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Die Glätterin

Ganz Rüti scheint wegzuschauen, obwohl die siebzehnjährige Erika Sollberger erdrosselt im Wald gefunden worden ist. Doch dies hält den Wachtmeister Ernst Stucki noch längstens nicht ab, den Täter zu fassen. Frau Bättig, aufgrund ihres Berufes bekannt als die Glätterin, ist die letzte, die Erika noch gesehen haben solle. "Der Köbi von der hintern Säge ist dabei gewesen." Und es hätte so ausgesehen, als ob dies ihr Schätzi wäre. Kein Wunder wenn die so verdorben rumliefe. Gott bestrafe alle Sünden mit dem Tod. Und tatsächlich gibt Köbi zu, mit Erika vorher im Wald gewesen zu sein. Er habe sie auch während ihren Spielen gewürgt und sie sei auch weggerannt, aber gemordet habe er nie. Aus Sympathiegründen lässt Stucki ihn frei. Nach manchen sinnlosen Recherchen lernt er die Lehrerin von Rüti kennen. Diese bricht das Schweigen des Dorfes und ist bereit, dem Wachtmeister die Wahrheit über Erika Sollberger zu erzählen. Die Sollberger hätte sich einen Namen als Striptease gemacht, als man sie einmal dazu gezwungen hat, an einem Fest die Klammotten zu versteigern bis sie schliesslich splitternackt da stand. Danach hätte jemand für 200 Franken das Vergnügen gehabt, mit ihr nach draussen zu gehen. Da aber der Gemeindepräsident und der Wirt dabei gewesen sind, versuchen alle Bewohner diese Tat zu vertuscheln. Schliesslich ist Erika schwanger gewesen und das Kind könnte von jedem stammen. Trotz dieser wichtigen Aussage scheint der Fall unlöslich zu bleiben. Alle können Alibis vorweisen- ausser Köbi und die Glätterin, die aber die Abende sowieso nur hinter Orgeln verbringt und auf eine bessere Zukunft ohne Verdorbenen hofft. Nach Wochen aber wird eine unglaubliche Entdeckung gemacht: Die junge Serviertochter Züsi liegt verunstaltet im Kornfeld. "Erdrosselt und vermutlich geschlagen wurde sie", so die Polizei. Im Gegensatz zum ersten Fall scheint sich auch der Präsident und Wirt für den Mordfall zu interessieren. Ganz Rüti lebt nun in Angst. Herr Stucki entdeckt nach längerem Abklappern des Kornfeldes ein Egger- Bierzettelchen, auf dem geschrieben steht: 'Warte auf mich beim Kreuzacker. Fritz.' Nun bekommt der Fall immer mehr an Form. Da der Wirt Fritz heisst und nur seine Wirtschaft an Egger Bier besitzt, ist verständlich, welche Beziehung er mit Züsi gehabt hat. Als Stucki ihn verhört, gibt der Wirt nach längerem Abstreiten dann zu: "Ich gab ihr danach immer ein Zwanz'gernötli". Für ihre "Arbeit" im Kornfeld. Aber an diesem verfluchten Abend sei er nicht anwesend gewesen. Dies kann seine Gattin bestätigen. Köbi hat wieder keine Alibis. Auch die Glätterin nicht, was zunächst aber nicht auffällt. Trotz den beiden Morden entschliessen sich die Rütener zu einem traditionellen Rütifest. An diesem Abend soll jedoch ein dritter Mord geschehen... Während sich ie Ländler amüsieren, brennt in der Wohnung der Lehrerin Licht. Sie hat keine Lust, dein Abend mit den Dorfbewohnern zu verbringen, aus Angst, es könnte wieder so geschehen wie damals bei Erika. Auch ertönen wenig später die frommen Gesänge Frau Bättigs, die an dem Fest sowieso nich teilnimmt, da dort die Gefahr zu gross wäre, einer Sünde zu widerstehen. Nachdem die Lehrerin ihre Anstattacken alleine in ihrer Stube überwunden hat, hört sie ein Klopfen an der Tür. Die junge Frau fällt auf einen simplen Trick ein: Der Täter hat sich schon vorher, als sie kurz an die frische Luft gegeangen ist, hineingeschlichen und klopft nun an die Innenseite, bis die Lehrerin die Treppe überwindet. jetzt steht er ihr gegenüber. Die Lehrerin schreit und als die dunkle Gestalt bereits ihre Hände beireit macht, fliegt aus bis zum Schluss für Stucki unerklärlichem Grund ein Stein von draussen durch das dickglasige Fenster direkt vor die beiden. Der Täter ergreift daraufhin die Flucht. Schnell erfahren es die Rütener un denken dabei sofort an Köbi, den sie heute beim Schulhaus, wo die Lehrerin wohnt, gesehen haben. Die Glätterin rennt schon längstens im Wald einem Burschen nach, der sich nun genau dort befindet, wo auch Erika sich zuletzt mit ihm aufgehalten hat. Köbi. Er beginnt, im Moor zu sinken. Hörend, wie ihm die Glätterin Sätze zuspricht wie: "Stirb du verdorbener Lumpenhund!" Doch bevor Köbi ganz versinkt, taucht Stucki mit dem halben Dorf auf und bedankt sich bei Frau Bättig für den "Fang". Köbi ist verhaftet, der Fall scheint geklärt. Doch am nächsten Morgen trifft Stucki die Glätterin, die er solange mit Fragen belästigt, bis sie endlich gesteht,die zwei Frauen ermordet und einen Mordversuch verübt zu haben, aus Liebe zu Gott und zu dieser Welt, da all diese Frauen viel zu schlecht gewesen seien. Stucki holt daraufhin sofort Verstärkung, in der Hoffnung, Fräulein Bättig würde immernoch im Regen stehen und ihre Flüche sprechen. Vergebens- Als er zurückkommt ist sie schon über alle Berge. "[...] Und es sah so aus, als ob es dahinter kein Feld, keine Glätterin un kein Rüti geben würde, nie gegeben hätte."

-- MilkaKokanovic - 31 Jan 2003