ProbeSchreibtestName.

Piano Mann


1. Innerer Monolog


Ich kann nicht mehr. Ich wollte doch einfach nur sterben. Ich weiss gar nicht was passiert ist. Ich bin einfach an dieser Küste aufgewacht und war leider noch am leben. Wie konnte dieser Selbstmordversuch nur in die Hose gehen? Und dann muss mich auch noch diese scheiss Polizei finden, gerade als ich neue Pläne schmiedete für einen zweiten Selbstmordversuch. Und jetzt sitze ich in dieser Klinik fest. Was will ich hier. Die können mir doch sowieso nicht helfen. Die sollen mich einfach nur in Ruhe lassen. Am besten entlassen sie mich einfach, dann könnte ich diesem Scheissleben auch ein richtiges Ende setzten. Aber nein, diese Ärzte müssen mich untersuchen und mir dauernd diese Fragen stellen. Merken die denn nicht, dass ich ihnen keine Antwort geben will, und auch keine geben werde? Das einzige was gut ist, ist das Klavierspielen. Wenigstens etwas, was diese Ärzte hier richtig machen können. So kann ich mal für mich sein und fühle mich nicht so bedrängt von diesen kahlen Wänden in dieser Klinik. Ich werde hier noch wahnsinnig!
Ich glaube ich bin schon eine ganze Weile hier. Ich habe irgendwie gar kein Zeitgefühl mehr. Vielleicht sollte ich ihnen einfach alles erzählen. Dann lassen sie mich vielleicht gehen. Langsam nervt es mich echt das die glauben ich hätte ein Gedächtnisverlust. Ich weiss genau noch was passiert ist. Ich werde doch nicht vergessen, dass die mich in Paris einfach auf die Strasse stellten. Ohne richtige Begründung. Einfach so! Ich hatte nichts mehr und mir war alles egal. Und diese Ärzte meinen auch noch das wüsste ich nicht mehr. Die machen mich wahnsinnig!!! Ich glaube ich werde morgen mal mein Maul aufmachen und ihnen alles sagen. Hoffentlich lassen sie mich dann gehen. Wenn die mich hier noch länger halten, mache ich halt hier drin Selbstmord, aber ich würde es lieber ohne Aufsehen machen. Ich glaube ich habe sowieso schon zuviel Aufsehen erregt. Also ich glaube mein Entschluss steht fest, morgen sage ich ihnen alles!

2. Erlebte Rede


Er konnte nicht mehr. Er wollte doch einfach nur sterben. Er wusste gar nicht was passiert war. Er war einfach an dieser Küste aufgewacht und war leider noch am leben. Wie konnte dieser Selbstmordversuch nur in die Hose gegangen sein? Und dann fand ihn auch noch diese scheiss Polizei, gerade als er neue Pläne schmiedete für einen zweiten Selbstmordversuch. Und jetzt sass er in dieser Klinik fest. Was wollte er hier. Die könnten ihm doch sowieso nicht helfen. Die sollten ihn einfach nur in Ruhe lassen. Am besten würden sie ihn einfach entlassen, dann könnte er diesem Scheissleben auch ein richtiges Ende setzten. Aber nein, diese Ärzte mussten ihn untersuchen und ihm dauernd diese Fragen stellen. Merkten die denn nicht, dass er ihnen keine Antwort geben wollte, und auch keine geben würde? Das einzige was gut war, war das Klavierspielen. Wenigstens etwas, was diese Ärzte hier richtig machen konnten. So konnte er mal für sich sein und fühlte sich nicht so bedrängt von diesen kahlen Wänden in dieser Klinik. Er würde hier noch wahnsinnig.
Er glaubte er wäre schon eine ganze Weile hier. Er hatte irgendwie gar kein Zeitgefühl mehr. Vielleicht sollte er ihnen einfach alles erzählen. Dann würden sie ihn vielleicht gehen lassen. Langsam nervte es ihn echt, das die glaubten er hätte ein Gedächtnisverlust. Er wusste genau noch, was passiert war. Er würde doch nicht vergessen, dass die ihn in Paris einfach auf die Strasse gestellt haben. Ohne richtige Begründung. Einfach so! Er hatte nichts mehr und es war ihm alles egal. Und diese Ärzte meinten auch noch das wüsste er nicht mehr. Die würden ihn wahnsinnig machen!!! Er glaubte er würde morgen mal sein Maul aufmachen und ihnen alles sagen. Hoffentlich würden sie ihn dann gehen lassen. Wenn die ihn hier noch länger halten würden, würde er halt hier drin Selbstmord machen, aber er würde es lieber ohne Aufsehen machen. Er glaubte er habe sowieso schon zuviel Aufsehen erregt. Also, er glaubte sein Entschluss stehe fest, morgen würde er ihnen alles sagen!

