Aserbaidschan

14 Jan 2005 - 00:27 | Version 3 |
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Aserbaidschan liegt an der Westküste des Kaspischen Meeres und nimmt das südöstliche Gebiet Transkaukasiens ein. Es grenzt im Norden an Russland und im Nordwesten an Georgien. Im Westen stößt es an Armenien und im Süden an Iran. Zu seinem Territorium gehören weiterhin das autonome Gebiet von Berg-Karabach und die Exklave Nachitschewan.

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Erdteil: Vorderasien

Offizieller Name: Azärbayjan Respublikasi (Azerbaijani Republic)

Staatsform: Präsidiale Republik

Landesfläche: 86.600 km2 (Weltrang 112), davon 86 100 km2 Land- und 500 km2 Wasserfläche

Ausdehnung: W-O 425 km, N-S 375 km

Landesgrenzen: insg.: 2013 km (Armenien: 566 km, Armenien (Nachicevan-Enklave): 221 km; Georgien: 322 km; Iran: 432 km; Iran (Nachicevan-Enklave); Russland: 284 km; Türkei: 9 km)

Hauptstadt: Baku

Bevölkerung: 7 697 000

*Bevölkerungsdichte kiss 88,9 Menschen je km2

Größte Städte: Baku 2,500,000; Gäncä 291,000; Sumqayit (Sumgait) 268,000; Mingacevir (Mingechaur) 96,000.

Geographische Lage: zwischen 38° 23' und 41° 53' nördlicher Breite sowie 45° und 50° 35' östlicher Länge Geographische Merkmale: höchster Berg --> Bazardüzü 4480 m; tiefster Punkt --> Kaspisches Meer -28 m; längster Fluß --> Kura (Teil) 1510 km.

Geographie: Den nördlichen Landesteil nimmt der Große Kaukasus ein, der sich südostwärts bis zur Hauptstadt Baku erstreckt. Von der georgischen Grenze her schlängelt sich das Tal der Kura südostwärts durch die Gebirgsausläufer des Kaukasus und öffnet sich zu einer weiteren Schwemmebene, die größtenteils unterhalb des Meeresspiegels liegt. An den Ausläufern des Kleinen Kaukasus liegen Nachitschewan und Westaserbaidschan, während des Talisch-Gebirge an der iranischen Grenze im Süden die Küstenlinie des Kaspischen Meeres überragt.

Klima: Im östlichen Tiefland herrscht ein trockenes Steppenklima mit milden Wintern, heißen Sommern und Sommertrockenzeiten. Das Gebirge weist ein mehr kontinentales Klima auf.

Flora/Fauna: Gräser und Sträucher bestimmen die Vegetation in den trockenen Niederungen und Beckenlandschaften. In den feuchteren, höher gelegenen Regionen wachsen sommergrüne Wälder. Die häufigsten Baumarten sind Eichen, Buchen und Linden. Oberhalb der Baumgrenze dehnen sich alpine Matten aus. Die Tierwelt ist besonders in den höheren Gebirgsregionen artenreich. Hier leben u.a. Braunbären, Luchse, Kaukasische Gemsen und Kaukasische Steinadler. Das Kaspische Meer ist der Lebensraum der Kaspi-Ringelrobbe. In diesem größten Binnensee der Welt leben außerdem Abertausende Störe.

Landwirtschaft: Nutzfläche 22,3%, von der Anbaufläche bewässert 74,9%. Bewaldet 10 000 km2; keine Rodung.

Industrie: Das Öl ist der Reichtum des Landes, Förderung und Verarbeitung stehen auch im Mittelpunkt der Industrie.

Ressourcen: Erdöl, Erdgas, Eisenerz, andere Metalle, Baumwolle, Tabak, Weintrauben, Fischereiprodukte

Verkehr: Schienennetz 2123 km, Straßennetz 45 870 km. Internationaler Flughafen in Baku. Nationale Fluggesellschaft Azerbaijan Airlines. Baku ist der größte Hafen der Schifffahrt.

Umwelt, Tourismus: Hohe Luft- und Wasserverschmutzung vor allem am Kaspischen Meer. Geschützte Gebiete 2,2% der Landesfläche. 170 000 Touristen 1998.

Kultur: Arabische, perische und osmanisch-türkische Einflüsse haben die kulturelle Entwicklung Aserbaidschans bestimmt.

Freizeit: Die beliebtesten Sportarten sind Ringen und Fußball. In den Städten gehen die Menschen oft ins Kino oder Theater, und in ganz Aserbaidshan gehört das Besuchen von Freunden und Verwandten zu den wichtigsten Freizeitbeschäftigungen. Viele Familien aus den mittleren und oberen Gesellschaftsschichten verbringen ihren Urlaub (drei bis vier Wochen) in Ferienhäusern an der Küste des Kaspischen Meeres. Auf dem Land treten die Mitglieder größerer Familien oft als Volksmusikgruppen auf.

Baku entwickelte sich wegen des Ölreichtumes - die Hälfte der weltweiten Erdölproduktion - zu einer Industriemetropole im Russischen Reich.

Fabian Zumbühl und Marco Amati