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Inhaltsangabe „Der Sturz“ von Friedrich Dürrenmatt

FriedrichDuerrenmatt veröffentlicht im Jahr 1971 die Erzählung „Der Sturz“. Darin beschreibt er, wie es im politischen Sekretariat funktioniert und was einzelne Mitglieder bewirken können, wie die Macht waltet und wie auch die, die sich am sichersten fühlen, einen Sturz erleben können.

Im ersten Teil des Buches wird beschrieben, wie sich die Minister zu einer Sitzung des obersten Gremiums, das politische Sekretariat, versammeln. Nach dem kalten Buffet begeben sich die Minister ins Sitzungszimmer. Nur dort fühlen sich die Minister sicher, welche nicht mit Namen, sondern mit Buchstaben benannt werden. B betritt das Zimmer als das zweitmächtigste aller Mitglied. O - der Atomminister - fehlt. Wo ist er? Es gibt Gerüchte, er sei verhaftet worden und das würde nichts Gutes bedeuten. Endlich betreten Chef A und der ehemalige Boss C, jetzt als Chef der Geheimpolizei, das Zimmer. Alle hoffen insgeheim auf das Fehlen von O eine Erklärung. Es wird bereits spekuliert, was alles passieren würde, wenn O´s Verhaftung Tatsache wäre, wen würde er alles um seine Position bringen? Wer würde alles vom politischen Sekretariat entfernt?

Nun eröffnet A, nach ein paar ausgiebigen Zügen von seiner Pfeife, die Sitzung. Er beginnt mit einer umständlichen Betrachtung über die Entwicklung der Revolution. Nun sind alle gewarnt, denn das ist seine Art, wenn er etwas Grosses plant, er spricht über die Gefahren der Revolution, weswegen er eine Veränderung der Partei beabsichtigt, das ist noch nicht alles, denn der grosse Schlag folgt erst noch: A will das politische Sekretariat ganz auflösen.

Dann beginnt der zweite Abschnitt, in dem die Reaktionen auf A´s Absicht kommen. N erkennt die Gefahr, dieser Vorschlag entspricht einer Taktik, wenn A das Sekretariat auflöst, ist er der Chef, und übernimmt die Alleinherrschaft. L, der Transportminister, ergreift das Wort und deutet auf O´s Fehlen hin. Niemand sagt etwas, sie wollen die Verhaftung anscheinend noch nicht bekannt geben. Plötzlich erscheint der Oberst, der normalerweise nur in Notfällen und bei Alarm die Sitzung stören darf. L soll nach draussen, da seine Frau angeblich im Sterben liegt, er geht nicht, da er es als Falle anschaut, um ihn zu überführen.

Nun ergreift auch H das Wort und flucht über alles, was ihn stört, über die Regierung, über einzelne Personen, über die Parteien, einfach über alles. F bekommt einen Zettel vom Oberst, dass er ins Ministerium telephonieren soll, er sieht das gleich wie L und betrachtet das als Falle. Auch er nahm die Gelegenheit wahr und lässt alle Wut und den Zorn mündlich aus. Es bricht ein Chaos aus und jeder hat seine Gedanken und versucht sie zu ordnen, um ein anständiges Resultat von dem Ganzen zu bekommen. Plötzlich wird es still und A kann nach einigen Minuten ein paar Worte sagen. Er sagt F und L sollen gehen, die Sitzung sei beendet. Da F von der Falle überzeugt ist, sagt er G, der Chefideologe, soll nach draussen gehen, denn er sei sowieso nicht in Gefahr. G geht nicht, stattdessen beginnt er eine Rede. Er gibt die Sätze von A so wieder, dass allen im politischen Sekretariat klar wird, dass sie sich zur Wehr setzen müssen.

Jetzt schreitet A ein und richtet einen Angriff auf C, nicht wie erwartet auf G, der A wegen O in Verlegenheit brachte, A weiss nämlich nichts von O. A will C nun verhaften und darauf erntet er harsche Kritik.

Im dritten Teil wird bös über A und seine Strategie, die inzwischen alle durchschaut haben, geflucht. Mit der Zeit sieht A seinen Sturz kommen. C gibt nun auch die Liste der Minister, die nächstens herausgeschmissen werden sollen, herum. Jetzt ist der Sturz von A perfekt. A kann sich nicht mehr wehren und gibt sich geschlagen. Mit einem Gürtel um den Hals lässt ein Minister A ersticken. Nach fünf Minuten nimmt er den Gürtel vom Hals weg und lässt ihn abtransportieren.

Ein neuer Chef muss nachrücken. Während dieser Besprechung betritt O das Sitzungszimmer. Er ist wohlauf und hat sich dummerweise im Datum geirrt. D wird neuer Chef und es gibt eine neue Sitzordnung. So wird nun bis zum nächsten Sturz regiert.

-- EstherWobmann - 28 Jan 2003