3. Auktoriales Erzählverhalten


Ein Neuanfang?

Es war ein schöner Morgen als sich Officer Clifford wie jeden Morgen auf den Weg zu seinem Arbeitsplatz begab. Er freute sich auf einen ruhigen Vormittag in seinem Büro. Er konnte ja noch nicht wissen, was er heute noch entdecken würde, nur drei Strassen weiter. An diesem Morgen war nämlich gerade am Strand ein Mann erwacht, immer noch in seinem Anzug. Er sah hilflos und etwas verzweifelt aus. Als könnte er nicht verstehen was gerade geschehen ist. Er lief etwas verstört den Strand entlang, immer wieder den Kopf schüttelnd. Als ihn ein Passant ansprach und ihn fragte, ob er Geld hätte, reagierte er nicht darauf. Als hätte er die Frage nicht ganz verstanden. Nach einer Weile entschloss er sich, sich einfach in den Sand zu setzten und in das Meer zu starren. So verblieb er eine ganze Weile und bemerkte nicht wie ihn eine ältere Frau etwas verängstlich beobachtete. Sie hatte ihn schon seit einiger Zeit beobachtet und sie hatte je länger sie ihn beobachtete ein ungutes Gefühl dabei. Sie dachte einfach immer, das etwas nicht stimmen konnte. So machte sie sich auf den Weg zum Polizeiposten. Doch nur wenige Strassen weiter, drei um genau zu sein, traf sie auf Officer Clifford. Man konnte ihn ihrem Gesicht sehen wie erleichtert sie war ihn zu treffen. Sie erzählte ihm kurzerhand von diesem mysteriösem Mann, welcher nur so dasitzt, in dem nassen Anzug, und ins Meer starrt. Clifford, ging sofort mit der Frau mit an den Strand. Sie zeigte auf den Mann und er näherte sich ihm vorsichtig. Doch als er ihn ansprach, zeigte der Mann überhaupt keine Reaktion. Er starrte einfach durch Clifford hindurch und schwieg. Clifford wollte aber nicht so schnell aufgeben und versuchte etliche Male diesem Mann zum reden zu bringe. Er fragte auf allen möglichen Sprachen die er kannte, und er kannte nicht gerade wenige. Doch es half alles nicht. Der Mann blieb stumm wie ein Fisch. Da entschloss sich Clifford ihn mitzunehmen und in die psychiatrischen Klinik Little Brook in Kent einzuliefern. Zu seinem erstaunen ging der Mann mit ihm mit ohne Probleme. Er war froh als er endlich in der Klinik war. Die Fahrt war für ihn sehr anstrengend. Er war es sich nicht gewohnt einen stummen Beifahrer zu haben. Die Stille im Auto machte ihn fast wahnsinnig. In der Klinik ging alles sehr schnell. Er erklärte einem Arzt seine Situation und der sagte ihm sofort, dass sie diesen Mann beobachten und behandeln würden. Clifford fiel ein Stein vom Herzen als er aus der Klinik ging. Er war nicht mehr der jüngste und diese Situation hat ihn mehr mitgenommen als er gedacht hatte. Er war froh, dass er sich jetzt wieder der Büroarbeit widmen konnte. Er hoffte einfach, dass an diesem Tag nichts Ungewohntes noch passieren wird.
Auch in der Klinik versuchten die Ärzte den Mann zum reden zu bringen. Doch leider gelang es ihnen auch nicht. Ein zuständiger Arzt meinte nach einer Weile, sie sollten dem Mann doch einfach ein Papier zum schreiben geben. Vielleicht kommen sie so zu Informationen. Und er lag mit diesem Vorschlag gar nicht mal so falsch. Der Mann zeichnete gekonnt einen Flügel auf das Blatt und so setzten ihn die Ärzte vor ein Klavier. Der Mann spielte wie ein Weltmeister. Es wird wohl nicht so schnell wieder ein solches Konzert in dieser Klinik stattfinden. Das Spielen ermüdete den Mann und so brachten ihn die Ärzte auf sein Zimmer. Er erhielt ein Einzelzimmer. Als der Mann das Zimmer betrat legte er sich sofort Schlafen. Nachdem er nach einigen Stunden aufwachte starrte er so durch das Fenster und dachte nach. Plötzlich erinnerte er sich an alles was passiert war...
