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Georgien

14 Jan 2005 - 00:27 | Version 6 |

Allgemeine Infos über Georgien

http://www.staatenderwelt.de/staaten/georgien/georgien.htm
http://www.staatenwelt.de/gg.htm

Landwirtschaft

Die klimatische Vielfalt Georgiens ermöglicht es, verschiedenes anzubauen. Es gibt viele Plantagen, zum Beispiel die Teeplantagen haben eine Fläche von 40.000 Hektar. Zum Schwarzen Meer hin gedeihen auf den Obstplantagen Pfirsiche, Aprikosen und Äpfel. Im Osten Georgiens reifen im März die ersten Früchte, im Westen endet im Oktober die Ernte. Anschließend beginnt man im Westen im Dezember mit der Ernte der Zitrusfrüchte, so daß das ganze Jahr über frisches Obst zur Verfügung steht In den Bergsteppen gedeihen Berggräser exzellent, so daß sie im Sommer als Weide und im Winter als getrocknetes Heu eine gute Grundlage als Futter für die Viehhaltung bieten. Der Anbau von Wein hat eine lange Tradition in Georgien. Auf einer Fläche von 95.000 Hektar können rund 500 verschiedene Rebenarten angebaut werden, von 4.000, die es in der gesamten Welt gibt.

Tbilisi (Tiflis)

Mit 1.300.000 Einwohnern ist Tbilisi die Hauptstadt von Georgien, dem Kaukasus-Staat an der Grenze zur Türkei am schwarzen Meer. Als Stadt mit jahrtausendealter Geschichte und reicher kultureller Traditionen ist Tbilissi heute sowohl Universitäts- als auch Industriezentrum von Georgien.Tbilissi liegt einer Höhe von 400 m über ein Flusstal. Ihren Namen verdankt die Stadt heissen Schwefelwasserquellen, die aus der Erde treten. Tbilissi bedeutet soviel wie "warme Stadt". Die erste urkundliche Erwähnung Tbilissis als befestigter Stadt datiert allerdings erst aus dem 4. Jh. n. Christus. Als gesicherter Zeitpunkt für den Ausbau Tbilissis zur neuen Metropole Iberiens gilt das Jahr 458, als man heisse Schwefelquellen gefunden hat.

Die Wirtschaft der Stadt gründete sich bis zum 10 Jahrhundert unter anderem auf die Bedeutung als Handelsort. Die Karawanenwege führten durch sieben Tore nach Tbilissi. In der Stadt stellten die Handwerker alles her, was das Herz begehrte. Man kam dem Fremden freundlich entgegen und bewirtete den Gast königlich, wie es der georgischen Tradition entspricht.

Die Lage der Stadt brachte es mit sich, daß sie Opfer zahlreicher Kriegszüge und Invasionen aus sämtlichen Himmelsrichtungen wurde. Jedoch bauten die Einwohner die Stadt immer wieder von neuem auf. Die letzte Zerstörung brachten die Perser mit sich, als sie Tbilissi 1795 bis auf die Grundmauern niederbrannten. Eine neue Ära Tbilissis begann mit dem Anschluß Georgiens ans Russische Reich. Die Russen hatten Schwierigkeiten mit der Aussprache des eigentlichen Namens der Stadt. So wurde aus Tbilissi Tiflis. Von Tbilissi aus verwalteten die Russen den ganzen Kaukasus. Die Stadt war ein Knotenpunkt zwischen Europa und Asien.

WIRTSCHAFT/ INDUSTRIE

Georgien hat ein großes Wirtschaftspotential. Das Land ist reich an Bodenschätzen und verfügt über eine entwicklungsfähige Tourismusindustrie (Kurorte und Seebäder) in der Schwarzmeerregion. Manganerze, Braun- und Steinkohle, Zink, Wolfram, Quecksilber, Baryt, Blei, Eisenerz und Erdöl sind die wichtigsten Bodenschätze. Die Industrie konzentriert sich auf die Bereiche Maschinen- und Schiffbau, Metallverarbeitung, Mineraldüngerherstellung, Bekleidung sowie Nahrungsmittelverarbeitung. Tee, Wein, Obst (v. a. Zitrusfrüchte), Tabak und Gemüse sind die wichtigsten Agrarerzeugnisse. Georgien war der größte Teeproduzent innerhalb der ehemaligen UdSSR.