen zu haben und ich wieder etwas gelernt habe.

Verstehenshorizont

Der Versthenshorrizont ist nicht besonders schwierig, da das Buch im Tagebuchformat gschrieben ist und deshalb sehr einfach zu verstehen ist. Natürlich kommen auch Kriegsbegriffe vor, für die man jedoch kein Hintergrundwissen aufweisen muss. Diese einfache Schreibweise kann jedoch auch bald langweilig werden.

Beschreibung

a) Inhalt

Das Buch schildert die Geschichte einer Frau in Berlin während dem 2. Weltkrieg, als die Russen in Berlin einfielen. Dank ihren russischen Sprachkenntnisse wird die Frau schnell mal „Dolmetscherin“ zwischen Russen und Deutsch und rettet dadurch auch Menschenleben. Sie wird wegen ihren Sprachkenntnissen schnell bekannt und ihre Wohnug wird ein lebhafter Betrieb für die Russen. Als jedoch SIE zum Opfer wird und zwei Russen sie vergewaltigen, hilft ihr niemand. Sie merkt schnell, dass ihr Körper ihre Überlebenschance ist. Ihr Körper sichert ihr das Einbringen von Nahrung, da ihre Freier sie damit bezahlen oder Eindruck machen wollen. Es wir jedoch nicht irgend ein Freier sein, sonder jemand der eine hohe Stellung bei den Russen hat, denn nur so wird sie von den anderen Russen in Ruhe gelasssen

b) Form

Das Erzählverhalten: Es ist eher personal und in der Ich-Form. Das erkennt man, weil die Erzählerin auch gleich die Erleberin ist und es ein Tagebuch ist.

Man findet oft Kommentare oder innere Monologe der Frau, welche oft Zeitpausen bilden. Neben den Zeitpausen sind auch Zeitsprünge erkennbar, wenn sie in ihrem Buch Tage auslässt. Das Buch hat viele Abwechslungen an indirketer -und direkter Rede, welche eine gewisse Ferne dem Buch geben und man sie nicht „verbunden“ mit dem Buch fühlt.

Deutung

In diesem Buch sieht man mal die andere Seite des Krieges, man sieht die Seite der Frau und wieviele sie geleistet hat oder durchmachen musste. Ebenfalls wird auch deutlich, dass in manchen Fällen immer noch der Mann die Macht über die Frau hat und er der stärker ist, sie jedoch oft die schläuere. Historisch gesehen ist das Buch aktuell, da es leider immer wieder Kriege, Ausbeutungen und Vergewaltigungen gibt. Dazu kommt noch, dass wir 50 Jahre Kriegsende haben.

Wertung

Das Lesen des Buches fällt schwer. Der Inhalt jedoch ist spannend und sehr neu, mann hört selten was Frauen im 2.Weltkrieg geleistet haben und man nimmt vielleicht einen andere Sichtweise des Krieges ein.

Verfasser/innen

Sarah Capodanno, Neue Kantonsschule Aarau, Schülerin

Rating

Es können halbe Noten von 1-6 erteilt werden. Es können auch weitere Kriterien zur Anwendung gebracht werden, z.B. Spannung, Humor, Figuren.

  Note
Inhalt 5
Form 4
Schnitt 4.5