Der Boxeraufstand

14 Jan 2005 - 00:27 | Version 5 |

Die Vorgeschichte

Ende des 19.Jahrhunderts schienen sich die Mächte des Schicksals gegen China verschworen zu haben. Eine grosse Demütigung bestand darin, dass Japan sich zu einem modernen Land entwickelte, während dem Chinas Entwicklung stagnierte. Es bestand also eine grosses Aggresionspotential zwischen diesen beiden Ländern. Territoriale Interessen bewegten Japan dazu, China anzugreifen, was 1894/95 in einer vernichtenden Niederlage für China endete. Auch die westlichen Mächte stritten sich um chinesische Staatsgebiete. Der Druck von aussen auf China nahm Ende des 19.Jahrhunderts drastisch zu. Auch im Inneren gab es keine Lichtblicke. Reformen des jungen Kaisers scheiterten, da die Kaiserinwitwe die Machtstellung ihrer Familie gefährdet sah.

Der Boxeraufstand

Aus dieser misslichen Lage Chinas entwickelte sich der Boxeraufstand. Die Geheimgesellschaft im Zentrum dieses Aufstands nannte sich die "Einträchtigen Fäuste". Sie verbanden traditionelle Kampfsportarten mit der explosiven Zutat einer Fremdenfeindlichkeit und gaben die Schuld an Chinas Missgeschicken den Ausländern. Sie verwüsteten ausländische Einrichtungen und prangerten die Privilegien der christlichen Konvertiten an. Die Anhängerschaft wuchs immer mehr, junge Männer, die versuchten, an den Rändern der lokalen Gesellschaft zu Überleben, traten der Boxerbewegung bei. Darunter befanden sich verelendete Bauern, entlassnen Soldaten, Bootsschlepper und Salzschmuggler. Massnahmen der Regierung zeigten keine Wirkung. Weiterhin schikanierten die Boxer Ausländer und Konvertiten, und töten einige. Die Westmächte protestierten und bereiteten sich auf einen Krieg vor. Doch die Kaiserinwitwe entschloss sich schlussendlich zur Unterstützung der Boxer, weil sie sich von ihnen eine Lösung der Ausländerproblematik erhoffte. Als die Boxer das Gesandtschaftsviertel belagerten, erliess die Kaiserinwitwe eine Kriegserklärung. Diese Kriegserklärung wandte sich gegen die ausländische Unterdrückung. Es gab einen Krieg. Im August 1900 griffen 20000 Soldaten aus 12 Nationen an; Sie schlugen den Belagerungsring der Boxer nieder und plünderten Bejing. Die Kaiserinwitwe und der Kaiser flohen und China musste eine ganze Reihe von Strafen akzeptieren. Danach befand sich das Land in einer schlimmeren Lage als vorher.

Links: http://www.deutsche-schutzgebiete.de -- MartinaZahno & TobiasBolfing - 11 Nov 2002