Komm, süsser Tod

HassFilmShawnYves

RezensionSuterEinPerfekterFreund

Wolf Haas

  • Fortsetzung im Wolf Haas - Stil

Als Brenner am Morgen danach aufwachte, dicker Schädel. Komm süsser Tod gefiel im besser, behält man im Hinterkopf. Heute mal wieder normaler Tag, mit arbeiten und so. Der kleine Berti war heute mit im eingeteilt. Die Rosi hat ihren Stand aufgemacht, und frische Spenderleber bereit. Mit Gedanken war der Brenner aber immer noch bei Klara und ihrer Theorie. Die Entscheidungen sind falsch und man soll sie ändern. Bis zur nächsten glühenden Ampel und darüber hinaus war es still im Cockpit. Konnte man schon so nennen, auch wenn die Freundin der Ningnong gerade noch die Kurve erwischt hat. Tod und so, war eine komische Sache. Und der Gross war tod. Und der Stenzl auch tod. Bis zum nächsten Schliessfach hat auch der kleine Berti kein Wort gesagt.

(Buch Seite 101-104 mitte)

  • Innerer Monolog

Ich will endlich raus hier. Wo ist Nicole? Da ist sie ja, in den Armen eines Fremden. Immer einen Fremden. Wieso eigentlich? Die kennen sich doch sowieso all hier drin. Eine Verschwörung, doch gegen wen? Ich will hier raus. Endlich hat sie meine Zeichen wahrgenommen. Eigentlich ist sie ja schon ganz nett, nett anzusehen. Jetzt nur noch meine Jacke und dann endlich an die frische Luft. Die kenn ich doch, das ist doch die Lanz. Die Angelika serviert hier, beim Rettungsbund? Ob der Lanz das gewusst hat? Einen klaren Kopf kriegen, endlich draussen. Wie die Nacht die Stadt verschönert. Kein Lärm, kein Mensch, kein Sandler. Zumindest sieht man sie nicht. Nur das Gejaule einer heimatlosen Katze. Hoffentlich weiss Nicole den Weg. Gerade aus, links, und bei der Kreuzung rechts. Ich will nur raus aus dem feindlichen Raum. Der schwarze Lastwagen dort, wieso parkiert der in dieser verlassenen Gegend. Das sind die nächtlichen Bewegungen einer Stadt, zum Glück bin ich nicht mehr bei der Polizei. Jetzt steigt einer aus, nein es sind zwei. Die kommen auf uns zu. Was die wohl wollen. Die Nicole scheint diese Herren zu kennen, auf jeden Fall begrüsst sie sie. Sind das Fremde? Die Nicole muss verschwinden! Wieso? Haben die was gegen sie, oder gegen mich. Bin ich der Brenner? Ja der - uhhhhh! Was sollte das. Der Boden ist nass und ich blute. Aufstehen oder liegen bleiben? Ahh noch einer in die Magengegend. Wieso ich? Wer sind die? Die waren doch auch im Golden Heart. Dann sind das wohl Rettungsbündler. Und wieso überfallen die mich? Wollen sie mein Geld, hab ich keins mehr. Einen Betrunkenen zu verprügeln, zu zweit gegen einen, was für Penner. Noch ein Schlag ins Gesicht. Zurückschlagen bringt nichts. Und zu Hilfe kommt mir auch keiner, diese Rettungsbündler. Mein Schädel brummt, und mir wird schwindlig. Ich bin K.O.

  • Erlebte Rede

Er wollte endlich raus da. Wo war Nicole? Da war sie ja, in den Armen eines Fremden. Immer einen Fremden. Wieso eigentlich? Die kannten sich doch sowieso all hier drin. Eine Verschwörung, doch gegen wen? Er wollte nur noch raus. Endlich hatte sie seine Zeichen wahrgenommen. Eigentlich war sie ja schon ganz nett, nett anzusehen. Jetzt nur noch seine Jacke und dann endlich an die frische Luft. Die kannte er doch, das war doch die Lanz. Die Angelika servierte hier, beim Rettungsbund? Ob der Lanz das gewusst hatte? Einen klaren Kopf kriegen, endlich draussen. Wie die Nacht die Stadt verschönerte. Kein Lärm, kein Mensch, kein Sandler. Zumindest sah man sie nicht. Nur das Gejaule einer heimatlosen Katze. Hoffentlich wusste Nicole den Weg. Gerade aus, links, und bei der Kreuzung rechts. Er wollte aus dem feindlichen Raum verschwinden. Der schwarze Lastwagen dort, wieso parkierte der in dieser verlassenen Gegend. Das waren die die nächtlichen Bewegungen einer Stadt, zum Glück war er nicht mehr bei der Polizei. Jetzt stieg einer aus, nein es waren zwei. Die kamen auf sie zu. Was die wohl wollten. Die Nicole schien diese Herren zu kennen, auf jeden Fall begrüsste sie sie. Waren das Fremde? Die Nicole musste verschwinden! Wieso? Hatten die was gegen sie, oder gegen ihn. War er der Brenner ? Ja der - uhhhhh! Was sollte das. Der Boden war nass und er blutete. Aufstehen oder liegen bleiben? Ahh noch einer in die Magengegend. Wieso er? Wer waren die? Die waren doch auch im Golden Heart. Dann waren das wohl Rettungsbündler. Und wieso überfielen sie ihn? Wollten sie sein Geld, hatte er keins mehr. Einen Betrunkenen zu verprügeln, zu zweit gegen einen, was für Penner. Noch ein Schlag ins Gesicht. Zurückschlagen brachte nichts. Und zu Hilfe kam ihm auch keiner, diese Rettungsbündler. Sein Schädel brummte, und ihm wurde schwindlig. Er war K.O.

