SabrinasKurzgeschichte

Kein obligatorisches Schlittschuhlaufen an der NKSA

Vergangenen Montag wurde nun endgültig beschlossen, dass die Besuche der KEBA zukünftig, nach schon mehreren Unfällen unterlassen werden.

Vor ca. einer Woche den 22.11.04 besuchte, wie fast jeden Tag im Winter eine Klasse der NKSA die Schlittschuhbahn in Aarau. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, gewöhnten sich die meisten rasch ans Eis. Aber plötzlich stürzte eine der 19 Schülerinnen, nach ein paar mehr oder weniger einfachen Angewöhnungsübungen, aus dem Nichts auf das stahlharte Eis. Anfangs blieb sie wie versteinert liegen und bewegte sich nicht. Alle weiteren Schülerinnen eilten zu ihr um ihr Hilfe zu leisten. Mit Müh und Not stand sie selbständig auf und verliess das Eis. Sie hat sich eine offene Wunde an der Hand zugezogen und zusätzlich noch ernstzunehmende Prellungen an den Knien. Nach unzähligen Unfällen auch schon in der Vergangenheit, war es deshalb nötig sich die Frage zu stellen, ob es wirklich sinnvoll ist, Schüler diesem grossen Risiko auszusetzen. „Für mich ist das Verletzungsrisiko eindeutig zu hoch. Wie man letzte Woche bei meiner Kollegin gesehen hat.“, berichtete uns eine Mitschülerin der Verunfallten. Die Befürworter dieser sportlichen Aktivität argumentieren ihrerseits mit dem Argument, dass man ich sogar beim Treppensteigen verletzen könnte, und es deshalb völlig unnötig wäre das Schlittschuhlaufen an der Kantonsschule zu verbieten. Diese Unstimmigkeit sollte nun ein Ende haben, dies konnte nur mit einer Abstimmung bewerkstelligt werden. Am vergangen Montag wurde die ganze Schülerschaft der Neuen Kantonsschule Aarau in die Mensa gebeten, wo sie einen Stimmzettel für oder gegen die regelmässigen Besuche der Keba ausfüllen mussten. Nach stundenlangem Auszählen der Stimmen kam es zu folgendem Resultat: Mit grosser Mehrheit wurde ganz klar entschieden, dass die Eisbahn nicht mehr von Schülern der NKSA besucht werden wird.

„EU oder nicht?“, das ist hier die Frage!