Er sah sich zurückversetzt an den Tag, an dem er entlassen wurde. Es war noch nicht lange her. Er ging wie immer am Morgen, in dem kleinen Restaurant, seiner Arbeit als Kellner nach. Doch an diesem Tag war alles etwas anders. Der Chef war irgendwie nicht gut gelaunt. Und auch sonst war die Stimmung nicht so wie sonst. Am Abend erfuhr er ja dann auch warum. Der Chef liess ihn zu sich rufen und erklärte ihm das er entlassen wäre. Der Chef erklärte ihm dass er ihn nur aus Spargründen entlassen müsste. Er hätte nichts falsch gemacht. Aber das machte die Situation auch nicht besser. Was der Chef nicht ahnen konnte war, dass diese Entlassung den Mann zum Selbstmordversuch trieb. Noch am selben Abend hat sich der Mann voll zugedröhnt mit Alkohol. Er wollte einfach nichts mehr mit der Realität zu tun haben. So betrunken wie er war, kaufte er sich ein Ticket für den Eurostar, der nach England fuhr. In England nahm er sich ein Taxi und fuhr zum nächsten Strand. Er war immer noch betrunken, da er die ganze Zeit auf seiner Reise getrunken hatte. Am Strand nahm er sich ein kleines Ruderboot und fuhr ins offene Meer hinaus. Dann liess er sich einfach ins Wasser fallen...
Plötzliches Husten rief den Mann in die Realität zurück. Ein Arzt hat soeben das Zimmer betreten. Er meinte nur, dass sie weitere Untersuchungen durchführen müssten. Was leider nichts Neues brachte. Die Ärzte nahmen an, dass er einen Schockzustand habe und Gedächtnisverlust. Sie wussten ja nicht, dass sich der Mann an alles haargenau erinnern konnte.
Es vergingen Tage, Wochen sogar Monate in denen der Mann sich in dieser Klinik befand. Doch er sprach kein Wort. Die Ärzte wussten nicht mehr weiter. Doch eines Abends als Doktor J. Green durch die Station lief, sah er wie der Mann auf ihn zukam. Doktor Green liess ihn kommen. Er dachte er hätte schlecht geträumt und sei etwas verwirrt, doch der Mann war keines Wegs verwirrt. Er fing mitten auf dem Gang an, dem Doktor seine ganze Geschichte zu erzählen. Auch von seinem Selbstmordversuch erzählte er ihm. Am Schluss dankte er dem Doktor, dass sie ihm geholfen haben. Er hätte hier so viel Zeit gehabt über alles nachzudenken. Und es ginge ihm viel besser. Er sei wieder gesund, meinte er sogar. Doktor Green verstand zwar nicht wie sie ihm geholfen haben aber er merkte, dass dieser Mann wirklich gesund war. Und so entliess er ihn am nächsten Tag aus der Klinik.
'Ob er wohl einen Neuanfang machen kann?', dachte sich Doktor Green.

_Sie zeichnen den Gedankengang anschaulich nach. Dabei kommt die äussere Handlung etwas zu kurz. D.h. die Gedankenbewegung geschieht zu sehr im luftleeren Raum. Das Ende ist ansatzweise abgerundet - da finden Sie auch noch einen besseren Schluss. Vorsicht bei der Umformung von i.M. zu e.R.: Plusquamperfekt bei der Erinnerung von Vergangenem._