  • Auktoriales Erzähverhalten

Er wollte endlich raus da. Die Nicole war mit einem Mann beschäftig, einem Fremden Immer ein Fremder. So ging sie keine Verpflichtungen ein. Die kannten sich doch sowieso all in dieser Kneipe. Fast wie eine Verschwörung gegen Aussenstehende. Der Brenner wollte nur noch raus. Hat halt zuviel getrunken. Nach einer Weile nahm sie seinen eindeutigen Zeichen war. Er mochte sie, doch weiter wollte er nicht gehen. Jetzt brauchten sie nur noch ihre Jacken, denn draussen war es eiskalt. Brenner wollte so schnell wie möglich an die frische Luft, um endlich tief durchatmen zu können. Doch bevor sie den Raum verliessen, erblickte er ein familiäres Gesicht. Die Angelika Lanz, die in diesem Laden servierte. Sie wollte selbständig werden und endlich auf eigenen Beinen stehen, dafür tat sie alles. Sie wollte ausziehen, und ihren Vater alleine lassen, deswegen behielt sie es für sich. Sie gingen raus und atmeten tief durch. Wie die Nacht die Stadt verschönerte. Kein Lärm, kein Mensch, kein Sandler. Zumindest sah man sie nicht. Nur das Gejaule einer heimatlosen Katze. Nicole wusste den Weg. Gerade aus, links, und bei der Kreuzung rechts. Brenner wollte aus dem feindlichen Raum verschwinden. Ein schwarzer Lieferwagen parkierte bei der nächsten Abzweigung. Keine Seltenheit, eine solche nächtliche Aktivität in dieser Stadt. Das war einer der Gründe wieso er die Polizei verliess. Zwei gut gebaute Männer warteten, das Licht war ausgeschalten. Als Nicole und seine Begleitung näher kamen, stiegen sie aus, und bewegten sich in ihre Richtung. Die Nicole kannte diese Herren, sie begrüsste sie und wartete auf eine Antwort. Sie verhielten sich wie Fremnde. Sie befohlen Nicole zu verschwinden, und sie, sie verschwand. Nun war es klar, sie wollten was von Brenner. War er der Brenner ? Im selben Moment verpassten sie ihm eine. Der Boden war nass und er blutete. Er blieb liegen, doch sie prügelten weiter auf ihn ein. Brenner lag nur da, versuchte klar zu denken. Er erkennte die Beiden wieder. Es waren zwei Besucher des Golden Heart. Dann waren das wohl Rettungsbündler. Sie schlugen weiter auf ihn ein, auf einen wehrlosen Betrunkenen. Brenner konnte nicht kontern und steckte noch mehr Schläge ein, auch ins Gesicht. Viele schauten zu, doch unternahmen nichts. Sein Schädel brummte, ihm wurde schwindlig. Er ging K.O.

FilmAnalyse

Deuscht Klasse 2003c

15 Nov 2005 - 07:58 | Version 11 |

Draussen vor derTür

Ich fand das Hörspiel sehr interessant. Doch das beste Hörspiel, meiner Meinung nach war das von Orson Wells oder so (denn genauen Namen weiss ich nicht mehr). Meiner Ansicht nach handelt das Hörspiel vom Krieg, und hauptsächlich über die schwerwiegenden Folgen. Diese bestehen wiederum aus Tod, Trauer und Zerstörung. Wie eng das alles beieinander liegt ist unglaublich. Dabei finde ich sehr interessant die Beziehung zwischen dem Tod und dem Gott. Dieses Verhältnis wird sehr stark vertieft obwohl man eigentlich nichts Genaues über die beiden Figuren erfährt. Traurig ist natürlich die Rolle des Beckmanns, der nicht einmal mehr seinen Namen hören will/kann. Er ist sozusagen die Trauerfigur in diesem Hörspiel. Es werden verschiedene Andeutungen gemacht die sein Leben widerspiegeln sollen. Durch das ständige wiederholende rülpsen und das Dilemma mit seiner Frau.

