Wie die Welt entstand

Am Anfang

Am Anfang herrschte, wie bei jeder Religion, das ChaoS! Aus dem ChaoS entstanden NyX (Nacht), EroS, EreboS, TartaroS und GaIa (Erde). GaIa, die Erde, gebar UranoS und PontoS. Sie vereinigte sich mit beiden, und daraus entstanden die Götter der ältesten Mythologien Griechenlands.

KronoS und RheA

In diesen alten Sagen spielte vor allem KronoS und seine Schwester und Frau RheA eine Rolle. KronoS stürzte einige seiner Geschwister, die KyklopeN und die Hunderthändigen in den TartaroS und rächte sich für seine Mutter GaIa an UranoS. Es wurde KronoS prophezeit, dass eines seiner Kinder ihn nach der Geburt stürzen würde, und deshalb verschluckte er nacheinander seine frischgeborenen Kinder: HestiA, HaDes, HerA, DeMeter und PoseidoN. Doch als RheA mit ZeuS schwanger war, floh sie nach KretA, gebar ihn dort und gab ihn einer Nymphe zur obhut. KronoS aber gab sie einen Stein, den er sofort im Glauben verschluckte, es sei ZeuS. ZeuS wuchs auf KretA auf, und als er erwachsen war, zwang er KronoS mit einem Zaubertrank, die verschluckten Kinder wieder freizugeben.

Der Titanenkampf

ZeuS wollte die Macht mit Hilfe seiner Geschwister ergreifen. Er befreite die KykLopen und die HundertHaendigen? aus dem TartaroS, und zusammen griffen sie KronoS und seine verbündeten Geschwister, die TitaneN, an. Nach einem langen und harten Kampf siegten schliesslich die olympischen Götter, und ihre Gegner wurden hart bestraft, am härtesten wahrscheinlich AtlaS, der Sohn des TitaneN IapetoS, der dazu verdammt wurde, auf ewig den Himmel zu tragen.

Der Gigantenkampf

Als GaiA sah, was die Götter ihren Kindern angetan hatten, gebar sie die GiganteN. Die Giganten waren schreckliche Ungeheuer mit Schlangen anstelle von Haaren, und ihr Rumpf endete in einem Drachenschwanz. Sofort nach ihrer Geburt stürmten sie mit ausgerissenen Bäumen und anderen Waffen den Olymp, und es gab einen langen, harten und grausamen Kampf, in dem AthenA die grosse Heldin war, als sie während des Schlachtgetümmels aus dem Haupt ihres Vaters ZeuS sprang und gleich darauf einen GiganteN erschlug. Der Kampf hätte wohl nie geendet, hätte nicht HerkuleS an der Seite der Götter des Olymps gekämpft.

Das Menschengeschlecht

In frühester Zeit lebten nur unsterbliche Götter auf der Erde. Deshalb beschlossen die Götter, sterbliche Wesen zu schaffen. HephaistoS schmiedete daraufhin die erste Frau, die allerdings noch aus Metall war. Doch ZeuS gefiel die Statue namens PandorA so sehr, dass er beschloss, sie lebendig zu machen. Jeder Gott gab ihr ein Geschenk. ... Doch HerA gab ihr die Neugierde und HermeS legt die Lüge in sie. PrometheuS, ein Sohn des IapetoS und Bruder von EphimeteuS, heiratete PandorA. PandorA bekam ein Kästchen als Hochzeitsgeschenk(das später die Büchse der PandorA gennant wurde), unter der Bedingung, es niemals zu öffnen, sonst geschehe schreckliches.

Da PrometheuS ein Menschenfreund war, stahl er aus der Werkstatt des HephaistoS das Feuer und gab es den Menschen. ZeuS war sehr wütend darüber, da das Feuer ausschliesslich Besitz der Götter war und die Menschen jetzt fast den Göttern glichen. Er liess PrometheuS an den Kaukasus schmieden, wo ihm ein Adler jeden Tag die Leber frass und die danach wieder nachwuchs.

PandorA verwahrte das Kästchen gut, doch die Neugierde, die sie von HerA bekommen hatte, brachte sie schliesslich dazu, das Kästchen zu öffnen. Daraufhin strömten alle menschlichen Krankheiten und Übel aus dem Kästchen, alle Schlechtigkeiten und Ungerechtheiten, die die Menschheit jemals hatte. Zum schluss kam wie ein kleiner Vogel die Hoffnung hinausgezwitschert.

DeukalioN und PhyrrA

Als ZeuS sah, dass die Menschen böse und ungerecht worden waren, beschloss er, alle Menschen in einer grossen Sinflut zu ertränken. Damit das Menschengeschlecht erhalten bliebe, wählte er DeukalioN und PhyrrA aus, die als einzige gut waren und überleben sollten. Die Sinflut kam, und alle Menschen und Städte verschwanden unter Wasser. DeukalioN und PhyrrA konnten sich als einzige auf eine Insel im Sinflutmeer retten. Sie dankten ZeuS für ihre Rettung. Sie nahmen Steine und warfen sie sich über die Schulter. Aus den Steinen von PhyrrA entstanden Frauen und aus denen von DeukalioN Männer.

-- MichaelWyss - 05 Dec 2002