En la revolucion CUBANA

Che - ist für viele Leute der Gründer, der Anführer der kubanischen Revolution. Doch das ist er eigentlich nicht. Er kam erst dazu, als die Revolution schon voll im Gange war.

Bei einem gescheiterten Angriff auf eine Kaserne in Santiago de Cuba wurden Fidel & Raul Castro mit vielen anderen jungen "Kriegern" verhaftet. Nach zehn Jahren Gefängnis bekamen sie ihre Freiheit zurück unter der Bedingung, nie wieder nach Kuba zu kommen. Sie gingen nach Argentinien und begannen dort neue Pläne zu schmieden für einen Angriff auf den kubanischen Diktator Batista. Fidel reiste oft im Land umher und eines Tages traf er einen jungen Mann namens Ernesto Guevara. Er war vor kurzem Arzt geworden und Vater einer 3 Monate alten Tochter. Ernesto war ganz angefressen von der Idee, an einer Revolution teilzunehmen. Er verliess seine Familie mit dem Versprechen wieder zu kehren und schloss sich den Revolutionären an. Mit der Yacht Granma fuhren 1956 82 junge Abenteurer nach Kuba. Unter ihnen Raul & Fidel, Camilo Cienfuegos und Ernesto Guevara. Auf dieser Fahrt bekam Che seinen Spitznamen. Keiner der ihn Che nannte ahnte damals, dass er mit diesem Namen in die Geschichte eingehen wird. Die Fahrt musste sehr unangenehm gewesen sein, denn die Granma war eigentlich nur für 20 Personen gedacht. Als die Yacht in Kuba ankerte, wurde sie bereits vom Millitär erwartet, die erste Schlacht des Guerillakrieges begann. 60 dieser 82 Revolutionäre verloren in diesem ungleichen Kampf das Leben. Sie starben schon, bevor die eingentliche Revolution begann. Die Restlichen 12 konnten sich in die Sierra Maestra ( eine Bergkette in Kuba) retten. Man erzählt sich, Fidel haben da oben seine Gefährten gefragt: "Wie viele sind wir noch?" Einer antwortete: "12". Darauf fragte Fidel: "Wie viele Gewehre?" Wieder antwortete einer: "7, ohne Munition". Da sagte Fidel:"Grossartig, wir haben die Revolution schon so gut wie gewonnen!" Um sich vor den Regierungstruppen zu schützen, gruben sie in der Sierra Maestra vier Löcher in den Boden und versteckten sich immer zu dritt in einem der Löcher. Sie deckten die Öffnung mit Palmenblätter zu und warteten dort drei Tage lang, während ihre Feinde die ganze Zeit vergebens über ihnen, nach ihnen suchten. Das Millitär wusste, dass sie sich da oben versteckt hatten, denn als sie in die Berge flüchteten assen sie Zuckerrohre und warfen die Reste hinter sich. So hinterliessen sie eine schöne Spur. Nach drei Tagen gab das Millitär auf. Die Revolutionäre konnten unbemerkt hinaus. Sie teilten sich auf und suchten neue Anhänger. Es traff sich gut, dass Che Arzt war, denn so konnte er die verwundeten Bauern pflegen und heilen. Er gewann mit seiner offen Art schnell die Sympathie der Bevölkerung. Fidel für seinen Teil überzeugte den Rest der ländlichen Bevölkerung und bald war aus der kleinen Gruppe Abenteurer eine Armee geworden, mit jungen, kräftigen Kriegern, in deren Herzen abgrundtiefer Hass ruhte, der nun darauf drängte zu kämpfen und die gefallenen Kameraden zu rächen. Diese Armee wurde in kleinere Gruppen unterteilt. Eine von ihnen ging unter der Führung von Comandante Che Guevara nach St. Clara und kämpfte dort um die Freiheit Kubas. 1959 war es vollbracht. Batista und seine Anhänger flohen in die Dominikanische Republick. Kuba war frei!!!

Che war nur einer von vielen, die für Kuba kämpften. Meiner Meinung nach sind sie alle grosse Helden!

Hier noch ein paar Bilder:

che.guevara.jpg

Fidel-Che-Guevara_1.jpg -- ChristineTobon - 23 Jan 2003

- Hallo Christine, erlaube mir, einige Worte zu diesem Thema zu verlieren. Als erstes zu den 'Helden'. Ich möchte dir zustimmen, wer für eine gerechtere Welt kämpft ist ein 'guter Mensch' oder ein Held. Doch oft ist es leichter, eine gerechte Welt zu erkämpfen, als sie zu erhalten. Auf Kuba wurde ein Diktator, der den kapitalistischen Imperialisten hörig war, abgesetzt. Das ist gut. Doch wenn wir uns das heutige Kuba ansehen, ist nicht alles im Butter ... es gibt etliche Missstände: Minderheiten werden diskriminiert, die Bevölkerung kann sich nicht frei äussern, es gibt keine Möglichkeit, sich ausserhalb der Staatspartei politisch zu betätigen ohne verfolgt oder zumindest benachteiligt zu werden. Aber das sollte doch auch zur persönlichen Freiheit gehören, als Teil der Menschenrechte.

Natürlich soll man all die positiven Errungenschaften der Regierung Castro nicht vergessen. Aber Abzuwägen zwischen Vor- und Nachteilen von Regierungen ist ziemlich schwierig; gerade wenn es nicht die eigene betrifft. Meine persönliche Meinung: Man befasse sich mit möglichst verschiedene Ansichten und halte sich mit voreiligen Schlüssen zurück. Tönt ziemlich unspektakulär-schweizerisch. Und ist mein Lehrstück aus unserer Vergangenheit.

Zum Schluss möchte ich Dich in diesem Sinne ermuntern: Befasse dich weiter mit den grossen Ideen und Köpfen des Sozialismus. Vielleicht findest du ja bei Trotzki eine andere Sichtweise. Und vergiss nicht die Einwände, die jeweils erhoben wurden; denn nur ein Dialog bringt uns weiter. Wer mit dem Wort erfolgreich kämpft, braucht keine Waffen! Grüsse

Philipp Vonarburg