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Quellenlage

Aufgabe

  • Wählen Sie zu zweit einen der aufgeführten Trugschlüsse aus, der noch nicht bearbeitet wurde (=> wiki-Wort mit Fragezeichen dahinter.)
  • Kopieren Sie den Originaltext von Downes in die entsprechende Rubrik auf dem Wiki. (Falls der Originaltext online nicht zugänglich ist, findet er sich auch auf unserem Multimedia-Laufwerk (m:/fallacy.stephen.downes/images/fallacy/welcome.php)
  • Übersetzen Sie die englische Beschreibung von Stephen Downes ins Deutsche.
    • Übersetzungshilfe
    • Formulieren Sie die Beschreibung als Tipp: Z.B. "Gib eine beschränkte Anzahl von Optionen, auch wenn in Wahrheit (viel) mehr bestehen."
    • Übersetzen Sie auch die Beispiele. Noch besser ist es allerdings, wenn Sie selber eigene Beispiele beitragen. Denn viele der Originalbeispiele stammem merklich aus einem für uns fremden Lebenszusammenhang.
  • Erhöhen Sie die Lesbarkeit des Textes durch ein entsprechendes Layout (vgl. z.B. ScheinDilemma)Geben Sie dem Text ein lesbares Layout

Alternative Quellen:

Wer bearbeitet was? Donnerstag

Name Argumentationsfehler
NN & NN xy-Fehler
NN & NN xy-Fehler
NN & NN xy-Fehler
NN & NN xy-Fehler
NN & NN xy-Fehler
NN & NN xy-Fehler

Trugschlüsse sind Argumentationsfehler. Kluge Denker erkennen sie leicht und können sie korrigieren. Diese Seite beschreibt alle [???] bekannten Trugschlüsse.

1. Ablenkungsmanöver (Fallacies of Distraction)

Charakteristisch für diese Täuschungen ist der unrechtmässige Gebrauch eines logischen Operators mit der Absicht, Zielpersonen von der offensichtlichen Falschheit einer Prämisse abzulenken. Zu diesem Typ gehören:
  • a) ScheinDilemma (False Dilemma): Auswahl zwischen zwei Möglichkeiten, wenn tatsächlich drei oder mehr Wahlmöglichkeiten bestehen. (Missbrauch der logischen Oder-Verknüpfung)

  • b) ArgumentausfehlendemBeweis (Argument from Ignorance): Weil die Wahrheit von etwas nicht erwiesen ist, nimmt man an, es sei falsch, oder umgekehrt (Missbrauch der logischen Nicht-Verknüpfung).

  • c) SchiefeBahn oder Dammbruch-Argument(Slippery Slope): Eine Folge von Schlussfolgerungen mit zunehmend unakzeptableren Konsequenzen wird erzeugt (Missbrauch der logischen Wenn-Dann-Verknüpfung).

  • d) WeitHergeholtes (Complex Question): Zwei völlig unabhängige Sachverhalte werden aufeinander bezogen, als ob sie einander bedingten (Missbrauch der logischen Und-Verknüpfung)

2. Psychologische Angriffe (Appeals to Motives in Place of Support)

Täuschungen dieses Typs zielen auf Gefühle. Sie liefern keine stichhaltigen Gründe für etwas.

