Frühminoische Zeit von 2800 - 1900 v. Chr. (vgl. weitere Inhalte und Bilder)

In dieser Periode enstanden die ersten Kontakte zu den Kulturen in Ägypten und im vorderen Orient. Begünstigt wurde dies durch die günstige geographische Lage der Insel. Dadurch beeinflußt strebten auch die Minoer bereits sehr früh in ihrer Entwicklung nach Luxus und Bequemlichkeit. Dies führte zu sehr kunstfertigen und außerordentlich reich verzierten Keramiken oder Metallarbeiten, besonders beim Goldschmuck. Sie zeugen von einer erstaunlichen Vorstellungskraft und Geschicklichkeit der damaligen Handwerker. Die großen Zentren dieser Periode lagen im Osten der Insel.

Erste Palastepoche von 1900 - 1700 v. Chr.

In dieser Periode wurden die Handelsbeziehungen ausgebaut und die minoische Kunst immer mehr verfeinert. Letztendlich errichte sie eine Feinheit, mit der sich nur wenige Kulturen messen konnten. Die einheimische Keramik mit reizvoller, mehrfarbiger Dekoration war auf ausländischen Märkten sehr begehrt (Beispiele wurden in Ägypten und Kleinasien ausgegraben).Das prächtige minoische Silbergeschirr wurde sogar in Byblos, Phönizien und in Ägypten gefunden. Mit dem Beginn dieser Periode enstanden auch die großen Palastkomplexe von Knossos (G1: KnossosPalastBeschreibung), Phaistos und Malia oder Kato Zakros. Sie stellten die Mittelpunkte des administrativen, kulturellen und religiösen Lebens im Lande dar.

Zweite Palastepoche von 1700 - 1450 v. Chr. (Spätminoisch)

Um 1.700 v. Chr wurde beinahe alle Paläste vollständig durch Erdbeben zerstört. Diese Zerstörungen unterbrachen aber nicht das Tempo der Entwicklung, vielmehr wurden die Paläste sehr schnell wiederaufgebaut und noch einmal zur machtvollen Zentren. Verwinkelt und mehrstöckig, hatten sie unzählige Korridore und Vorratsräume für landwirtschaftliche Erzeugnisse, Werkstätten, Unterkünfte für das Verwaltungspersonal, für die Arbeiter und Diener. Die luxuriösen königlichen Gemächer und die Empfangshallen sind großzügig mit minoischen Fresken geschmückt. Die Sommerpaläste der Könige von Knossos (das Gebäude in Archanas, 15 km südlich von Knossos) und Phaistos (Villa in Agia Trias, 3 km nördlich von Phaistos), die fürstlichen Residenzen in der Nähe von Knossos (Kleiner Palast) und in Malia, die Landvillen sowie die eindrucksvollen Kuppelgräber zeugen vom hohen Lebensstandard, den die Aristokratie jener Zeit genoß. Reste einiger minoischer Siedlungen geben ein gutes Bild von dem einfacheren Leben zur damaligen Zeit. Beispiele dafür sind die Stadt Akrotiri (auf der Insel Santorini, damals Thera) sowie die Stadt Gournia ( ca. 40 km östlich von Agios Nikolaos). Hier wurden einige gut erhaltene Ruinen einer typisch minoischen Stadt ausgegraben mit zweistöckigen Häuser, aufgeteilt in Stadtbezirke, die durch gepflasterte Umgehungsstrassen unterteilt werden.

IonischeWanderung 1900 (G2)

Das Eindringen der Dorer nach Mittelgriechenland und in die Peloponnes führt zu einer weiteren Wanderbewegung der ansässigen Frühgriechen in die östlichen Küstengebiete Griechenlands (Attika, Euboia), auf die Inseln der Aigaiis (Chios) und nach Westkleinasien: die sog. Ionische Wanderung

Die Neuankömmlinge besetzen das Festland und den Peloponnes, die frühere Bevölkerung weicht auf die Kykladen und nach Kleinasien aus. = Ionische Wanderung

Die IonischeWanderung führt zur Besiedlung der ägäischen Inseln und der Westküste Kleinasiens

Quelle:

http://www.gottwein.de/grep/his_1200.htm

Mykenische Periode von 1450 - 900 v. Chr. vgl. MykenischeKultur (G3)

Auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung wurden die Minoer vom Vulkanausbruch auf der Insel Thera um 1.450 v. Chr überrascht. Er zerstörte fast alle kretischen Paläste und markierte den Beginn des Endes der minoischen Kultur. Bei eben diesem Anlaß wurde auch die Hauptstadt auf der Insel Thera zerstört. Den stark spätminoischen Charakter dieser Stadt konnte man bei den Ausgrabungen von Akrotiri im Jahre 1967 erkennen. Es wurden zwei- und dreistöckige Häuser freigelegt, riesige Lagerhäuser, gefüllt mit Geräten und Gefäßen, Straßen mit Steinpflaster und vor allem wunderbare Fresken, die die Wände der Räume schmückten (von denen einige im Nationalmuseum ausgestellt sind) und bei deren Anblick der Betrachter sich über die hochentwickelten Lebensbedingungen und die Kunst in der minoischen Kultur vor dem grossen Unglück wundert. Auf Kreta überdauerte lediglich der Palast von Knossos für eine kurze Weile (1.450 bis 1.400 v. Chr.) unter einer mykenischen Dynastie bis zu seiner endgültigen Zerstörung, diesmal durch Feuer, um das Jahr 1.400 v. Chr. Das Studium der mykenischen Periode (1.450 bis 900 v. Chr.) bestätigt, dass Kreta jetzt nur noch eine Rolle am Rande spielte.

AegischeWanderung (G4)

DorischeWanderung (G5)

-- PhilippSchaufelberger - 25 Nov 2002