"Frühstück, die wichtigste Mahlzeit des Tages“, das ist ein Grundsatz an dem die 15-Jährige Myriam Pelet festhält. Wie bei vielen Leuten besteht ihr Frühstück aus einem Glas Milch und etwas „Müesli“. Aber nach dem gemütlichen Frühstücken, geht das Gehetze schon los. Fast jeden Morgen sprintet die aufgestellte und sportliche Rombacherin auf den Bus, was aber sicher nicht die einzige sportliche Betätigung dieses jungen Energiebündels ist. Wenn sie mal dazu kommt spielt sie mit Vorliebe Tennis in einem Club. Neben dem Sport ist Myriam auch sehr an der Musik interessiert, weshalb sie an der Neuen Kantonsschule Aarau auch das Grundlagenfach Musik besucht, welches voraussetzt, dass man ein Instrument spielt. Sie hat in diesem Fall Klavier gewählt, da sie schon seit ca. 6 Jahren das Spielen dieses Instrumentes mit viel Fleiss und Freude gelernt hat. Nicht nur Musik machen sondern auch Musik hören, gehört zu ihren Vorlieben. Ihre bevorzugte Sängerin ist Lauren Hill eine sehr talentierte, farbige R&B-Künstlerin. Aber bevor sich Myriam ihren zahlreichen Freizeitaktivitäten widmen kann, muss sie zuerst mal denn Schulalltag hinter sich bringen, was sicherlich einfacher gesagt als getan ist. Jeden Tag um 6 Uhr aufstehen, etwas frühstücken, dann auch schon das Haus verlassen und mit dem Bus weiter zur Schule. In der Schule angekommen gehören Fächer wie Mathematik, Deutsch, Geographie, Biologie, Chemie, Geschichte usw. zum täglichen Leben. Das heisst, man wird nicht nur in einer festgelegten Richtung unterrichtet, sondern in vielen verschiedenen Themenbereichen. Nach ca. 4 Stunden Unterricht folgt eine mehr oder weniger erholsame Mittagspause. Bei schlechtem Wetter kommt es nicht selten vor, dass man sich seinen Platz in der Mensa hart erkämpfen muss, da die Plätze draussen nicht genutzt werden können. Nach einem hektischen Essen und noch schnell erledigten Hausaufgaben geht es wieder zurück in den Unterricht, der an manchen Tagen bis 17.25 dauert. Hier in der Schweiz unterscheidet sich das Schulsystem zwar von Kanton zu Kanton, aber grundsätzlich ist zu sagen, dass man hier das Glück hat, eine gute Schulbildung zu geniessen, welche einem ermöglicht, später den gewünschten Beruf auszuüben. Die Schweiz ist nicht nur in schulischer Hinsicht vorne mit dabei, sondern auch in wirtschaftlicher und politischer. Wie Myriam meint, sind das auch einige der Gründe warum die Schweiz sicher eine Bereicherung für die Eu wäre. Obwohl die Meinungen über die EU überwiegend geteilt sind, ist Myriam eine zaghafte Befürworterin dieser Organisation. Sie begründet ihre Meinung damit, dass sich viele Länder zu einer Einheit zusammenschliessen, miteinander verhandeln und auch gemeinsam Entscheidungen treffen, die für alle Mitglieder dann gelten wie z.B. einheitliche Währung (Euro). Mit der Frage welches dann ihr Lieblings-EU-Land sei, tat sie sich allerdings schwer. Von Italien bis Schweden hat sie so ziemlich jedes Land genannt. „Obwohl sich diese Länder zusammengeschlossen haben, hat jedes von ihnen einen besondern Charme oder etwas Einzigartiges, deshalb ist es auch so schwierig sich für eines von ihnen zu entscheiden“, mit diesem Satz erklärt Myriam ihre Unschlüssigkeit. Da Myriam gerne reist, und neue Bekanntschaften schliesst, ist sie während ihren Ferien schon in mehreren EU-Ländern gewesen. Auch diese Leidenschaft am Reisen war es, die sie dazu bewogen hat, an der NKSA das Akzentfach Moderne Sprachen zu besuchen, welches vor allem dazu dient, das Agieren mit Fremdsprachen , wie auch mit der Muttersprache, noch mehr zu verbessern. Sprachen sind nicht nur international wichtig, sondern auch hier in der Schweiz, da wir eines der wenigen Ländern mit mehreren Landessprachen sind. Dazu gehören Französisch, Deutsch, Italienisch so wie auch das am aussterbende Romanisch, das im Osten unseres Landes gesprochen wird. Auch deshalb denkt Myriam, dass die Schweiz zwar ein kleiner, aber sicher kein langweiliger Teil im Europa-Puzzle darstellt. „Die Schweiz ist zwar nicht so integriert, aber wieso muss das negativ sein?!“, antwortete mir Myriam, als ich sie fragte, wie die Schweiz in Europa hineinpasse. Da sie zum Beispiel nicht in der EU ist, ist sie bekannt als unparteiisches, eigenständiges Land, das sicherlich auch im zweiten Weltkrieg eine nicht unbedeutende Rolle spielte. „Dass sich der UNO-Sitz in der Schweiz befindet, kann ja auch kein Zufall sein“, meint Myriam. Dies ist sicherlich ein Beweis dafür, dass die Schweiz auch international ihren Beitrag leistet. Dass die Nicht-EU-Zugehörigkeit der Schweiz ein Problem für ihre Zukunft darstellt, bezweifelt sie im Gegensatz zu einigen Mitschülern. Sie ist fest davon überzeugt, dass die Schweiz auch ohne der EU beizutreten, eine wichtige Stellung in Europa hat. Alles in Allem ist klar zu erkennen, dass Myriam noch sehr unschlüssig ist, was das Thema EU betrifft. Sie meint nur:“ Die Zukunft wird Klarheit schaffen!“