  • a) KonsequenzenAndrohen (AppealtoForce): Der Zielperson werden unangenehme Konsequenzen angedroht, falls sie nicht zustimmt.
  • b) MitleidErwecken (Appeal to Pity): Die Zielperson soll zustimmen aus Sympathie für den Werber.
  • c) KonsequenzenAusmalen (AppealtoConsequences): Die Zielperson wird vor allgemeinen unakzeptablen Konsequenzen gewarnt.
  • d) Verurteilende Sprache? (Prejudical Language): Werte oder moralische Integrität werden mit der Zustimmung verknüpft.
  • e) VerweisaufMehrheit (Appeal to Popularity): Eine Voraussetzung wird als wahr angenommen, weil sie weithin für wahr gehalten wird.
  • f) ThemenWechsel (Changing the Subject)
  • g) AngriffaufdiePerson? (Attacking the Person):
    • Den Charakter der Person attackieren.
    • Persönliche Umstände der Person erwähnen.
    • Widersprüche aufzeigen: Die Person tut nicht, was sie sagt.
  • h) Berufung auf Autoritäten? (Appeal to Authority):
    • Die Autorität ist kein Experte für den Diskussionsgegenstand.
    • Experten in dem Bereich stimmen nicht überein.
    • Die Autorität macht Witze, ist betrunken oder ist aus einem anderen Grund nicht ernstzunehmen.
    • Zitieren anonymer Autoritäten? (Anonymous Authority): Die fragliche Autorität wird nicht benannt
  • i) Stil zählt mehr als Substanz? (Style Over Substance): Die Art, in der ein Argument oder ein Werber sich präsentiert, wird als Beweis für die Belegung der Schlußfolgerung herangezogen.

[Fehlt: Changing the Subject - "Das Thema wechseln"? => z.B. Person angreifen, statt Sache "Attacking the Person"]

3. Induktive Täuschungen (Inductive Fallacies)

  • a) Unterschlagung wesentlicher Informationen (Fallacy of Exclusion):
    • Ein Beweis, der das Resultat eines induktiven Arguments verändern würde, wird weggelassen.
    • Beispiele
    • 1. Der Angeklagte hatte kurz vor dem Mord einen heftigen Streit mit der Ermordeten.
    • Es ist also anzunehmen,dass er der Täter ist.
    • weggelassen wird: "Zum Zeitpunkt der Tat war der Mann im Polizeirevier, weil er eine Anzeige
    • wegen Autodiebstahls aufgeben wollte."
    • 2. Der Mann spricht 4 Sprachen.
    • weggelassen wird: Er kann neben Deutsch, Latein, Russisch und Spanisch auch noch Japanisch

4. Fallacies Involving Statistical Syllogisms

Eine statistische Verallgemeinerung ist eine Aussage, die meistens wahr ist, aber nicht immer. Sehr oft werden diese Aussagen mit Wörtern wie "meistens" umschrieben (Bsp.: Meistens bevorzugen Konservative Kürzungen bei Sozialleistungen). Manchmal wird auch das Wort "allgemein" gebraucht (Bsp.: Im Allgemeinen bevorzugen Konservative Kürzungen bei Sozialleistungen). Zum Teil wird sogar ganz auf ein einschränkendes Wort verzichtet (Bsp.: Konservative bevorzugen Kürzungen bei Sozialleistungen).

Trugschlüsse mit statistischen Verallgemeinerungen kommen vor, da die Verallgemeinerungen nicht immer wahr sind. Das ist der Fall, wenn der Autor eine statistische Verallgemeinerung behandelt, als wäre sie immer richtig - er er begeht somit einen Trugschluss.

  • AllgemeineRegel falsch anwenden: a generalization is applied when circumstances suggest that there should be an exception
  • AuSnahme verallgemeinern: an exception is applied in circumstances where a generalization should apply

5. Kausale Fehlschlüsse

6. Missing the Point

  • BeggingtheQuestion (= petitio principii): the truth of the conclusion is assumed by the premises
  • IrrelevantConclusion: an argument in defense of one conclusion instead proves a different conclusion
  • StrawMan: the author attacks an argument different from (and weaker than) the opposition's best argument

7. Täuschung durch Mehrdeutigkeit (Fallacies of Ambiguity)

  • Äquivokation (EquiVocation): ein Begriff wird in verschiedenen Bedeutungen verwendet.
  • Ambiguität (AmphiBoly): ein Satz lässt sich auf verschiedene Arten lesen.
  • Falsche Betonung (AcCent): the emphasis on a word or phrase suggests a meaning contrary to what the sentence actually says

