Die Wehrmacht (1939-45)

Die Reichswehr. wurde zum einzigen Waffenträger des Reiches erklärt. Sie dankten, indem sie eine Eidesleistung auf die Person des Führers (Hitler) ablegten. Der persönliche Eid auf Hitler statt auf die Verfassung sollte bis 1945 für eine Vielzahl von Soldaten eine nahe zu unüberwindbare ethische Barriere darstellen. Sich trozt regimefeindlicher Haltung dem Widerstand in der Wehrmacht anzuschliessen und sich an Attentatplänen gegen Hitler zu beteiligen.

Da das deutsche Rüstungskonzept mit dem bestehenden Berufsheer schnell an personelle Grenzen stiess, bestimmte das "Gesetz für den Aufbau der Wehrmacht" vom 16.März 1935 die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht. Oberster Befehlshaber der Wehrmacht war Hitler. Viele Namen wurden geändert,darunter auch Reichswehr zu Wehrmacht, welche auf eine Kriegsvorbereitung deuteten,die Hitler ein Jahr später schriftlich umriss. Alle bereiteten sich auf den Krieg vor. Eine rasche Entwicklung der 3.Waffengattung, die Luftwaffe nahm auf Grund umfangreicher geheimer Vorbereitungen zu. Ihre Schlagkraft testete die Wehrmacht ab 1936 mit dem deutschen Eingreifen im Spanischen Bürgerkrieg. 1937 äusserten Blomberg und Fritsch Bedenken gegen Hitlers rassante Aufrüstungspolitik und gegen die aussenpolitisch riskanten Kriegsvorbereitungen. Mit dem neu geschaffenen und Hitler direkt unterstellten Oberkommando der Wehrmacht (OKW) hinter General Wilhelm Keitel installierte Hitler eine gefügige Militärische Kommando- und Verwaltungsebene. Trozt vieler Massnahmen gelang Hitler nicht die Unterbindung eines begrenzten Wiederstands in der Wehrmacht.

Einige Männer bemühten sich auf Grund drohender Kriegsgefahr bei höheren Offizieren Unterstützung für einen Umsturzversuch gegen Hitler zu erlangen. Dies scheiterte an der Ablehnenden Haltung der Generalität. Auch der Staatsreichversuch gegen Hitler am 20.Juli 1944 scheiterte.

Im Polenfeldzug und der Wesoffensive demonstrierte die Wehrmacht ihre guten Kriegsstrategien und Taktiken, sowie ihre technischen Stärken. Die Wehrmacht marschierte grösstentiels mit Pferden auf. Die Wehrmachtsführung beteiligte sich an Hitlers Vernichtigungskrieg gegen die Sowjetunion und an der Gewinnung von Lebensraum im Osten. Die Massenerschiessungen fanden nach Anweisungen des OKW abseits der Kampfgebiete statt. Damit die Moral der kämpfenden Truppen durch die Konfrontation mit der "Vernichtung" nicht zu untergraben. einzelne Wehrmachtsverbände führten selbstständig Mordaktionen an der Zivilbevölkerung durch. Ihre erste grosse Niederlage erlitt die Wehrmacht im Krieg gegen die Sowjetunion in der Schlacht in Moskau 1947. Hitlers Verachtung gegenüber der Generalität kannten nun keine Grenzen mehr. Das OKH übernahm Hitler persönlich, wodurch er nahezu alle militärischen Kompetenten hatte. Bilder auf Postkarten und Plakaten verschönerten die Arbeit von Soldaten der Wehrmacht. nach der Niederlage in Stalingrad 1943 verlor die Wehrmacht schliesslich auch in der Heimat ihren Nimbus der Unbesiegbarkeit. Die Krigswende nach Stalingrad konnte die Mobilisierung für den "Totalen Krieg" und die Steigerung der Personalstärke der Wehrmacht nicht verhindern. Trotz Rekrutierung von tausenden von Hitlerjungen ist die Kampfkraft verschiedener Wehrmachtseinheiten in den letzten beiden Kriegsjahren dramatisch gesunken. Die hohen Verluste an Fronterfahrenen Soldaten konnten auch trotz zahlreichen Auszeichnungen gelindert werden. Nahezu jede Familie im Deutschen Reich hatte einen Toten oder Verwesten zu beklagen.