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Inhaltsangabe von Kathrin Arnold

SCHWARZER SAMT von Christa Weber

Die Schweizerin ChristaWeber erzählt in "Schwarzer Samt", dem Krimi, den sie 1994 veröffentlichte, von Frauen, welche manchmal nicht so ernst genommen werden oder denen man nicht so viel zutraut. Es geht auch um Frauen, die von ihren (Ex-) Ehemännern geschlagen werden und nicht wissen, wie sie sich verteidigen sollen. Christa Weber will mit diesem Kriminalroman diesen Frauen Mut machen, dass es sich lohnt zu kämpfen. Diese Anliegen hat sie geschickt in dieses spannende Buch verpackt. Der Text kann in drei Teile aufgespalten werden.

Im ersten Abschnitt wird das Leben der bald arbeitslosen Journalistin Annemarie Bigler beschrieben. Sie schreibt gerade an ihrem letzten Bericht für eine Zeitschrift, die abgesetzt wird. Im Report erzählt sie von geschiedenen oder noch nicht ganz geschiedenen Frauen, welche von ihren Ehemännern jahrelang geschlagen und misshandelt wurden, bis sie es nicht mehr aushielten. Diese Frauen leben jetzt in einem Frauenhaus, wo sie sich eine Zukunft mir ihren Kindern aufbauen können. Annemarie Bigler, selbst geschieden, aber von einem nicht gewalttätigen Mann, kann die Frauen gut begreifen und ihren Artikel schreibt sie voller Mitgefühl. Als die Zeitung ein letztes Mal herauskommt, ist Annemarie Bigler bereits arbeitslos und geht stempeln. Sie macht Ferien und schreibt erfolglos Bewerbungen. Sieben Monate nach der Kündigung ist Annemarie tot. Sie wurde angefahren und der Fahrer beging Fahrerflucht.

Im zweiten Teil nimmt sich die Kriminalbeamtin Inez Huber dem Fall an. Zuerst meinen alle, Annemarie sei auf der Strasse angefahren worden und somit war der Fall für jene erledigt. Aber Inez hat nach weiteren Abklärungen handfeste Beweise, dass sie auf dem Trottoir angefahren wurde. Der Wagen hat ihr einen Stoss gegeben und sie fiel mit der Schläfe auf Granit. Die Beine wurden überfahren. Nun beginnt Inez die Sache zu interessieren. Etwas kann an diesem Umfall nicht stimmen. Wahrscheinlich wurde Annemarie Bigler nicht zufällig angefahren, sondern war das Opfer eines Mordanschlages. Inez beginnt über Annemarie's Mutter Freunde und Kolleginnen von Annemarie ausfindig zu machen. Dann verhört sie diese. Viel vom Opfer erfährt sie vor allem von deren Freundin Chantal Wipfli. So spaltet sie den Mordanschlag in Einzelteile auf. Aber es geht nicht so leicht, wie sie es sich zuerst vorstellte. Doch dann werden beim Ausräumen der Wohnung 12 Tagebücher von Annemarie gefunden. Inez kämpft sich mit Mühe durch die mit unleserlicher Schrift vollgeschriebenen Bücher. Dort begegnet sie vielen Namen. Nachdem sie viele Verdächtige vernommen hatte, stösst die Freundin von Annemarie auf einen wichtigen Beweis in einem der Tagebücher, welcher die Chefin des Fitnesscenters Annelies Herzog als Mörderin in Betracht zieht.

Im dritten Teil wird dann aber die Schuld der Fitnesscenter-Besitzerin verworfen. Vielmehr geht die Fahndung nach Budapest. Eine arbeitslose Kollegin von Annemarie hat nämlich einen Beweis und der führt nach Budapest. Während einer Budapestreise soll Annemarie einen Mann aus dem Prostituiertengewerbe angetroffen haben. Er vertraute ihr einen Scheck an mit über einer Million Dollar darauf, mit dem sie in der Schweiz ein Konto für ihn eröffnen sollte. Als aber Annemarie vernahm, dass der Mann das Geld Prostituierten “abgezockt“ hatte, entschied sie sich anders. Sie reiste mit dem Geld in die Schweiz zurück und spendete es unter seinem Namen an neun Frauenhäuser, welche misshandelte Frauen aufnehmen. Als der Mann aus Budapest dies erfuhr, reiste er in die Schweiz, um Annemarie, nach einer vergeblichen Suche nach dem Scheck, umzubringen. Als Inez dies hört, geht sie mit Polizisten und einigen anderen Personen nach Budapest, um den Mann zu suchen. Sie finden ihn und er gesteht fast alles. Dann wird er überführt und Inez ist stolz auf ihren ersten selbstständig gelösten Fall. Auch von den Detektiven bekommt sie grosse Anerkennung.

-- KathrinArnold - 28 Jan 2003