Mehr als Wein und Strassen

Als die Römer in der Mitte und zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts v. Chr. in Teile des nördlichen Alpenraums eindrungen, fanden sie dort Völker vor, die noch in einer vorgeschichtlichen Welt lebten. Die Kelten und die Germanen. Die Völker waren ohne Staat, ohne entwicklete Schrift und mit einer Wirtschaft auf rein agraischer Grundlage und mit nur gering entwickelter Arbeitsteilung. Also ein aufenandertreffen von zwei Welten. Einerseits eine Hochkultur und anderseits Völker, die noch tief in den Traditionen der west- und mitteleuropäischen Bronze- und Eiszeit verwurzelt war. ? Die Germanen wurden durch die Nachbarschaft zum Römischen Reich stark beeinflusst und haten somit auch den christlichen Glauben angenommen. Auch die Sprache, das Latein, blieb in der Form der romanischen Sprachen - des Französischen, des Provenzalischen, dees Spanischen, des Portugiesischen, des Rätoromanischen und des Italienischen - in weiten Teilen des ehemaligen römischen Westens auch nach der Völkerwanderungszeit als Alltagssprache erhalten. ?2

-- BenediktMathis - 09 Apr 2003