KurzkrimiSarahCapodanno

Innerer Monolog

Nur nicht nervös werden! Was sagte meine Mutti immer vor der Weihnachtsaufführung, "es wird schon schief gehen!?". Dort hatte ich jedes Jahr die Hauptrolle, ich musste immer den Weihnahstbaum spielen und die Lehrerin hat immer echte Kerzen gebraucht.

Ich hoffe, dass diese Schneemänner ihre Spiegelbilder im Flügel betrachten und nicht mich so anglozen. So Kaspar, legg die Hände auf den Flügel und beginn zu spielen, du kannst das, dabei nicht vergessen du hast dein Gedächtnis verlohren. Schau stehts gestört drein!!

"Wie lange braucht der noch, ich habe auch noch besseres zu tun, als einem Depp beim klavierspielen zu zuhören", tönt es von ganz hinten. Wer hat mich hier einen Depp genannt, ich glaube ihr seit hier die Deppen! Wie blöd muss man sein, um einen solchen Blödsinn zu glauben und dann noch zu verbreiten. Ich stehe in allen Zeitungen und bin berühmt. ICH der kleine Bauer aus Waldmünchen, habe die Götter in Weiss, total verarscht.

Also, tief einatmen und los... WOW, es klappt! Meine Finger bewegen sich und es tönt nicht mal schlecht. Haben sich die qualvollen Stunden bei Frau Tanner doch noch ausbezahlt!? Und wie die Götter staunen, bald fallen ihnen ihre Augen aus dem Kopf. Nur nicht lachen Kaspar, du bist immer noch Gedächtnislos. "Wir haben ein Genie entdeckt", "toll dieser Bursche", "wir könnten durch ihn berühmt werden" ...

Jaja, da staunt ihr!

So, langsam gehen mir die Melodien aus. Besser ich höre jetzt auf als zu spät, wie meine Mutti immer sagte. Sie fehlt mir so sehr. Ich frage mich, wieso sie sich noch nicht gemeldet hat. seltsam? Ok, ich ziehe ganz langsam meien Hände zurück und starre dann am besten ins Nichts. Das sieth sicher genug behämmert aus!?

"Das war sehr gut, es scheint, als hätten sie ihr Talent behalten. Wir sind sehr stolz auf sie, das haben sie gut gemacht mein lieber Herr. Fräulein Hammster bringt sie nun in ihr Zimmer, wo sie ein Dinner erwartet"

Fräulein Hammster? Von ihr lass ich mich doch überall hin führen. Ob ich sie mal meiner Mutti vorstellen kann?

ERLEBT REDE

Er soll nur nicht nervös werden! Was sagte seine Mutti immer vor der Weihnachtsaufführung, "es wird schon schief gehen!?". Dort hatte er jedes Jahr die Hauptrolle, er musste immer den Weihnahstbaum spielen und die Lehrerin hat immer echte Kerzen gebraucht.

Er hoffte, dass diese Schneemänner ihre Spiegelbilder im Flügel betrachteten und nicht ihn so anglozten. Dabei dachte er, dass er die Hände auf den Flügel legen sollte und zu spielen beginnen würde, er konnte das. Dabei durfte er nicht vergessen, dass er sein Gedächtnis verloren hatte. Er schaute stehts gestört drein!!

"Wie lange braucht der noch, ich habe auch noch besseres zu tun, als einem Depp beim klavierspielen zu zuhören", tönte es von ganz hinten. Wer hat ihn hier einen Depp genannt, er glaubte sie seien hier die Deppen! Wie blöd musste man sein, um einen solchen Blödsinn zu glauben und dann noch zu verbreiten. Er stand in allen Zeitungen und war berühmt. ER der kleine Bauer aus Waldmünchen, hatte die Götter in Weiss, total verarscht.

Also atmete er tief ein und es ging los... WOW, es klappte! Seine Finger bewegten sich und es tönte nicht mal schlecht. Hatten sich die qualvollen Stunden bei Frau Tanner doch noch ausbezahlt!? Und wie die Götter staunten, bald fielen ihnen ihre Augen aus dem Kopf. Nun sollte er nut lachen, er war ja immer noch Gedächtnislos. "Wir haben ein Genie entdeckt", "toll dieser Bursche", "wir könnten durch ihn berühmt werden" ...

Jaja, da staunten sie!

So, langsam gingen ihm die Melodien aus. Besser er hörte jetzt auf als später, wie seine Mutti immer sagte. Sie fehlte ihm so sehr. Er frage sich, wieso sie sich noch nicht gemeldet hatte. seltsam? Ok, er zog nun ganz langsam seine Hände zurück und starrete dann ins Nichts. Das sah sicher genug behämmert aus!?

"Das war sehr gut, es scheint, als hätten sie ihr Talent behalten. Wir sind sehr stolz auf sie, das haben sie gut gemacht mein lieber Herr. Fräulein Hammster bringt sie nun in ihr Zimmer, wo sie ein Dinner erwartet"

Fräulein Hammster? Von ihr liess er sich doch überall hin führen. Ob er sie mal seiner Mutti vorstellen wird?

