Tod einer Ärztin - HansjörgSchneider, Ammann Verlag & Co. 2001


Inhalt

Der Kriminalroman spielt im Hochsommer, in der Stadt Basel. ChristaErni, die Hausärztin des KommissarHunkeler wird erstochen in ihrer Praxis aufgefunden. Die Ärztin war eine liberale Frau, die Drogensüchtigen half, indem sie ihnen Methadon verabreichte. Für die Mitarbeiter Hunkelers ist sofort klar, dass einer der Drögeler, Christa Erni erstochen haben muss. Doch Hunkeler glaubt nicht an eine so simple Lösung des Falles und ermittelt weiter. Er sucht in allen Richtungen weiter und fasst eine Reihe verschiedener Personen ins Auge, die mit dem Opfer in Verbindung stehen: Ihre Erben, ihr unehelicher Sohn, ein harmloser Drogendealer, ihr ehemaliger Liebhaber, zwei Lesben und ein Gedichtschreiber, HeinrichRüfenacht, der durch eine Fehldiagnose der Ärztin impotent wurde. Sie alle hätten ein Motiv gehabt Christa Erni zu ermorden. Auf Hunkeler lastet ein hoher Druck, denn die Medien entrüsten sich bereits darüber, dass die Basler Polizei nicht genug hart arbeite. Auch die Staatsanwaltschaft ist an einer möglichst schnellen Lösung des Falles interessiert, da auch sie dem Druck der Medien nicht mehr lange standhalten kann. Als dann später der Drogendealer auch noch ermordet aufgefunden wird ist das Chaos perfekt. Hunkeler will herausfinden, was die beiden Fälle miteinander zu tun haben, und so pendelt er zwischen Basel und dem Elsass, wo seine Freundin wohnt, hin und her auf der ständigen Suche nach der Lösung des Falles.

Wertung

Die Geschichte des Buches wäre spannend, die Aufmachung ist jedoch so langweilig, dass man den Roman des Öfteren aus der Hand legen will. Dem Leser werden oft für die Geschichte unwichtige und überflüssige Details erzählt und die Lösung des Falles kommt nur Schleppend voran. Die Langatmigen Szenen schaffen es nicht, den Leser in den Bann des Romans zu ziehen. Auch wird dem Leser nie die Möglichkeit geboten, sich selbst in die Rolle des Ermittelnden, zu versetzen um den Täter zu finden. Es ist nicht klar, wie Hunkeler die Tatorte und Personen, die etwas mit dem Fall zu tun haben, ausfindig macht, denn viele Tatsachen, die er herausfindet, entdeckt er nur per Zufall. Einige Stellen jedoch sind sehr unterhaltsam und Hunkelers zärtlich ruppige Art lässt manchen Leser schmunzeln.


Textquelle: Tod einer Ärztin, Hansjörg Schneider