YasminsKurzgeschichte

Zweite Idee; Bericht:

Auswirkungen des Vollzeitpensums in der Kanti:

Die meisten Schüler sind sehr gestresst weil ihnen kein einziger Nachmittag in der Woche frei zur Verfügung steht. Ein solches Schulsystem lässt kaum Zeit und Raum für andere Aktivitäten und Hobbies. Viele Schüler kommen unter Zeitdruck, denn sie wollen ihre Hobbies nicht aufgeben. Wie soll man Schule und Freizeitaktivitäten unter einen Hut bringen, wenn man so einen überfüllten Tag hat? Etliche Schüler lösen dieses Problem, indem sie Nachtschichten einlegen. Doch diese Lösung hält nicht lange an, denn schon bald tritt Schlafmangel auf, Konzentration und Motivation lassen allmählich nach. Einige Schülerinnen und Schüler wollen nun die Initiative ergreifen und Unterschriften sammeln. Ziel ist es, einen freien Nachmittag in der Woche einzuführen.

Hausaufgaben und lernen für die Prüfung dauern während der Schulwoche fast bis Mitternacht . Am Weekend wird auch gearbeitet an Aufgaben, die vor dem Wochenende keinen Platz hatten. Viele Schüler sind chronisch übermüdet. Am Montag darauf können sie sich wiederum schlecht konzentrieren. „ Ich merke wie meine Aufnahmefähigkeit von Tag zu Tag schwindet und das macht mich sauer denn ich sollte in einer prüfungsreichen Woche viel lernen können“ so, eine Schülerin der ersten Kanti. Eine andere Schülerin äussert: „ Als ich anfangs in die Kanti kam freute ich mich richtig soviel dazu lernen zu dürfen, ich war topmotiviert und hatte auch grosses Interesse. Doch die Lehrer, die es eigentlich gut meinen, jedoch nicht unterscheiden können was das Wichtigste ist, stopfen uns zu viel Stoff in den Kopf. Dabei bleibt unklar, was wichtig ist und was nicht“. Schüler sollten daher einen schulfreien Nachmittag für Hausaufgaben haben, um am Wochenende entspannen zu können!

Erste Idee; Bericht: Mangel an männlichen Stimmen im Schulchor

Zug verpasst!

_Was der Schönheitswahn bewirken kann_

Rupperswil, 13. Nov. (yb) Im kleinen Dorf Rupperswil, nahe Lenzburg, verpasste eine Kantischülerin am Samstag Abend um 19.45 Uhr den Zug Richtung Aarau. Dabei versäumte sie angeblich ein ihr sehr wichtiges Treffen mit ihren Schulkameraden. Zuvor hatte sie sich nach einem, halbstündigen Nachtessen um 18.30 Uhr unverzüglich auf das Badezimmer begeben um sich dort für den Ausgang zu stylen. Wie immer hatte die 17-Jährige das ganze Styling vor sich hergeschoben. Und bisher hatten ihr 40 Minuten jedes Mal gereicht. Doch am Samstag verlor sie vor lauter Schönheitswahn die Zeitkontrolle. Nach Angaben der Schülerin rannte sie um Punkt 19.44 Uhr noch voller Hoffnung aus dem Haus. Der Zug verliess den Bahnhof jedoch ohne die Berüchtigte.

Wie Kathrin den Start in ihren Alltag meistert

„Wenn man mich morgens filmen würde, bekäme man einen Lachkrampf“, erzählt mir die flippige Erstkantlerin Kathrin Tschung und lächelt mich an. Das würde man bei ihrem Anblick um zwei Uhr nachmittags gar nicht denken. „Jeden Morgen stürchle ich über Schuhe, Kleider, Bücher und sogar Schulsachen, die im Zimmer herumliegen, bis ich schliesslich aus dem Zimmer komme!“. Nun reicht es ihr nur noch kurz die Milch zu trinken, Zähne zu putzen und schon rennt sie, mit halb zugeschnürten Schuhen, über die Strasse zur Bushaltestelle. Sie schafft es nie ohne Stress den Bus, der um 06.53 Uhr fährt, zu nehmen. Ihr Outfit vervollständigt sie entweder an der Haltestelle oder erst im Bus. So hat sie die 13 Minuten vom Aufstehen bis hierher schon optimal benutzt. Im Bus kommt ihr Puls langsam runter.