Beschreibung

Also der Text ist in mehrere Szenen gegliedert. Jede Szene beschreibt einen einzelnen Schauplatz oder Vorgange. Diese Szenen sind unterschieldlich lang. Im ersten Teil wird Beckmanns Trauer geschildert. Er ist am Boden zerschmettert und ist kurz davor sich umzubringen. Doch seine innere Stimme (der "Andere") hält in davon ab. Es wird zudem auch die Wechselrolle zwischen dem Tod und Gott erzählt. Der Tod hat während und nach dem Krieg die Übermacht gewonnen. Niemand glaubt mer an Gott. In den darauf folgenden Szenen wird das Leben nach dem Krieg geschildert. Was erwartet die Soldaten, die überlebt haben. Beckmann besucht die Rolle Oberst, die ihm während dem Krieg die Verantwortung für eine Anzahl Soldaten gegeben hat. Diese Soldaten starben alle weil sie noch auf dem Schlachtfeld bleiben mussten. Beckmann gehorchte dem Oberst und befahl den Soldaten Stellung zu halten. Er konnte nicht mehr schlafen weil er denkt er sei verantwortlich für das Leben dieser Soldaten. Nun will er die Verantwortung dem Oberst zurückgeben. Im geht es heute gut. Er wird als wohlhabender Mann dargestellt am Esstisch mit seiner Familie. Er hat nichts zu reklamieren, im geht es GUT. Beckmann versucht nun Arbeit beim Theater zu finden. Doch für einen ehemaligen Soldaten ist es schwierig wenn nicht sogar unmöglich Arbeit zu finden. Er hat also keine Chance ein neues Leben anzufangen. Er versucht auch zu seiner Familie zurückzukehren um Trost bei ihnen zu suchen. Doch er muss leider erfahren das seine Familie schon tot ist.

Weiter sind wir noch nicht gekommen. Was wird jetzt wohl passieren..... wird er sich umbringen.... wird ihn der Andere doch noch retten können....... man weiss es nicht...... bis zum nächsten Dienstag!

Interpretationen

biografische Methode: Das Hörspiel handelt vom Krieg und der Zeit nach einem Krieg. Er hat in seinem Leben beides hautnah miterlebt. Er war Soldat und weiss wie sich ein Mensch nachher verändert. Ich würde auch sagen, dass das Hörspiel eigentlich sein, oder zumindest ein Teil seines Lebens wiederspiegelt.

literaturgeschichtliche Methode: Dazu gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Das Hörspiel handelt vom Krieg und seinen Auswirkungen. Und zu dieser Zeit war man mittendrin in dieser Phase. Er beschreibt mit Hilfe des Hörspiels wie es ist im Krieg zu sein, oder gewesen zu sein.

geistesgeschichtliche Methode: Krieg ist immer ein aktuelles Thema. Es betrifft die Menschen immer wieder, und man redet auch oft darüber. Es ist also nicht verwunderlich das viele Text (Hörspiele) davon handeln. Autoren können sich sicher sein das sie damit auf fruchtbaren Boden treffen. So schaffen sie es erneut das Thema zu reaktivieren.

Träume

Höhrerfahrung: Das Hörspiel war für mich eine neue Erfahrung. Es war von allen Hörspielen das beste.... meiner Meinung nach! Etwas Neues in dem Sinne, dass es nicht nur eine Geschichte erzählt sondern mehrere die man wiederum in einem Überthema zusammenfassen kann. Es hat zudem noch einen verstärkten Effekt erzeugt indem die Tonqualität nicht ausgezeichnet war, und man sich so besser in die Geschichten hineinversetzten konnte (zumindest in die damalige Zeit). Was das ganze noch spannender machte, war das jeder Traum eine komplett andere Geschichte erzählte. Ich konnte keine Geschichte wirklich mit der anderen in Verbindung bringen und somit war es für mich während des gesamten Hörspiels interessant

Verstehenshorizont: Ich frage mich immer noch was er für eine Verbindung der Träume und der Daten an denen sie geträumt wurden, gibt. Der Autor muss sich doch irgendetwas dabei gedacht haben. Was würde mich noch wunder nehmen.

Beschreibung: Das Hörspiel ist in 5 verschiedene Träume verpackt. Diese wiederum werden von einer Sprecherperson präsentiert. Sie werden als Nachrichten dargestellt die jemand der Öffentlichkeit vorträgt.

Deutung und Wertung: Ich denke das der Krieg in diesem Hörspiel eine wichtige Rolle spielt. Das Stück soll zeigen wie der Krieg auf die Bevölkerung gewirkt hat. Die Menschen haben Alpträume in denen der Krieg oder Teile davon verarbeitet werden. Man will auch abschrecken. Man hatte selbst die Chance dies zu verhindern und damit will man die Leute warnen diesen Fehler zu wiederholen.

Ich glaube kaum, dass die Menschen sich mit diesem Hörspiel indentifizieren konnten. Es war für sie eher ein Schauspiel und hatte nicht viel mit ihrer Realität zu tun. Deswegen hat das Stück heute bei mir wohl einen grösseren Eindruck als damals auf die Leute die es zum Zeitpunkt der ersten Ausstrahlung.

ShawnGregory - 01 Jun 2004