Die Sturmabteilung (SA)

14 Jan 2005 - 00:27 | Version 9 |

Die Sturmabteilung, die vorher Turn- und Sportabteilung hies , die politische Kampftruppe der NSDAP rekrutierte sich ursprünglich aus angehörigen der Freikorps und der Bürgerwehren in Bayern. Sie besass paramilitärischen Charakter und trat seit 1921 bewaffnet und in brauner Uniform auf. Ihre Aufgabe bestand darin Parteiversammlungen der NSDAP zu schützen und die Versammlungen anderer Parteien zu stören und sie organisierten Massenaufmärsche und Appelle.

Um die demokratische Ordnung zu stürzen, beteiligte sich die von Herman Göring geführte SA mit einigen 100 Bewaffneten im November 1923 am fehlgeschlagenen Hitler-Putsch . Nach der Neugründung der NSDAP 1925 gliederte sich die SA in die NSDAP ein. Im April 1932 wurde die SA als "militärische Organisation" kurzfristig verboten.

Nach der Machtübernahme der National Sozialisten konzentrierten sich die Aufgaben der SA auf die Verfolgung und terrorisierung von Kommunisten, Sozialisten, Gewerkschaftern und Juden. 300 Tote und über 1100 Verletzte forderte die Verfolgung und terrorisierung. Der Höhepunkt der blutigen Ausseinandersetzungen bildete der "Altonaer Blutsonntag" am 17. Juli 1932, als sich aus einem Demonstrationsmarsch der SA durch die kommunistische Hochburg eine stundenlange Schiesserei mit 18 Toten.

Die auf rund 4 Millionen Mitglieder angewachsene SA hatte nach dem Prozess der Nationalsozialistischen Gleichstellung 1934 ihre blutige Aufgabe weitgehend erfüllt. Röhms behmühungen um Organisatorische Verselbstständigung der Parteiarmee endeten mit der Liquidierung der SA-Führung in Folge des Röhmputsches im Juni 1934. Politische Bedeutungslosigkeit gegenüber der SS kennzeichneten die SA während den folgenden Jahren. Im NS-Regime war sie vornehmlich auf vormilitärische Erziehung und als Staffage bei Propagandaaktionen reduziert.

Quelle: www.dhm.de

</font face>