Da Kathrin in Seon wohnt, nimmt sie zuerst den Bus Richtung Lenzburg und steigt dort in den Zug Richtung Aarau um. Ihr gesamter Schulweg dauert ca. 40 Minuten. In Aarau angekommen, fängt auch schon der strenge Schultag an, doch Kathrin nimmt diesen ganzen Stress gelassen. Während dem Unterricht plaudert sie gerne mal zur Abwechslung mit ihrer Banknachbarin. Ihre Lieblinsfächer sind im Allgemeinen die Sprachen, deshalb hat sie auch das Akzentfach Moderne Sprachen gewählt. Es fällt ihr extrem leicht neue Wörter zu lernen und sie hat sehr Spass daran, ihren Wortschatz in den verschiedenen Sprachen zu erweitern. Die Grammatik findet sie mühsam, sie redet viel lieber drauflos. Ihre Eltern stammen aus Asien, sprechen aber zu Hause Englisch, deshalb fühlt sich Kathrin in dieser Sprache sehr wohl. Deutsch lernte sie erst als ihr Bruder wegen des Kindergartens zu Hause anfing Deutsch zu sprechen. Kathrin hat einen lustigen Spitznamen, „also“ (Englisch). Diesen haben ihr ihre Eltern gegeben, weil sie als kleines Kind sämtliche Fragen mit diesem Wort beantwortete. Über Mittag geht sie nicht nach Hause, sondern bleibt wie die meisten Schüler der NKSA in Aarau. Dienstags verpflegt sie sich im Bunker, dies ist eine Art Mittagstisch, der von der Kirche organisiert wird. Sonst geht sie in die Stadt und isst dort etwas Leckeres. Am liebsten mag sie Pizza und Lasagne. Am späten Nachmittag, wenn die Schule endet, begibt sich Kathrin ohne Verzug auf den Nachhauseweg. Dort angekommen, geht sie etwas essen und statt anschliessend ihre Hausaufgaben zu erledigen, geht sie fernsehen. Sie schiebt ihre Aufgaben öfters mal vor sich hin und macht sie dann meistens spät abends. Zu Hause hilft Kathrin oft beim Kochen und manchmal muss sie auch putzen. Sie hat ein sehr gutes Verhältnis zu ihren Eltern sowie zu ihrem neunzehn-jährigen Bruder, Christopher. Auch er besucht die Kantonsschule und bereitet sich schon auf die Matura vor. „Ich verstehe diese Jugendlichen, die ihren Eltern gegenüber keinen Respekt zeigen, überhaupt nicht“, erklärt sie. Wenn die Schule einmal nicht Kathrins Hauptthema ist, sitzt sie oft in ihrem „zweiten“ Zimmer am Tisch, stellt den PC an und chattet. „Nebenbei höre ich noch Musik, denn die ist für mich sehr wichtig, sie bestimmt meine Laune!“. Techno und Trance lehnt sie ganz entschieden ab. "Ich singe oft mit und tanze sehr gerne." Jeden Freitagabend spielt sie Volleyball und geht nachher mit Kolleginnen aus. Am Wochenende geht Kathrin gerne ins Kino oder an Geburtstagspartys. Sonntags besucht sie eine philippinische Kirche CTJ in Zürich, der Glauben nimmt auch einen wichtigen Platz in ihrem Leben ein. Über ihre Zukunftspläne weiss sie noch nicht Bescheid. „Oh nein, ich habe keine grosse Ahnung von Politik. Bitte frag mich nicht“, entgegnet mir Kathrin, als ich ihr Fragen stellen will über die EU. Nach vertieftem Nachdenken findet sie jedoch einige Antworten. Sie findet es z.b. gut, dass man problemlos in EU-Ländern arbeiten und einkaufen kann. Wenn sie in EU-Ländern in den Ferien war spürte sie keinen grossen Unterschied zu den anderen Nicht-EU Mitgliedsstaaten ausser, dass man einfacher über die Grenze kommt. Dies findet sie jedoch risikoreich.

Sie persönlich würde es schade finden, wenn die Schweiz der EU beitreten würde, denn irgendwie ist die Schweiz für sie, so, etwas Spezielles und Einzigartiges. Sie hätte Bedenken, dass die Schweiz ihre Neutralität verlieren würde, wenn es zum Beitritt käme. Sie fühlt sich in der Schweiz als neutraler Staat sicher.

D.h. Kathrin ist eher gegen den EU-Beitritt. "Irgendeinmal wird es dann wohl passieren, denn die Schweiz erhält ja immer mehr Stimmen, die dafür sind". Doch weil sie offensichtlich nicht viel von Politik und der EU versteht, beunruhigt sie all dies nicht wirklich.