Innenpolitik

Zwei Tage vor Kriegsbeginn wurde der 'Ministerrat für Reichsverteidigung' gebildet. Die an der Ministerrat gestellte Aufgabe einer einheitlichen Führung von Verwaltung und Kriegswirtschaft, konnte jedoch zu keinem Zeitpunkt realisiert werden. Konflikte sowie persönliche Rivalitäten der NSDAP blieben bestehen oder verstärkten sich. Im Verlauf des Zweiten Weltkriegs wurde das Deutsche Reich durch Besetzungen erheblich erweitert. Oberste Behörde für die besetzten sowjetischen Gebiete war das 'Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete' unter der Leitung von Alfred Rosenberg. Gegenüber Heinrich Himmler verfügte Rosenberg jedoch über wenig Einfluss und Kompetenz hinsichtlich der Behandlung der besetzten Gebiete. In seiner Funktion als 'Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums' verfolgte Himmler verbissen das Ziel einer 'Germanisierung' und ethischen Neuordnung Osteuropas. Was Himmler langfristig anstrebte GeneralplanOst hervor. Als Reichsführer der Schutzstaffel und 'Chef der Deutschen Polizei' verfügte Himmler seit Mitte der 30er Jahre über eine zentrale Machtposition sowie über den gesamten Unterdrückungs- und Terrorappart im NS-Staat. Die RSHA wurde zur zentralen Schaltstelle für die Überwachung, Terrorisierung und schliesslich von Ermordung von Millionen Menschen im In- Ausland. Personen mit defätistischen Ansichten wurden verfolgt. Es wurden neue Gesetze geschrieben, die eine allgemeine Radikalisierung des Strafrechts zur Folge hatten. Todesstrafen wurden ausgesprochen für Leute, die während, und nach dem 2. Weltkrieg, die Ausnutzung der Kriegssituation wahrnahmen und Straftaten begingen. Mit Verhängung der Todesstrafe konnten auch schwere 'Kriegswirtschaftsverbrechen' wie z.B. das Horten von Lebensmitteln geahndet werden. Nach Freislers Amtsübernahme stieg die Anzahl der erlassenen Todesurteile sowie die Zahl der KZ-Häftlingen noch einmal sprunghaft an. Der Krieg diente zur Radikalisierung rassenbiologischer Massnahmen zur Ermordung von Juden, Homosexuellen und Behinderten. 1941 fanden rund 70'000 Menschen den Tod. Nachdem Hitler das 'Euthanasie'- Programm einstellen liess, begann gleichzeitig in Deutschland und den besetzten Gebieten die systematische Ermordung von Juden in den Vernichtungslagern. Die Juden bekamen weniger Rechte, z.B. durften sie ihre Wohnungen ab 21.00 Uhr nicht mehr verlassen. Sie bekamen für ihre Lebensmittelkarten weniger Kalorien, und eine medizinische Versorgung existierte für die Juden nur noch in Ansätzen. Jeder Jude ab dem 6. Lebensjahr bekam einen gelben Stern auf die Kleidung genäht. Zudem bekamen sie eine Ausreisesperre. Trotzdem konnten etwa 8500 Juden das Land illegal verlassen, knapp 190'000 hingegen wurden in den Vernichtungslagern ermordet. Die ersten Massentransporten von Juden in den Osten begannen im Oktober 1941. Kurz darauf berief man die sogenannte 'Wannsee-Konferenz', um über die logistische Koordination der 'Erlösung der Judenfrage' zu sprechen. Zahlreiche Regimegegner entschlossen sich während des 2. Weltkriegs zum aktiven Widerstand gegen den NS-Staat. Hitler bemühte sich sichtlich wenig für alltägliche innenpolitische Fragen, sondern beschränkte sich weitgehend auf die Rolle als militärischer Feldherr. Nach der Katastrophe von Stalingrad scheute er die Öffentlichkeit. Hitlers persöndlich Macht und sein absoluter Führungsanspruch blieben jedoch unangetastet. Nachdem Rudolf Hess nach GB flog hatte Hitler einen neuen Stellvertreter ernannt, sondern eine Parteikanzlei der NSDAP, unter Bohrmanns Leitung. Was Hitler meist nur mündlich anforderte, formulierte Bohrmann als schriftlichen Führerbefehl. Später wurde Hitler von mehreren Männern, denen er vertraute, verraten, darunter auch Himmler. Am Tag darauf zog sich Hitler mit seiner Sekretärin zurück, um sein politisches und persönliches Testament zu verfassen. Er stiess Himmler und Göring aus der NSDAP und allen Staatsämter aus. Das Amt des Reichspräsidenten und des Oberbefehlshabers der Wehrmacht sollte Grossadmiral Karl Dönitz übernehmen. Hitler selbst aber begann am 1. Mai 1945 Selbstmord.