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Berthold Brecht

Mutter Courage und ihre Kinder

14 Jan 2005 - 00:27 | Version 3 |

Mutter Courage und ihre Kinder wurde von Berthold Brecht in den Jahren 1938 und 1939 verfasst. Als er diese Geschichte schrieb, befand er sich im Exil. Es ist ein Drama. Die Handlung spielt im Dreissigjährigen Krieg (1918-1948) und spieltüber mehrere Jahre hinweg. Sie wird in zwölf Einzelszenen geteilt, die aneinandergereiht wurden. Vor jeder Szene steht ein Überblick über die Szene. Somit wird die Spannung genommen. Es geht um Anna Fierling, die auch Mutter Courage genannt wird. Sie verliert durch den Krieg ihre drei Kinder. Es wird gefrgt, ob der Krieg etwas Gutes oder etwas Schlechtes ist. Einerseits macht Mutter Courage nur Geschäfte durch den Krieg, andererseits verliert sie ihre Kinder.
Im ersten Teil zieht Mutter Courage mit ihrem Marktwagen und den zwei Söhnen, dem mutigen Eilif, dem ehrlichen Schweizerkas und ihrer stummen Tochter Kattrin einem finischen Regiment nach. Sie treffen auf ihrem Weg einen Feldwebel und einen Werber, die auf der Suche nach Soldaten sind. Sie kommen miteinander ins Gespräch, in dem dann der Feldwebel behauptet, dass Friede Schlamperei bedeutet und nur durch Krieg Ordnung hergestellt wird. Mutter Courage merkt dann, dass es die Leute auf ihre Söhne abgesehen haben und will diese verteidigen. Trotz mehrerer Überzeugungsversuche auf die Gefährlichkeit des Soldatenlebens sie aufmerksam zu machen geht dann Eilif trotzdem mit dem Werber mit.
Im zweiten Teil, ein Jahr später, befindet sich Mutter Courage in Polen. Während sie dort mit dem Koch des Feldhauptmannes um einen Kapun verhandelt, hört sie Eilifs Stimme. Durch List konnte er den Bauern das Vieh stehlen und wird deshalb vom Hauptman für seine Heldentat ausgezeichnet. Sie freut sich Eilif lebend zu sehen, verpasst ihm aber eine Ohrfeige für seine Tat.
Der dritte Teil der Geschichte beginnt 3 Jahre später. Der Schweizerkas ist Zahlmeister geworden und verwaltet die Regimentskasse. Mutter Courage ist nicht sehr erfreut darüber und warnt ihn vor dieser gefährlichen Aufgabe. Anschliessend unterhalten sich Koch und Feldprediger über den Krieg. Der Koch meint, dass der Krieg nur den hohen Herren von Nutzen ist, die Bevölkerung aber unter Tod und Armut leidet. Plötzlich werden sie angegriffen. Da es ein Glaubenskrieg war, musste der Schweizerkas die Kasse vor dem Feind verstecken, ansonsten würde er getötet werden. Er wird dennoch gefasst und unter Folterung gesteht er, dass er die Regimentskasse versteckt hat. Er wird daraufhin von polnischen Katholiken erschossen.
In der vierten Szene will Mutter Courage sich beim Rittmeister beschweren, da bei der Suche nach der Kasse Waren aus ihrem Wagen zerstört wurden. Ein Landesknecht will sich auch dort beschweren, da er versprochenes Geld nicht bekommen hat. Daraufhin singt Mutter Courage das Lied der grossen Kapitulation. Beide verzichten im Nachhinein auf die Beschwerde.
Im fünften Teil sind zwei weitere Jahre verstrichen. Mutter Courage steht vor einem verschossenen Dorf. Es kommt ein Feldprediger und verlangt nach Leinen um Wunden zu verbinden. Nur mit Wiederwillen und Gewalt gibt sie diese dann her.
In der sechsten Szene wohnt sie dem Begräbniss des kaiserlichen Feldhauptmannes bei. Sie bewirtet einige Soldaten mit Schnaps und befürchtet, dass der Krieg bald zu Ende ist. Eines Tages schickt sie Kattrin alleine in die Stadt. Sie kommt mit einer Wunde zurück und wurde auf dem Weg überfallen und misshandelt. Mutter Courage ist entsetzt darüber und schenkt ihr dann als Trost schöne neue Schuhe. In der siebten Szene steht Mutter Courage auf dem Höhepunkt ihrer geschäftlichen Karriere. Sie verteidigt nun den Krieg und behauptet er wäre besser als Friede.
Im achten Teil geht das Gerücht um, dass Friede herrscht. Mutter Courage ist entsetzt darüber und sie sieht ihren finanziellen Ruin bevorstehen. Sie verflucht den Frieden und geht in die Stadt. Während ihrer Abwesenheit wird Eilif in der Nähe hingerichtet, da er das gleiche getan hat wie im Krieg. Geraubt und getötet. Das Gerücht vom Frieden verfliegt dann wieder, der Krieg geht weiter.
In der neunten Szene ist Mutter Courage mit dem Koch und Kattrin unterwegs. Er erzählt von seiner geerbten Wirtschaft. Er schlägt Mutter Courage vor, gemeinsam dorthin zu gehen. Aus Platzmangel aber müssten sie Kattrin da lassen. Mutter Courage wirft ihn dann aber vom Wagen und zieht mit Kattrin alleine weiter. Im zehnten Teil der Geschichte folgen sie den verlumpten Heeren. Sie kommen zu einem Bauernhaus und bitten um Unterschlupf auf dem Grundstück. In der elften Szene bedrohen Truppen die Stadt Halle. Ein Fähnrich dingt mit zwei Gefolgsleuten in den Hof ein und wollen den Weg zur Stadt erfahren. Die Bewohner ahnen noch nichts vom geplanten Angriff und die Truppen versuchen keinen Lärm zu machen. Als Kattrin dies hört schnappt sie sich eine Trommel und steigt aufs Dach. Sie zieht die Leiter hinaf und beginnt zu trommeln. So warnt sie die Stadt vor der Gefahr, wird aber selbst auf dem Dach erschossen.
In der letzten Szene ziehen die Truppen am nächsten Morgen ab. Mutter Courage hat Mühe den Tod ihrer Tochter zu verstehen. Sie zieht dann alleine mit ihrem Marktwagen weiter den Heeren nach. Sie ist aber immer noch in der Hoffnung Eilif lebend wieder zu sehen.

-- PatrickGrabher - 29 Jan 2003