Deflation

Definiton: Deflation bedeutet einen generellen Rückgang des Preisniveaus über längere Zeit. Bei der Defaltion sinken die Preise, der Wert des Geldes steigt, weil die Geldmenge zurück geht. Deflation ist das Gegenstück zur Inflation.

Als Hauptursache für die Defaltion wird ein Überangebot an Güter (Angebotsüberschuss) vermutet: Zu viele Industrien produzieren zu viele Güter. In der Defaltion kommt es zu einem sich beschleunigenden Strudel, der die ganze Wirtschaft in die Depression zieht. Die Umwerteilungswirkungen gehen in diesem fall zulasten der Schuldner und zugunsten der Gläubiger. Deshalb will niemand Geld aufnehmen und investiern. Und weil alle Sachwerte ständig billiger werden, kauft niemand mehr, als unbedingt nötig ist. Solange weitere Preissenkungen erwarten werden, wird weder konsumiert noch investiert.

Als Therapiemöglichkeit steht die Erhöhung der Geldversorgung zur Verfügung. Dies wird durch eine Senkung der Zinsen versucht, damit die Verbraucher und die Unternehmer Geld aufnehmen und investieren, wenn diese aber weider Preissenkungen erwarten, werden sie weder investieren noch konsumieren.

Disinflation ist noch keine Defaltion, sie bezeichnet bloss einen Rückgang der Inflation. In vielen Analysen wird diese Unterscheidung ungenügend gemacht.

siehe: Defaltion und Inflation

Hier ein Deflationschart von Hong Kong als Beispiel:

The Hong Kong economy underwent a downward adjustment in 2001 (Die Wirtschaft von Hong Kong unterliegt einem Deflationsausgleich) chart3e.jpg

Wie man hier sehr gut sieht, wird die Deflation durch eine Disinfaltion eingeleitet. Ende 1998 trat dann erstmals Defaltion auf und hält noch immer an. Ihren Tiefststand hat sie Ende 1999 mit -6% erreicht. Bis Mitte 2001 erholte sich der Chart wieder bis auf -1%, jedoch gegen Endejahr fiel er ncohmals auf -2% ab.

siehe Quelle

-- DavidBurkhardt - 10 Feb 2003