Die Effizienzlohntheorie

14 Jan 2005 - 00:27 | Version 6 |

Lohnerhöhungen haben für eine Unternehmung zwei Gesichter. Zum einen stellen sie einen zusäztlichen Aufwand und damit Kostensteigerungen dar, zum anderen sind sie für die Arbeiter motivierend, wirken sich so positiv auf die Leistung aus und sind somit Kostensenkend. Grundlegend für die Effizienzlohntheorie ist, dass die Produktivität eines Beschäftigten positiv vom bezahlten Lohn abhängt.

Hohe Löhne sorgen für eine hohe Zufriedenheit, für eine Identifikation mit der Firma und damit zu einer hohen Produktivität und Leistungsbereitschaft. Durch die Zahlung von hohen Löhnen bekommt eine Firma mehr Bewerbungen, kann so die qualifiziertesten Arbeiter aussuchen und muss zudem weniger Kündigungen entgegennehmen womit sich die Such-, Einstellungs- und Ausbildungskosten verringern lassen.

Wenn sich alle Unternehmen nach der Effizienzlohntheorie richten würden, gäbe es keine relativen vorteile gegenüber anderen Unternehmungen. Somit können mit dieser Theorie zwar Lohnstarrheiten auf einzelnen Teilarbeitsmärkten erklären, nicht aber die Massenarbeitslosigkeit.

Im Klassischen System gibt es keine freiwilige Arbeitslosigkeit während es gemäss KeynesiAnern trotz Gleichgewicht auf dem Gütermarkt zu dauernder Unterbeschäftigung kommen kann. Das IsiderOutsidermodell und die Effizienzlohtheorie erklären weshalb es sich für ein Unternehmen lohnen kann, Löhne über dem Durchschnitt zu bezahlen.

Ein empirisches Beispiel für nach unten ridige Löhne lieferte die Schweiz von 1991 - 1997. in dieser Zeit wurden nur sehr wenige Nominallohnsenkungen durchgeführt, obwohl aufgrund der sehr niedrigen Inflationsraten und der faktischen Stagnation bei vielen Arbeitnehmern solche Senkungen ökonomisch geboten gewesen wären.

siehe auch

- EffinienzlohntheoriE

- Mathematisches Beispiel

- Die EfizienzLohntheorie

MartinKronenberg - 10 Feb 2003