8. Kategorienfehler (Category Errors)

  • CompoiTion: because the attributes of the parts of a whole have a certain property, it is argued that the whole has that property
  • DiviSion: because the whole has a certain property, it is argued that the parts have that property

9. Ungültige Argumentformen (Non Sequitur)

  • Bejahung des Konsequens (AffirmingtheConsequent): any argument of the form: If A then B, B, therefore A
  • Verneinung des Antecedens (DenyingtheAntecedent): any argument of the form: If A then B, Not A, thus Not B
  • Widersprüchlichkeit (InconSistency): asserting that contrary or contradictory statements are both true

10. Ungültige Syllogismen

  • FallacyofFour Terms: a syllogism has four terms
  • UndistributedMiddle: two separate categories are said to be connected because they share a common property
  • IllicitMajor: the predicate of the conclusion talks about all of something, but the premises only mention some cases of the term in the predicate
  • IllicitMinor: the subject of the conclusion talks about all of something, but the premises only mention some cases of the term in the subject
  • FallacyofExclusive Premises: a syllogism has two negative premises
  • FallacyofDrawing an Affirmative Conclusion From a Negative Premise: as the name implies
  • ExistentialFallacy: a particular conclusion is drawn from universal premises

11. Fallacies of Explanation

  • Unüberprüfbarkeit
    • Definition: Die Richtigkeit der Theorie, die etwas zu erklären versucht, kann nicht überprüft werden.
    • Beispiele
    • Gottlieb schrieb einen guten Test, weil er am Morgen seine Zähne mit Odol Dent 3 geputzt hat. (Die
    • einzige mögliche Überprüfung ist, es noch einmal zu versuchen. Doch Theophil sagt, dass seine Tube
    • leer ist und es die Marke nicht mehr zu kaufen gibt. Somit ist diese Theorie nicht überprüfbar.)
    • Alois hat den Lotto-Jackpot geknackt, weil ihm vorher eine Fee die Zahlenkombination verraten hat.
    • (Alois sagt, er habe nur einen Wunsch zur Verfügung gehabt. Somit ist diese Theorie nicht überprüfbar.)

12. Definitionsfehler (Fallacies of Definition)

  • Zu eng

  • Die Definition beinhaltet nicht alle Elemente, die beinhaltet sein sollten.
    • Beispiele
    • 1. Eine Glühbirne braucht mindestens 40 W Leistung, um hell zu leuchten. (Es gibt auch Glühbirnen, die
    • weniger Leistung benötigen, um hell zu leuchten.)
    • 2. Der Himmel ist hellblau.(Der Himmel kann auch rot oder schwarz etc. sein)
    • 3. Ein Stein ist etwas, das nicht auf dem Wasser schwimmen kann. (Es gibt z.B. Bimsstein, der sehr wohl
    • auf dem Wasser schwimmt.)
    • Tipp: Identifiziere den zu definierenden Ausdruck. Identifiziere die Bedingungen in der Definition. Finde
    • ein Element, das den Ausdruck beinhaltet, aber die Bedingungen in der Definition nicht trifft.

Quellenlage zurück

Diese Zusammenstellung von Trugschlüssen basiert auf der Arbeit von Stephen Downes (Stephen's Guide to the Logical Fallacies. Brandon, Manitoba, Canada, 1995-1998.) und auf einer teilweisen Übersetzung ins Deutsche von einem gewissen Flötenfuchs.

Es gilt der Copyright-Vermerk von Stephen Downes.:

"For Educators... Please feel free to download the entire text (50 K) in plain-brown wrapper HTML (does not contain the last three sections - sorry). Permission is granted to use, abuse and reproduce this document in any way you wish provided (a) you don't claim copyright over it, (b) you don't charge anyone for using it, and (c) you indicate its original authorship. Read more on my views about copyright if you're curious. 13 August 1996, Stephen Downes"

dem Flötenfuchs und wir uns anschliessen.

-- DominiqueBurger - 21 Aug 2005
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