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Schloss Lenzburg

Die Lenzburg zählt zu den ältesten und bedeutendste Höhenburgen der Schweiz. Der schlossbewehrte Molassehügel erhebt sich am Einmündungspunkt eines vom Hallwilersee in die Aareebene führenden Seitentals.

1036 erstmals erwähnt als Stammsitz der Grafen von Lenzburg, ging die Burg 1137 in Erbfolge an Kaiser Friedrich Barbarossa und dann zuerst als Lehen, dann als Eigentum an die Kyburger über. In der Zeit von 1273 -1415 war das Schloss bis zur Eroberung des Aargaus durch die Eidgenossen im Besitz der Habsburger.

Der Staat Bern kaufte 1433 die Burg, und von 1444 bis 1798 regierte der Landvogt des Oberamts Lenzburg auf der Burg.

1804 wird das Schloss Eigentum des Kantons Aargau, welcher nicht recht weiss, was er mit der Anlage anfangen soll. Deshalb erlebt die Burg von da an bis 1860 ein wechselvolles Schicksal. Unter anderem ist in dieser Zeit die Erziehungsanstalt des Christian Lippe hier untergebracht.

1860 veräussert der Kanton das Schloss, das in der Folge 1872 an Dr. Friedrich Wilhelm Wedekind (Vater des Dichters Frank Wedekind), 1893 an den Amerikaner Alfred Edward Jessup und schliesslich 1911 an James W. Ellsworth und als Erbe 1925 an dessen Sohn, den Polarforscher Lincoln Ellsworth, übergeht. Unter A.E. Jessup wird das Schloss 1893 umfassend renoviert.

1956 erwerben Kanton Aargau und Stadt Lenzburg das Schloss von der Witwe von Lincoln Ellsworth und errichten die Stiftung Schloss Lenzburg. Heute sind hier das Historische Museum des Kantons Aargau mit seiner bedeutenden Sammlung und im sogenannten Bernerhaus aus dem 17./18. Jahrhundert das Stapferhaus untergebracht.