AUKORIALES ERZÄHLVERHALTEN

Da sass er nun am Klavier. Sein Hände waren feucht und er war sich sicher, wenn er nicht auf diesem kleine Holzstuhl sässe, würden seine Beine schlapp machen. Ärzte, Psychologen und andere weisse Gestalten hatten sich in diesem zu kleinen Raum aufgestellt und schauten nun mit grossen Augen, die zum Teil hinter den dicken Brillenglässer noch grösser aussahen, gespannt auf diesen dürren Burschen. Sie stande da und warteten, auf wass, wussten sie selbst nicht genau. Sie wurden immer unruhiger und der kleine Dicke mit den roten Socken, die aus den Sandletten funkelten, begann sogar zu fluchen.


_Überzeugend, wenn Sie die Handlung immer wieder ganz konkret werden lassen, so z.B. in "Ich hoffe, dass diese Schneemänner ihre Spiegelbilder im Flügel betrachten". Dies gelingt Ihnen v.a. in den ersten beiden Texten. Der dritte Texte ist dagegen etwas weniger ausgearbeitet. Gut aber, dass Sie die Perspektive wechseln._


NEUTRALES ERZÄHLVERHALTEN

Da sass er nun am Klavier. Seine Händer waren feucht und er sah sehr heruntergekommen aus. Ärzt, Psychologen und andere weisse Gestalten hatten sich in diesem zu kleinen Raum aufgestellt und schauten nun mit grossen Augen, die zum Teil hinter den dicken Brillenglässer noch grösser aussahen, gespannt auf diesen dürren Burschen. Sie stande da und warteten. Ihre Bewegungen wurden immer unruhiger und der kleine Dicke mit den roten Socken, die aus den Sandletten funkelten, begann zu fluchen:_"Der Wichtigtuer soll mall entlich beweissen was er so drauf hat, ich warte keine einzige scheiss Minute mehr, dass das klar ist!!_"

ICH

Ich sitze an diesem verdammten Piano. Ich weiss nicht was ich tun soll. Ich habe solch Panik. Ich kann doch das nicht mehr. Ich erinnere mich nur noch wage an das Klavierspielen. Ich schmeisse ambesten alles. Ich kann das jedoch jetzt nicht mehr bringen. Ich bin ein mieser Lügner. Ich habe sie von Anfang an belogen. Ich habe nur mit ihnen gespielt. Ich bin ein mieser Lügner. Ich habe mit allem immer nur gespiel. Ich habe nur nie Piano gespielt. Ich hätte das tun sollen. Ich kann nicht mehr zurück

PROBE-PROBE

ÜBERDIMENSIONAL

Sie taten es also tatsächlich! Ein letzer Blick zum Mann und der abgehackte Finger war ihn ihrem heissen Chili-Gericht verschwunden. Obwohl ihr Mann mit ihrer abstrakten Idee nicht einverstanden war, konnte er seine überdimensionale Frau nicht aufhalten. Wie auch? Ihre dicke Tatze war fast doppelt so gross wie sein dürres schmales Gesicht, sie würde ihn mit einem Schlag umhauen, das war sicher. Also tat er nichts. Er sass brav da, mit der Angst im Magen, den Schweisstropfen auf der Stirn und dem zerknitterten Taschentuch in der Hand. Dieses nahm er immer in ängstlichen Situationen in die Hand, wie an seiner Hochzeit. Nach einem tiefen Atemzug fing sie nun an zu schreien. Ein hoher scheusslicher Ton kam aus ihrer Kehle, er war so scheusslich dass sich die Leute die Ohren zu halten mussten, um nicht gleich das Bewusstsein zu verlieren:" Iiiiiiiiiiii, oh mein gott!!!! Ich habe einen ECHTEN Finger in meinem Essen. Ein ECHTER Finger!!" Wie aus allen Wolken gefallen, stürzte sich ein sehr französicher Kellner zu ihr:" Oh mon dieux madame! Das tut miR sehR leid, isch weRde es sofoRt in die Küsche bRineGen und isch bin sischer, sie weRden bei uns immER gRatis essEn." Mit funkelden Augen sah sie ihn an, ihr Traum könnte tatsächlich Wirklichkeit werden. Immer gratis essen, 24h am Tag, so viel wie nur reinpasst, von Kuchen über Steak bis zu Eis. Das Wasser lief ihr bei diesem Gedanken im Mund zusammen und es wurde ihr ganz warm ums Herz. Doch nichts war damit, sie hatte sich eine Aufgabe in ihren ebenfalls überdimensionlalen Kopf gesetz und dieser musste sie nun ausführen. So war es auch! Sie packte ihren mageren Gatten an der Hand, zog ihn mit einem häftigen Riss vom Stuhl und sagte mit angsteinflösender Stimme:" Sie wollten mich zu tode erschrecken, für das werde ich sie verkalgen! Ich hatte schon viel auf meinem Teller, aber ein Finger im Essen, das geht eindeutig zu weit!!" Sie versuchte soger noch ein paar falsche Tränen aus ihren Fischaugen zu drücken, doch das blieb vergebens. Mit einem zu ihr passenden überdiemsionalen pinkigen Handtäschchen und ihrem jetzt scheinbar noch dünneren Mann an der Hand, verliess sie stampfend das Lokal.


_Grammatik und Wortwahl sind gut, zwei kleine Tippfehler. Am Anfang weiss man gar nicht, wo sich die beiden befinden, Ort beschreiben. Guter Gegensatz von Mann und Frau (dünn und dick). Offenes Ende, man weiss nicht, ob Frau jetzt gratis essen kann. Wäre noch spannend, was der Küchenchef sagen würde. Titel ist einfach aber in Ordnung. Es kommen wenig Gedanken vor, auktorial enthält von allen Personen Gedanken._