-- PatrickRoos - 17 Apr 2003

Feste und Bräuche von Avanches

Tod:

Nach dem Tod war das Leben bei den Römern noch nicht zu Ende. Der Verstorbene wurde in einer Urne als Asche und in vernagelten Holzsärgen beigesetzt. Das wäre noch gleich wie heute, aber den Toten wurden noch Grabbeilagen beigelegt. Meistens war es das Essgeschirr des Toten, welches aus Ton bearbeitet wurde. Dass sie früher an das Leben nach dem Tod geglaubt haben – wegen den Grabbeilagen – bedeutet, dass man in seinem Leben möglichst alles gut macht, um nachher beim „zweiten Leben“ eine gute Stellung zu haben. „Mögest du leben in Gott“, ist zum Beispiel bei einem christlichen Sarg oft eingeritzt. Ein weiteres Zeichen des Weiterlebens.

Götter:

1. Jupiter ist der oberste Himmelsgott. Der Adler ist ein gängiges Bild von ihm. Er symbolisiert die Macht, die Kraft und ist Herr der Lüfte. Die häufigste Darstellung aber ist ein Reiter, der in seiner Hand ein Blitzbündel über seinem Feind hält. Auch hier sind wieder die Merkmale Himmel, Macht und Kraft. 2.Merkur ist der Schutzgott der Reisenden und gilt als Erfinder aller Künste. 3.Mars ist der Kriegsgott.

Die Römer hatten viele Götter. Wir haben nun drei von ihnen vorgestellt. Sie verkörpern die Allmacht und ihre Aufgaben. So haben wir den Himmelsgott, Kriegsgott und den Erfinder der Künste. Die Götter begleiten die Römer in ihrem Alltag und sorgen für deren Wohl. Nicht wie bei den Griechen haben die Römer für jedes bewegende und lebende einen Gott, sondern nur für die verschiedenen Ursprünge des Lebens.

Religion

Eine Darstellung von einem Pferd im Musée Romain, welches ein Amulett um den Hals gehängt hat, ist ein Zeichen des Aberglaubens. Das Amulett weist auf eine gewisse Königin hin. Das heisst: Das Pferd ist unter dem Schutz der Königin unterwegs. Im Gegensatz zu unseren weiblichen religiösen Figuren sind die weiblichen Gottheiten der Römer nackt dargestellt. Die Römer und ihr Besitz sind sowohl im alltäglichen Leben als auch in der Religion mit den Oberhäuptern stark verbunden.

Thermen

Die öffentlichen Bäder (Thermen) sind ein Ort der Begegnung und der Entspannung. Darum wurden sie von den Römern sehr geschätzt. Die Thermen waren aber auch Gesundheitszentren, in denen man sich wusch und sportlich betätigte. Die Thermen waren ein Gemeinschaftsort.

Cigognier Tempel

Der Tempel, der im ersten Jahrhundert nach Chr. angefangen zu bauen wurde, empfängt Pilger und Gläubige aus ganz Helvetien. Von der direkten Verbindungsstrasse zwischen Ost und Westtor erreichte man den Tempel über ein breites Eingangstor und eine gepflasterte Allee. Das Cigognier Heiligtum ist das grösste Bauwerk des römischen Helvetien.Welchen Gottheiten der Tempel gewidmet war, ist noch nicht klar. Imposant war dieser Tempel allemal und bildet mit dem gegenüberliegenden Theater eine bauliche Einheit. Die Nähe des Theaters und des Tempels verbindet Religion und Vergnügen.

  • Foto von Thermes:
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